Der Stürmer zur tz: „Man versucht, einen Keil reinzutreiben“

Gomez: „Ich habe mit keinem hier ein Problem“

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Mario Gomez kam gegen Juve nur als Einwechselspieler zum Zuge

München - Der Fußball ist manchmal sehr bitter und manchmal sehr schön. Heute war’s bitter für uns.“ Mario Gomez war am Mittwochabend nicht mehr zum Lachen zumute.

Dabei ging’s zunächst gar nicht so sehr um die eigene Situation, sondern um die neuen Sturmprobleme der Bayern. Da haben sie im Angriff den luxuriösesten Kader aller Zeiten – und treffen das Tor nicht mehr. Zwei Spiele in Folge stand nun – trotz zahlreicher Chancen – vorne die Null. „Es gibt so Tage, wo der Ball nicht über die Linie will“, meint Gomez.

Gegen Juve durfte Miroslav Klose sein Comeback in der Startelf geben. Fazit: Eifrig, aber glücklos.

Seit sechs Monaten wartet der Nationalstürmer auf einen Pflichtspieltreffer für die Roten. „Solche Statistiken kenne ich nicht“, wehrt Uli Hoeneß ab, „für mich ist es wichtig, dass man sich die Chancen herausspielt. Man hat gesehen, dass wir auf höchstem Niveau mitspielen können.“

Auf der Tribüne wurde das Spiel kritisch von Luca Toni beäugt. Der Italiener stand gegen seine Landsmänner wieder nicht im Kader, verließ das Stadion zehn Minuten nach Abpfiff. Luca wird’s langsam langweilig. Der Beau ist ungeduldig – das ließ er diese Woche öffentlich verlauten.

Was Frust heißt, weiß Kollege Gomez. Wieder nur eingewechselt, wieder kein Tor. Wie tief Ärger und Enttäuschung bei ihm sitzen, wurde der 24-Jährige nach dem 0:0 gefragt. „Wir brauchen das Spiel nicht die ganze Saison weiterzuspielen. Es ist so wie es ist, ich habe das akzeptiert“, erklärte Gomez dann, gereizter als zuletzt: „Ich werde im Training so viel Gas geben, dass ich wieder in die Mannschaft komme. Man muss nun mal Dinge akzeptieren können, auch hier.“

Aber wie sieht es wirklich in Gomez aus? „Ich komme mit der Situation zurecht, wirklich“, versichert der Mann, auf dem 35 Millionen Euro Ablöse lasten, der tz.

Gomez weiter: „Es ist schade, dass es niemand akzeptieren will, aber ich habe mit niemanden hier in München ein Problem. Nicht mit dem Trainer, nicht mit den Fans und auch nicht mit dem Vorstand.“ Und die deutlichen Worte („Ich rate ihm dringend aufzuhören, sich zu beklagen“), die Karl-Heinz Rummenigge zuletzt geäußert hatte? „Ich sehe das nicht als Angriff von Karl-Heinz Rummenigge, ich weiß nicht, wie genau seine Worte gemeint waren“, sagt Gomez der tz: „Aber in Endeffekt interessiert mich so etwas auch nicht – ich konzentriere mich auf meine Leistung, egal, was gesagt wird.“

Der Halb-Spanier will sich nicht verrückt machen lassen. „Es wird versucht, dass man von außen einen Keil reintreibt. Aussagen werden umgedreht und dann wieder von anderen kommentiert“, klagt Gomez. „Ich weiß gar nicht, wie das alles zustande kommt. Ich will jetzt weniger sagen und mehr trainieren.“

Steigen durch die Ausfälle von Ribéry und Robben die Chancen von Gomez, weil van Gaal das System umstellt? „Mit dem 4-3-3-System haben wir die letzte Zeit besser gespielt“, sagt der Trainer: „Eine Rückkehr zum Zwei-Stürmer-Konzept würde bedeuten, dass wir dieses System nicht weiterentwickeln können.“ Klose hat den Coach gegen Juve („unsere beste erste Halbzeit der Saison“) übrigens „total überzeugt, er spielt auch gegen Köln“. Seine Mannschaft sieht van Gaal „auf dem richtigem Weg. Das war hohes Niveau.“

Fehlen die Tore. „Wenn man in der ersten Hälfte dreimal allein auf den Torwart zuläuft, muss man ein Tor machen“, kritisiert Lahm. Gomez kann er nicht meinen – der saß da noch auf der Bank…

ta, jj

Quelle: tz

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