Schweinsteiger: "Sollen sie doch selber spielen"

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Bastian Schweinsteiger versteht die Pfiffe nicht

Kaiserslautern - Es war der große Aufreger beim 4:0-Sieg der Deutschen gegen Kasachstan: Die Pfiffe der eigenen Fans gegen die deutsche Mannschaft und vor allem gegen Bastian Schweinsteiger.

Es hatte alles so gut begonnen: Die frühe Führung, 3:0 zur Halbzeit. Nach der Pause aber ließ die deutsche Mannschaft die Zügel schleifen, spielte behäbig, ohne Biss. Verständlich, der Sieg war eingefahren, der Kopf schon ein wenig woanders. Die Reaktion: Pfiffe von den Rängen auf dem Kaiserslauterer Betzenberg. Oliver Bierhoff war darüber ziemlich empört: „Das war enttäuschend. Da fehlte ein bisschen die Unterstützung. Wir versuchen immer attraktiven Fußball zu spielen und zu zeigen, dass zwischen ihnen und uns eine Verbindung ist. Die muss sich aber auch mal in schweren Momenten zeigen!“, schimpfte der DFB-Sport-Direktor.

Deutschland besiegt Kasachstan: Die Tore in Bildern

Das DFB-Team ist gegen Kasachstan zu einem klaren 4:0-Sieg gekommen. Hier sehen Sie die Tore in Bildern. © dpa
Das 1:0 erzielte Miroslav Klose schon in der 3. Minute: Nach Freistoß von Bastian Schweinsteiger bewies der Münchner bei seinem schon siebten Qualifikationstor am langen Pfosten seinen Torriecher und staubte erfolgreich ab. © dpa
Das 1:0 erzielte Miroslav Klose schon in der 3. Minute: Nach Freistoß von Bastian Schweinsteiger bewies der Münchner bei seinem schon siebten Qualifikationstor am langen Pfosten seinen Torriecher und staubte erfolgreich ab. © dpa
Das 1:0 erzielte Miroslav Klose schon in der 3. Minute: Nach Freistoß von Bastian Schweinsteiger bewies der Münchner bei seinem schon siebten Qualifikationstor am langen Pfosten seinen Torriecher und staubte erfolgreich ab. © dpa
Das 1:0 erzielte Miroslav Klose schon in der 3. Minute: Nach Freistoß von Bastian Schweinsteiger bewies der Münchner bei seinem schon siebten Qualifikationstor am langen Pfosten seinen Torriecher und staubte erfolgreich ab. © dpa
Das 1:0 erzielte Miroslav Klose schon in der 3. Minute: Nach Freistoß von Bastian Schweinsteiger bewies der Münchner bei seinem schon siebten Qualifikationstor am langen Pfosten seinen Torriecher und staubte erfolgreich ab. © dpa
Thomas Müller erhöhte in der 25. Minute auf 2:0: Özil flankte einen Freistoß von der rechten Seite auf den Kopf von Müller, der 450 torlose Länderspielminuten seit der WM beenden konnte. © dpa
Thomas Müller erhöhte in der 25. Minute auf 2:0: Özil flankte einen Freistoß von der rechten Seite auf den Kopf von Müller, der 450 torlose Länderspielminuten seit der WM beenden konnte. © dpa
Thomas Müller erhöhte in der 25. Minute auf 2:0: Özil flankte einen Freistoß von der rechten Seite auf den Kopf von Müller, der 450 torlose Länderspielminuten seit der WM beenden konnte. © dpa
Thomas Müller erhöhte in der 25. Minute auf 2:0: Özil flankte einen Freistoß von der rechten Seite auf den Kopf von Müller, der 450 torlose Länderspielminuten seit der WM beenden konnte. © dpa
Thomas Müller erhöhte in der 25. Minute auf 2:0: Özil flankte einen Freistoß von der rechten Seite auf den Kopf von Müller, der 450 torlose Länderspielminuten seit der WM beenden konnte. © dpa
Kurz vor der Pause durfte Müller seinen zweiten Doppelpack im Nationaltrikot bejubeln: Ein prächtiger Zuspiel von Özil verwertete Müller nach einer ebenso perfekten Ballannahme mit der Brust zum 3:0. © dpa
Kurz vor der Pause durfte Müller seinen zweiten Doppelpack im Nationaltrikot bejubeln: Ein prächtiger Zuspiel von Özil verwertete Müller nach einer ebenso perfekten Ballannahme mit der Brust zum 3:0. © dpa
Kurz vor der Pause durfte Müller seinen zweiten Doppelpack im Nationaltrikot bejubeln: Ein prächtiger Zuspiel von Özil verwertete Müller nach einer ebenso perfekten Ballannahme mit der Brust zum 3:0. © dpa
Kurz vor der Pause durfte Müller seinen zweiten Doppelpack im Nationaltrikot bejubeln: Ein prächtiger Zuspiel von Özil verwertete Müller nach einer ebenso perfekten Ballannahme mit der Brust zum 3:0. © dpa
Kurz vor der Pause durfte Müller seinen zweiten Doppelpack im Nationaltrikot bejubeln: Ein prächtiger Zuspiel von Özil verwertete Müller nach einer ebenso perfekten Ballannahme mit der Brust zum 3:0. © dpa
Das 4:0 erzielte Miroslav Klose in der 88. Minute: Nach Zuspiel von Sami Khedira konnte Klose den Ball ins leere Tor schieben. © dpa
Das 4:0 erzielte Miroslav Klose in der 88. Minute: Nach Zuspiel von Sami Khedira konnte Klose den Ball ins leere Tor schieben. © dpa
Das 4:0 erzielte Miroslav Klose in der 88. Minute: Nach Zuspiel von Sami Khedira konnte Klose den Ball ins leere Tor schieben. © dpa
Fürs DFB-Team war es der fünfte Sieg im dünften Quali-Spiel. © dpa

