Uli Hoeneß: "Einer patzt, keine Sorge"

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Die Bayern-Bank jubelt geschlossen - auch am 23. Mai gegen 17.20 Uhr?

Drei Spiele, drei Siege, solche Bilanzen müssen Bayerntrainer aufweisen! Denn dann ist es wieder da, das Selbstbewusstsein, das die Bayern in der Regel auch zu Titeln trägt.

 „Wenn sie so nah dran sind, dann will der FC Bayern auch Meister werden!“, stellte Premiere-Experte und Ex-Kapitän Stefan Effenberg klar. Und Manager Uli Hoeneß spricht wieder frohgemut über die Chancen seiner Mannschaft im irren Titelrennen: „Es ist alles befreit gewesen nach dem ersten Tor, danach hätten wir sechs oder acht Tore machen können – oder müssen. Aber irgendeiner patzt noch, keine Sorge!“

Auch Jupp Heynckes dürfte das glauben – aber er weiß auch, dass die Mannschaft eines nicht brauchen kann: Druck. Auch gestern meinte er daher: „Wir haben als Ziel ausgegeben, die direkte Qualifikation für die Champions League zu erreichen. Das war zwar als ich kam, da sah die Situation nicht so rosig aus. Jetzt haben wir immer noch vier Teams, die Meister werden können – aber alle auch im Uefa Cup landen können. Wir schauen also nur von Spiel zu Spiel, mit allem anderen belasten wir uns nicht!“

Bayern gegen Bayer: Bilder und Einzelkritiken

Bayern München gegen Bayer Leverkusen: Für die Gäste mit Trainer Bruno Labbadia ging es eigentlich nur darum, sich für das DFB-Pokalfinale am 30. Mai gegen Bremen allmählich einzuspielen. © dpa
Dennoch hatten die Rheinländer (hier Helmes gegen Lucio) in der ersten Halbzeit einige gute Chancen. © AP
Die Bayern (hier Ribéry) konnten sich nur selten in Szene setzen. © AP
Der Rekordmeister hatte dieses Mal sogar Glück, dass Schiri Kinhöfer im ersten Durchgang nicht zwei Elfmeter gegen ihn pfiff. © dpa
Doch die Bayern kamen wie verwandelt aus der Kabine. In der 47. Minute drückte Luca Toni den Ball in unnachahmlicher Art und Weise über die Linie. © dpa
Entsprechend groß der Jubel und die Erlichterung. In der ersten Halbzeit hatte man bei den Bayern doch eine gewisse Nervosität ausgemacht. © dpa
Doch davon im zweiten Durchgang nichts mehr zu spüren: Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Gästetor zu. © AP
In der 59. Minute ließ Franck Ribéry nach toller Vorarbeit von Lukas Podolski das 2:0 folgen. © dpa
Der Torschütze bedankte sich artig bei seinem Vorlagengeber. © dpa
Auch Mark van Bommel herzte den Vorbereiter. © dpa
Poldi ließ sich nicht lange bitten und krönte seine überragende Leistung in der 71. Minute mit dem 3:0. © dpa
Der zukünftige Kölner ist unter Jupp Heynckes kaum wiederzuerkennen... © dpa
... und scheint sich bei den Bayern zum vielleicht meisterschaftsentscheidenden Spieler zu entpuppen. © dpa
Kleiner Mann ganz groß: Philipp Lahm. © dpa
Krabbel-Duell: Renato Augusto und Franck Ribéry. © dpa
Auch Jupp Heynckes huschte angesichts der starken zweiten Halbzeit ein kleines Lächeln übers Gesicht. © AP
Bastian Schweinsteiger kauft Toni Kroos den Schneid ab. © AP
Spektakel im Strafraum - dafür standen die Bayern an diesem Abend. © dpa
Nachdenklich: Gäste-Coach Bruno Labbadia. © dpa
Platt: Luca Toni. © AP
Glücklich vereint: Franck Ribéry und Maskottchen. © AP
Die Bayern spielten zu Null - endlich mal wieder. © dpa
Entsprechend ließen sich die Spieler von den Fans feiern. Sehen Sie nun folgend die Bayern-Spieler in der Einzelkritik. © dpa
Butt: Wenig geprüft. Eine kleine Unsicherheit, ansonsten solide. Note 3 © dpa
Lucio: Kam mit der Position des rechten Verteidigers nicht zurecht. Hinten sicher, nach vorne mit Problemen. Note 4 © AP
van Buyten: Musste kurzfristig für Altintop einspringen und wirkte überhastet aber ohne krasse Fehler. Note 4 © dpa
Demichelis: Teilweise ungestüm. Hatte im Zweikampf mit Renato Augusto Glück, dass der Schiri nicht auf Strafstoß entschied. Ansonsten sicher. Note 3 © dpa
Lahm: Sauber im Zweikampf, mit einigen ungenauen Zuspielen. Diszipliniert auf seiner Position, unterstütze Ribéry. Note 3 © AP
Sosa: Hat sich den Platz in der Stammelf verdient. Profitierte auch vom Trainingsrückstand Zé Robertos. Anfangs aktiv und ideenreich, danach ungenau. Note 3 © Sampics
ab 70. Minute: Zé Roberto, ohne Bewertung. © AP
van Bommel: Gutes Spiel. Erahnte viele Leverkusener Aktionen im Ansatz. Hart, fair, wirkungsvoll. Note 3 © dpa
Schweinsteiger: Unnötige Fouls und Ballverluste. Machte das Spiel langsam. Gut: die Vorlage zum 3:0. Note 4 © dpa
ab 86. Minute: Andi Ottl, ohne Bewertung. © dpa
Ribéry: Tolle Leistung. Leitete die Führung ein, schoss das zweite Tor. Note 1 © dpa
Podolski: Bereitete zwei Tore vor, und schoss das Dritte. Überragend! Note 1 © dpa
Toni: Zunächst nur nach Standards auffällig. Dann schlug er zu. Note 3 © dpa
ab 86. Minute: Miro Klose, ohne Bewertung. © Sampics

