Podolski muss Toni ersetzen – und sich diesmal beweisen

Schweini: „Poldi, mach das Siegtor!“

Freut sich auf seine Chance: Lukas Podolski.
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Freut sich auf seine Chance: Lukas Podolski.

München - Lange hat Lukas Podolski auf diese Situation gewartet – jetzt ist sie da: nach der Verletzung von Luca Toni wird Poldi gegen Wolfsburg endlich wieder von Beginn an auflaufen.

Und: Nach der ausführlichen Untersuchung bei Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt steht fest: Toni fällt mindestens zwei, eher aber drei Spiele aus. Die Diagnose: Rippenprellung und Muskelentzündung.

Für Poldi ist die Verletzung seines Konkurrenten eine Riesen-Chance. Denn endlich geschieht das, was Poldi seit langem fordert: Er darf mehrere Spiele am Stück von Beginn an machen. Und nicht immer nur Joker sein, der zur 60. Minute kommt und dann gleich treffen soll. Immer wieder hatte Podolski Kritik mit der Aussage gekontert, dass er ja gar nicht die Chance bekommen habe, einmal über mehrere Spiele in Folge seine Klasse zu zeigen. „Wenn ich von Anfang an spiele, dann treffe ich auch“, pflegte er zu sagen. Zumindest in der Nationalmannschaft stimmte das meistens. Seine Bilanz dort: 59 Spiele, 31 Tore. Eine Weltklasse-Quote – aber jetzt muss Poldi seine Chance auch bei Bayern nutzen!

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Sein Nationalmannschafts-Kumpel Bastian Schweinsteiger drückt Poldi die Daumen. „Ich persönlich freue mich sehr für ihn, dass er von Beginn an spielt. Er ist ein ganz anderer Typ als Luca Toni, er kommt mehr aus dem Raum. Dann kann er uns mit seiner Durchsetzungskraft, seiner Schnelligkeit und seiner Power eine große Hilfe sein“, sagte Schweinsteiger.

Trainer Jürgen Klinsmann setzt den Stürmer dagegen etwas unter Druck: „Ich weiß, die Situation ist im Moment nicht einfach für ihn. Jetzt bekommt er seine Möglichkeit aufgrund der Verletzung – und jetzt muss er sich reinknien. Das wird er auch tun, das wissen wir“, sagt Klinsmann.

Die Frage aber bleibt: Hat Podolski überhaupt eine echte Chance, sich gegen Toni und Klose durchzusetzen? Klinsmanns Aussagen lassen Zweifel aufkommen. „Wir beobachten ständig, wie die drei drauf sind. Die jetzige Situation ist eine immer wiederkehrende Situation, das wird es immer wieder geben. Man weiß ja nie, was passiert, der Sport ist immer für Überraschungen gut“, orakelt Klinsmann. Im Klartext: Poldi spielt nur, wenn einer seiner Stürmerkollegen wegen einer Verletzzung ausfällt. Schweini findet das schade: „Es würde mich freuen, wenn er wieder so spielen würde wie gegen Russland. Wie er da das Tor gemacht hat, genauso kenne ich ihn. Ich hoffe, dass er das wieder zeigt.“

Poldi helfen also nur Tore. Denn klar ist auch: Wenn er in jedem Spiel ein Tor macht, kommt der Trainer nicht mehr an ihm vorbei. Schweini: „Das Beste für ihn wäre, wenn er gegen Wolfsburg das Siegtor schießen würde.“ Die Fans drücken die Daumen.

Jan Janssen

Quelle: tz

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