Streit ums Olympia-Aus: Ude kontert für Hoeneß!

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OB Christian Ude hält im Olympia-Streit zu Uli Hoeneß

München - FIFA-Boss Sepp Blatter macht Uli Hoeneß für das Scheitern der Münchner Olympia-Bewerbung verantwortlich. Jetzt meldet sich OB Christian Ude in der tz zu Wort - und kontert für Hoeneß.

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Blatter: Hoeneß-Mitschuld an Olympia-Scheitern

Es ist der Kampf der Titanen, der Krieg der Fußball-Bosse! Die Hauptdarsteller: Bayern-Boss Uli Hoeneß auf der einen – und FIFA-Boss Josef S. Blatter auf der anderen Seite. Grün sind sich die beiden Top-Funktionäre schon lange nicht mehr. Der Grund: Hoeneß hat das Gefühl, dass Blatter seine FIFA nicht mehr im Griff hat. Immerhin macht der Fußball-Weltverband seit langer Zeit überwiegend mit Korruptionsgeschichten negative Schlagzeilen. Außerdem habe sich Blatter innerhalb der Organisation zu einem Diktator emporgeschwungen, der sämtliche Entscheidungen im Alleingang fällt und dann durchsetzt.

So gab es zuletzt von Bayern-Präsident Hoeneß in Bezug auf Blatter überwiegend kritische Äußerungen. Zum Beispiel diese: „Die letzten Vorkommnisse sind für mich endgültig der Beleg dafür, dass Blatter nicht noch mal Zeit kriegen darf bis zum Ende seiner Amtszeit“, sagte Hoeneß vor wenigen Wochen und machte damit deutlich, dass er es lieber heute als morgen sehen würde, wenn Blatter seinen Platz räumen würde.

Diese Äußerung dürfte auch Blatter nicht entgangen sein und so ist die Beziehung zwischen den beiden mittlerweile ziemlich zerrüttet.

Nun reitet Blatter den nächsten Angriff gegen Hoeneß!

Im Interview mit dem kicker machte Blatter seinen Widersacher für das Scheitern der Bewerbung um die olympischen Winterspiele 2018 in München verantwortlich. Wie bitte?

Blatters Erklärung: „Ich habe es dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude vor der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 vorausgesagt: Uli Hoeneß & Co. haben im Vorfend der FIFA-WM 2010 in Südafrika derart gelästert, dass es kaum mehr zu steigern war“, sagte Blatter. Schon London sei bei der Vergabe daran gescheitert, dass man dort die afrikanischen Stimmen nicht einbezogen habe. Dies werde München genauso ergehen, so Blatter. „Im Fall München hatte Issa Hayatou, der Präsident des afrikanischen Fußballverbandes CAF, vor der Vergabe in Durban ganz klar zu Franz Beckenbauer gesagt: „Du kannst auf keine einzige afrikanische Stimme zählen für die Olympischen Spiele in München. Die Art und Weise, wie ihr versucht hattet, die afrikanische WM kaputt zu machen, haben wir nicht vergessen.“ So kam es. Ohne die zwölf afrikanischen Stimmen kriegt man keine Olympischen Spiele“, sagte der FIFA-Präsident dem kicker.

Blatters Frontalangriff gegen Hoeneß!

Gerechtfertigt? Fakt ist: München unterlag in der finalen, geheimen Abstimmung Juli 2011 mit 25 zu 63 Stimmen gegen

Pyeongchang (Südkorea). Das heißt: Selbst wenn München alle zwölf afrikanischen Stimmen bekommen hätte, hätte Pyeongchang eine absolute Mehrheit gehabt. Blatters Vorwurf ist also hanebüchen. Der Meinung ist auch OB Christian Ude. „Ich halte es für vollkommen absurd, Uli Hoeneß irgendeinen Schwarzen Peter zuschieben zu wollen. Er hat sich engagiert für die Bewerbung eingebracht. Er hat sogar die Evaluierungskommission durchs Olympiastadion geführt. Zu behaupten, mit einer einzigen – in dier Tat nicht diplomatischen – Äußerung habe er für einen ganzen Kontinent das Porzellan zerschlagen, halte ich für abwegig“, sagte Ude zur tz. Den Grund für Blatters Angriff vermutet Ude im persönlichen Bereich. „Da tobt sich wohl eine Männerfreundschaft aus…“, glaubt der OB.

Eine offizielle Reaktion werde es aber nicht geben. Schon wegen der offensichtlichen Stimmverhältnisse. Ude: „Hier ist es ja schon mit dem kleinen Einmaleins getan.“ Uli Hoeneß übrigens schweigt zu den Vorwürfen.

jj, hei

Quelle: tz

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