Felix Magath klärt auf

Warum Rafinha nicht zu Bayern geht

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Rafinha beim Fallrückzieher - ob er weiterhin für Schalke zaubert, ist unklar, das Bayern-Trikot wird er aber wohl nicht überstreifen.

München - Der Brasilianer Rafinha wechselt nicht zu Bayern, stellt Schalke-Trainer Felix Magath klar. Indes gibt es neue Gerüchte über einen Wechsel von Miroslav Klose oder Andreas Ottl zum VfB Stuttgart.

Ganz so sicher waren sie sich wohl doch nicht. Noch am Donnerstag war Uli Hoeneß der Meinung: „Im Defensivbereich haben wir keinen Bedarf. Da ist in unseren Augen genügend Qualität vorhanden.“

Angesprochen auf das Interesse am Schalker Rafinha bestätigte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge am Samstag nach dem 3:0 über Wolfsburg jedoch: „Es ist nicht so konkret, wie es verkündet wird. Da sind einige Herren zu weit vorgeprescht. Die Personalie ist nicht beschlossen, aber wir überlegen.“

Das Interesse der Bayern bestand also zweifelsohne. Letztlich entschieden sich die Bosse nach interner Beratung gegen einen weiteren Millionentransfer – wie es heißt, nicht zuletzt wegen des schwierigen Charakters des Brasilianers. An der möglichen Finanzierung lag es nach eigenem Bekunden auf keinen Fall. „Den Robben-Transfer haben wir von dem Festgeldkonto bezahlt“, klärte Rummenigge auf. Die zehn bis zwölf Millionen, die ein Rafinha wohl kosten würde, könnte sich der Rekordmeister mit Sicherheit auch leisten.

Die Ablehnung des Rafinha-Deals kann auch als Vertrauensbeweis für die Herren Braafheid und Pranjic gedeutet werden. Mit Rafinha auf rechts würde Lahm nach links rücken – und die beiden van-Gaal-Einkäufe mit einem Schlag auf dem Abstellgleis landen.

Die Stunde der Wahrheit schlägt Montagnacht um 24 Uhr. Bis dahin könnte Rafinha noch an die Isar wechseln. Auch wenn im Moment alles darauf hindeutet, dass es mit diesem Deal nichts wird. „Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es kein konkretes Angebot für Rafinha“, sagte Felix Magath. Der Rechtsverteidiger wolle zwar weg, habe aber noch nicht den Verein gebracht, „der die richtige Ablöse zahlt“. Das könne bis zum Transferschluss am Montag noch geschehen, alles andere sei „Papperlapapp“.

In Sachen Bayern scheint Magath sicher zu sein: „Rafinha wird nicht zu den Bayern wechseln, Vorstand und Trainer der Bayern haben sich zusammengesetzt und entschieden, dass kein Spieler mehr verpflichtet wird“, sagte er im DSF-Doppelpass.

Bayern würde ein rechter Verteidiger gut zu Gesicht stehen. Der Kauf von Chelseas Bosingwa hat sich zerschlagen. Mit Rafinha hätte man mit das Beste aus der Liga – und der Schalker will international spielen. Seine Konkurrenten in der Nationalelf sind Inters Maicon und BarÇas Alves. Solange er auf Schalke bleibt, hat er keine Chance. Die Chancen für Miro Klose sind nach der Verpflichtung Robbens und dem 4-3-3 gesunken. Gomez ist gesetzt. Gerüchten zufolge ist der VfB Stuttgart an ihm dran. Ebenso wie an Andi Ottl als Ersatz für den verletzten Lanig.

mv

Quelle: tz

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