Keine Personalsorgen bei den Bayern

Das sind Ancelottis Luxusprobleme 

Jerôme Boateng arbeitet an seinem Comeback.
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Jerôme Boateng arbeitet an seinem Comeback. 

München - In den vergangenen Jahren gerieten die Bayern gerade in der heißen Phase der Saison durch viele Verletzungen in Personalnot. In dieser Saison ist genau das Gegenteil der Fall. 

Pep Guardiola dürfte Carlo Ance­lotti beneiden. Wir schreiben Februar. Die heiße Phase der Saison hat begonnen und dem Trainer des FCB steht (fast) sein gesamter Kader zur Verfügung. Franck Ribéry, der zuletzt wegen einer Oberschenkelblessur ausfiel, könnte bereits am Samstag gegen den HSV sein Comeback feiern. Bei Jerome Boateng, seit zwei Monaten wegen einer Schulter-OP außer Gefecht, ist ebenfalls schon Mannschaftstraining angesagt. Carletto kann bald aus dem Vollen schöpfen, hat aber auch die Qual der Wahl.

Denn: Stellte der Italiener während der Hinserie noch die Rotation in den Vordergrund, so tendiert er bei den wichtigen Spielen der Rückrunde eher zu einer eingespielten Elf. Heißt im Klartext: Das ein oder andere Schwergewicht wird sich in den nächsten Monaten öfter auf der Bank wiederfinden, als ihm lieb ist. Im Fokus stehen dabei vor allem zwei Positionen: Die Innenverteidigung sowie die Flügel.

Für Costa und Coman wird es auf den Flügeln eng

Wobei Ancelotti gerade die Abwehrmitte Kopfzerbrechen bereiten dürfte. Wenn Boateng wieder zur Mannschaft stößt, muss sich Ancelotti zwischen drei Innenverteidigern der Kategorie Weltklasse entscheiden: Hummels, Martínez und Boateng. Kein einfaches Anliegen, wobei das bisherige Duo Martínez-Hummels die besten Karten hat. Nicht nur, dass die beiden zusammen auf insgesamt 4148 Spielminuten in dieser Saison kommen und gerade zuletzt souverän agierten, zusammen stand der deutschspanische Abwehrriegel zudem bei 17 Spielen auf dem Platz und spielte zehnmal davon zu null. Zum Vergleich: Boateng kommt nur auf 823 Minuten und spielte nur ein einziges Mal zu null. „Boateng war immer sehr wichtig für diese Mannschaft und wird es auch immer sein“, meinte Ancelotti auf tz-Nachfrage. „Kein Problem. Die Spieler wissen, dass die nicht alle spielen können.“

Gleiches gilt für die Außenbahnen, wo es nach Ribérys Rückkehr wieder eng werden dürfte für Douglas Costa. Während der Brasilianer auf links und Kingsley Coman rechts nach wie vor noch zu selten ihr Toppotenzial abrufen, haben der Franzose und speziell Arjen Robben bewiesen, dass in den großen Spielen auf sie Verlass ist. Die elf Tore und 18 Vorlagen der beiden in der laufenden Saison sind der Beweis dafür, dass die Flügelzange Robbery nach wie vor gefürchtet werden muss.

„Ich muss nicht rotieren“, meinte der 57 Jahre alte Bayern-Trainer im Jahr 2015, als er damals noch mit Real Madrid in die heiße Phase der Saison startete. Sobald es aufs Ganze geht, setzt Ancelotti lieber auf einen eingespielten Block. Der Mister fügte aber an: „Sobald ich merke, dass meine Spieler eine Pause brauchen, werde ich sie ihnen geben.“ Ansonsten heißt es: Durchspielen! Bis zum Triple! 

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lop

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