Auch die Spieler zeigten nur wenig Verständnis für den Unmut der Zuschauer. Sami Khedira: „Ich finde es nicht korrekt gegenüber einzelnen Spielern oder der Mannschaft, wenn die Fans nach 20 Minuten, in denen es mal nicht so gut läuft, sofort anfangen zu pfeifen.“

Am schlimmsten traf der Volkszorn einen Bayern-Spieler: Bastian Schweinsteiger. Der Grund: Schweini zeigte eine ganz schwache Leistung, mit einer unglaublich hohen Fehlpassquote, einfachen Fehlern und ganz wenig Tempo. Die Konsequenz: Pfiffe, als er den Ball unbedrängt ins Aus schoss – und vor allem bei seiner Auswechslung. Schweinsteiger selbst war deswegen nach dem Spiel ganz schön angefressen.

„Das war schon eine komische Stimmung hier. Ich verstehe die Zuschauer nicht: Wir haben 4:0 gewonnen. Und es ist gegen so eine eng stehende Mannschaft eben schwierig, die Pässe anzubringen“, moserte Schweinsteiger. Der Bayern-Star ging noch weiter: „Was erwarten die Leute? Dass wir 10:0 gewinnen? Wir haben in der Quali alle Spiele gewonnen, alle Punkte geholt! Da verstehe ich die Zuschauer nicht. Natürlich wollen sie immer ein super Spektakel sehen. Aber sollen sie doch selber mal gegen eine Mannschaft spielen, die 30 Meter vor dem Tor steht!“ Schweini stänkert gegen die Fans! Doch auch Jogi Löw fand die Pfiffe nicht in Ordnung: „Ich habe das als äußerst negativ empfunden. Denn auch Schweinsteiger hat mal das Recht, ein schwächeres Spiel zu machen. Man muss ihm auch mal ein Spiel zugestehen, indem er seine Qualitäten und sein Niveau nicht so abrufen kann, wie wir es von ihm gewohnt sind“, äußerte Löw.

Über seine eigene Leistung sagte der Mittelfeld-Star: „Jeder hat doch heute Fehler gemacht! Man muss die Kirche im Dorf lassen. Wir haben 4:0 gewonnen und sind Erster! Was erwarten die Leute? Wir können nicht immer nur Hacke, Spitze – eins, zwei, drei spielen.“

jj

Quelle: tz

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