Frankfurter spricht über seine Zeit an der Säbener Straße

Nach negativen Äußerungen: Sebastian Rode spricht erneut über seine Bayern-Zeit

Sebastian Rode
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Sebastian Rode.

München - Nach seinem Wechsel zum BVB äußerte sich Sebastian Rode noch mit einigen Sticheleien gegen den FC Bayern. Jetzt hat der Frankfurter erneut über den FCB gesprochen. 

Update vom 11. März 2019: Sebastian Rode hat erneut über seine Zeit beim FC Bayern München gesprochen und äußert sich nun deutlich positiver, als er es noch kurz nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund tat. 

Dem kicker sagte der heutige Frankfurter, dass er in seiner Zeit bei Bayern und Dortmund viel gelernt und Erfahrungen gesammelt habe. Einen Wechsel bereue er "auf gar keinen Fall". 

"Hatte nicht mehr viele Einsatzzeiten" 

"In München hatte ich im ersten Jahr einen super Einstieg, im zweiten zum Ende hin aber nicht mehr so viele Einsatzzeiten, sodass ich mich zum Schritt nach Dortmund entschieden habe. Ich würde es immer wieder machen, weil es einfach eine große Herausforderung war und ich austesten wollte, wie hoch es gehen kann.", so der Mittelfeldspieler. "Ich habe gemerkt, dass ich mithalten kann und dass ich auch in München ein wichtiger Teil der Mannschaft war. Deshalb bewerte ich die Zeit auch als sehr positiv."

Außerdem habe Rode in seiner Münchner Anfangszeit noch das Gefühl, gebraucht zu werden gespürt, dies habe er heute in Frankfurt aber in einem ganz anderen Ausmaß. "Natürlich spielt man Fußball, weil man Spaß daran hat. Nichtsdestotrotz benötigt man die Rückmeldung, dass es läuft, wenn man auf dem Feld steht, dass die Fans einem zujubeln, dass die Mannschaft einen braucht. Das gibt eine gewisse Genugtuung, eine Selbstzufriedenheit."

Rode stichelt gegen den FC Bayern

Erstmeldung vom 9. Juni 2016: Sebastian Rode verlässt den FC Bayern nach zwei Jahren und wechselt zu Borussia Dortmund. Kam er in seiner Premieren-Saison noch wettbewerbsübergreifend auf 35 Einsätze, waren es im zweiten Jahr nur noch 17. Im Interview mit dem Kicker spricht der 25-Jährige über die Gründe seines Wechsels - und findet klare Worte.

"Ich musste mir nach zwei Jahren in München klar werden, wie es weitergehen soll", so Rode. "Als Bayern mit Renato Sanches nochmal mit einem Millionen-Transfer fürs Mittelfeld zuschlug, da war mir klar, dass es Zeit wird zu gehen. Mir wurde zwar immer vom Verein aus gesagt, wie toll man mich findet, dass man mich gerne behalten würde, aber die Wirklichkeit und die Taten sahen anders aus. Wenn man das ein ganze Jahr hört und dann doch nie spielt, dann glaubt man das irgendwann nicht mehr. Ich musste jetzt was Neues machen."

Echte Gründe, warum er dennoch kaum noch Einsätze bekam, erhielt Rode nicht. Auch nicht von Pep Guardiola, den er darauf ansprach: "Auch da konnte er mir nicht den Grund nennen, warum ich nie spiele."

Ein Spieler, der das Schicksal von Rode nachhaltig beeinflusste, war in Rodes Augen Arturo Vidal, der im Sommer 2015 nach dem Abschied von Bastian Schweinsteiger an die Säbener Straße geholt wurde. "Wenn er nicht gekommen wäre, hätte ich sicherlich nach meiner ersten guten Saison mehr Einsätze bekommen", ist sich Rode sicher. "Ich hatte damals das Gefühl, dass Pep mit dieser Mannschaft eigentlich ins Rennen gehen wollte, doch dann kam Arturo dazu und es war klar, dass er ihn spielen lassen musste. Vidal ist ein super Fußballer und hat in den Champions-League-Spielen oftmals den Unterschied ausgemacht, aber mit ihm wurde es für mich natürlich schwer. Da hätte ich mir mehr Vertrauen gewünscht, dass man mir die Chance gibt zu zeigen, ob ich in die Rolle von Schweinsteiger hineinwachsen kann. Aber Bayern gibt den Spielern kaum noch die Chance zur Entwicklung. Bei Bayern ist es besser, wenn man als gestandener Profi kommt."

Borussia Dortmund, sein "Lieblingsklub", soll für Sebastian Rode der Neuanfang werden. Die Entscheidung, vor zwei Jahren von Eintracht Frankfurt zum Rekordmeister zu wechseln, bereut er aber nicht: "Nein, es war genau die richtige Entscheidung, nach München zu wechseln. Ich würde es immer wieder so machen. Es war mir eine große Ehre, für diesen Weltklub gespielt zu haben."

Im Halbfinale der Europa League,hat sich Sebastian Rode erneut einen Knorpelschaden zugezogen. Er droht lange auszufallen. Sogar ein Karriereende scheint möglich.

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