Oliver Kahn: Wartet er auf Bayern?

Manager auf Schalke wird er nicht, dafür Botschafter der Sepp-Herberger-Stiftung. Oliver Kahn hat erklärt, warum er den krisengeschüttelten Königsblauen einen Laufpass gegeben hat.

 „Die Aufgabe bei einem Top-Verein wie Schalke war nicht mit meinen Aktivitäten in Asien in den kommenden Monaten zu vereinbaren. Die Sache kam sechs bis acht Monate zu früh“, sagte der 39-Jährige. Aber Kahn ließ durchblicken, dass das Tätigkeitsfeld eines Managers reizvoll wäre: „Vielleicht liegt in dieser Aufgabe ein Teil meiner Zukunft.“ Wer Kahn also als Manager verpflichten will, der kann sich in einem halben Jahr wieder melden. Das dürfte die Zeit sein, in der die Bayern Nägel mit Köpfen machen wollen. Kahn für Hoeneß, es wäre die ganz große Lösung. Der Manager dankt Ende Dezember ab – und Kahn spricht von sechs bis acht Monaten…

Oliver Kahn und seine Frauen

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„Ich will mir keinen Druck machen. Ich lasse das ganz entspannt auf mich zukommen. Die einzige Frage, die ich mir da immer stelle, ist, welche Strukturen finde ich in einem Verein vor?“, erklärt Kahn – doch er passt mit seinen 39 Jahren und seiner Bayern-Vergangenheit voll ins Anspruchsprofil. Mit dem Manager-Dasein lässt sich Kahn Zeit.

Zugesagt hat er der Sepp-Herberger-Stiftung. Kahn ergänzt den Repräsentanten-Kreis der ältesten Stiftung im deutschen Fußball, die bislang durch Uwe Seeler, Horst Eckel und Helmut Haller vertreten wurde. Kahn: „Irgendwann empfindet man Dankbarkeit und möchte irgendetwas zurückgeben.“Wenn der dreifache Welttorhüter an die aktuelle Lage im deutschen Tor denkt und die Frage nach der fehlenden Weltklasse aufkommt, muss er nicht lange überlegen. „Unsere Torhüter sind gut, aber um Weltklasse zu werden, muss man sich permanent mit den Besten der Welt messen“, so Kahn.

Oliver Kahns Kindheit in Bildern

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Gegen Liechtenstein hütete Robert Enke das Tor. Er spielt in Hannover und bekommt trotz stärkster Leistungen regelmäßig die Hütte voll. Auf die Frage, ob Enke den Klub wechseln sollte, antwortete Kahn sofort mit: „Ja.“ Gegen Liechtenstein konnte sich Enke im Kampf mit Adler und Wiese kaum auszeichnen: „Ich brauche die Spiele nicht, um mich zu profilieren. Ich weiß, was ich kann. Man weiß ja vorher, dass man gegen Liechtenstein nicht warmgeschossen wird.“ Die Leipziger jubelten ihm bei jedem Rückpass oder bei Torschussversuchen der Liechtensteiner zu. Allein das dürfte Enke Auftrieb gegeben haben.

„Die Fans haben sich einen Spaß draus gemacht, mich bei jedem Ballkontakt zu feiern. Mein Ziel war es, mir keine Blöße zu geben, denn dann sieht man gegen Liechtenstein besonders blöd aus. Gegen Wales wird es schwieriger werden.“ Enke spielt, Adler dagegen verließ gestern wegen seiner Ellbogen-Verletzung das DFB-Quartier. mv, ta

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