Zumindest nicht, wenn die Kameras im Stadion laufen. Aber intern glauben die Bayern wieder an den Titel, das bestätigt Jörg Butt. „Der Optimismus ist gestiegen, es ist tatsächlich eine Aufbruchstimmung in der Mannschaft zu erkennen, der Glaube an eine sehr gute Saison ist noch da“, sagte der Keeper bei fcb.de. Damit es wirklich klappt mit dem kleinen Meisterwunder, ist aber noch mehr Engagement nötig, mahnte Karl-Heinz Rummenigge. „Wir müssen uns den Vorwurf machen, dass wir die ersten 30 Minuten zu passiv waren. Erst als wir das geändert haben, sind wir auch zu den Chancen gekommen. Und das muss immer das Rezept sein!“

Zumal die Bayern anfangs einiges an Dusel hatten, weil der Schiedsrichter keinen Elfmeter für Leverkusen geben wollte. Rummenigge meinte: zurecht – aber da widersprach ihm nicht nur Stefan Effenberg: „Es waren zwei Elfmeter, sie haben keinen bekommen“, sagte er in der Pause – Rummenigge dürfte es egal gewesen sein angesichts des tollen Sieges. Vor allem, weil das Spiel am Ende so rund lief, was der wiedererstarkte Lukas Podolski so erklärte: „Wir als Mannschaft haben uns in den letzten Wochen nach vorne entwickelt, das sieht man jetzt. Ich habe die Sicherheit, zu spielen, das will ich jetzt zurückzahlen.“

Und die Bayern nehmen die Leistung gerne an. So gut kommt Podolski jetzt wieder rüber, dass der Premiere-Mann nach dem Spiel sogar fragte, ob der Bald-Kölner nicht einen Bruder habe, den er in die Heimat schicken könne. Poldi dazu locker: „Einen Bruder nicht, aber meinen Sohn. Der ist zwar ein bisschen jung – aber in ein paar Jahren schick ich den dann hierhin.“

Quelle: tz

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