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Lewandowski-Nachfolger schon verpflichtet? „Sind nun sehr gut aufgestellt“

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Von: Florian Schimak

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Robert Lewandowski ist Vergangenheit beim FC Bayern. Sein Nachfolger? Den könnte der Rekordmeister offenbar schon verpflichtet haben.

München - Am Freitagvormittag erfüllte er sich seinen letzten großen Wunsch. Robert Lewandowski wollte noch einmal eine Trainingseinheit mit seinen Teamkollegen vom FC Bayern absolvieren. Am Abend kam dann die Meldung, dass sich die Münchner und der FC Barcelona auf einen Transfer geeinigt haben.

Am Samstagvormittag fuhr Lewy dann noch einmal an der Säbener Straße vor, packte seine Sachen und verabschiedete sich. An der Teampräsentation des Rekordmeisters am Nachmittag in der Allianz Arena nahm der Weltfußballer schon nicht mehr teil.

Lewandowski-Nachfolger bereits verpflichtet? „Sind nun sehr gut aufgestellt“

Nun stellt sich in München die große Frage: Wer wird der Nachfolger von Lewandowski? Gut möglich, dass die FCB-Bosse diesen schon längst verpflichtet haben. Denn im Trainingsspiel am Samstagnachmittag in der Arena wirbelte Neuzugang Sadio Mané in vorderster Front.

FOTOMONTAGE: Transfer offenbar perfekt: Lewandowski wechselt zu Barcelona. Robert LEWANDOWSKI
Robert Lewandowski wechselt zum FC Barcelona. Wer wird sein Nachfolger beim FC Bayern? © IMAGO / Sven Simon

„Vor zwei Monaten sah die Welt noch ganz anders aus“, sagte Oliver Kahn im Anschluss an das Fan-Fest auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der beiden Neuzugänge Ryan Gravenberch und Noussair Mazraoui: „Damals hatten wir kein Angebot für Lewy und auch noch keinen Weltstar verpflichtet.“ Damit meinte der Vorstandsvorsitzende eben jenen Mané. Dieser hatte zuletzt auch beim FC Liverpool immer häufiger auf der Neun gespielt.

Generell scheint der Plan zu sein, dass man in die Saison ohne klaren Lewandowski-Nachfolger geht. „Ich sehe mich natürlich eher im Zentrum“, sagte nämlich auch Serge Gnabry auf der PK zu seiner Vertragsverlängerung bis 2026, als er gefragt wurde, ob der Abgang des Polen etwas mit seinem Ja zum FCB zu tun hätte: „Aber ich habe nicht verlängert, weil Lewy jetzt weg ist.“

Abgang von Lewandowski beim FC Bayern: Brazzo spricht von „Befreiung“

„Der Abgang von Lewa kann für die anderen Jungs auch eine Befreiung sein“, sagte Hasan Salihamidzic kurz darauf: „Seine Scorerpunkte müssen jetzt auf mehreren Schultern verteilt werden.“ Und genau das ist der Plan, denn einen Eins-zu-eins-Ersatz für Lewandowski gibt der Markt aktuell auch nicht her.

Der Name Harry Kane wurde kürzlich genannt. Doch ein Transfer in diesem Sommer ist ausgeschlossen, weil er mit einer Vertragslaufzeit bis 2024 nicht zu bezahlen wäre. Im kommenden Sommer sieht das dann schon wieder anders aus. Insofern könnte die Saison 2022/23 ohne klaren Neuner eine Übergangssaison im Sturmzentrum werden - oder aber gar eine finale Lösung werden?

Lewandowski-Nachfolger beim FC Bayern? Flexibilität ist das Zauberwort

„Wir haben Sadio, Leroy (Sané, Anm.d.Red.), King (Coman, Anm.d.Red.), Serge, Thomas (Müller, Anm.d.Red.) Jamal (Musiala, Anm.d.Red.) und Choupo (Moting, Anm.d.Red.)“, sagte Brazzo am Samstag weiter: „Wir sind nun sehr gut aufgestellt. Aber: Eine solche Qualität muss man dann auch erstmal moderieren“, schob der FCB-Sportvorstand den Druck an Julian Nagelsmann weiter.

Dieser ist bekanntlich einer großer Fan von Flexibilität. Egal ob bei der Wahl der Spielsysteme oder in den Formationen selbst. Gnabry und Mané können beide im Sturmzentrum auflaufen und würden diese Rolle natürlich ganz anders interpretieren als dies ein Lewandowski tat. Treffend fasste es letztlich Salihamidzic am Ende der PK zusammen: „Wir haben viele gute Spieler, die mehrere Positionen spielen können, die werden wir jetzt loslassen“.

Sadio Mané als Lewandowski-Ersatz beim FC Bayern?

Der FC Bayern hat somit aktuell keinen wirklichen Druck, einen neuen Super-Stürmer präsentieren zu müssen. Allerdings schob Kahn dann am Samstag doch noch einen Satz hinterher, der aufhorchen ließ. Durch die 45 Millionen plus Boni für Lewandowski habe der FC Bayern nun „die Möglichkeit zu schauen: Was tut sich noch auf dem Transfermarkt. Wir beobachten weiterhin, was alles möglich ist“.

Und vielleicht ist ja auch erst 2023 etwas möglich. Sorgen muss sich der FC Bayern trotz des Abgangs von Lewandowski also nicht machen. Aus der Allianz Arena berichtet Florian Schimak (smk)

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