Immer wieder die Serie A

Rassismus-Eklat um Lukaku: Italienisches Sportgericht mit unfassbarem Urteil 

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Romelu Lukaku wurde im Spiel gegen Cagliari von den Fans rassistisch diskriminiert.

Romelu Lukaku wechselte im Sommer zu Inter Mailand. Dort sieht er sich immer wieder mit rassistischen Beleidigungen konfrontiert. Nun fällte das Sportgericht ein unfassbares Urteil.

Update vom 17. September 2019: Die mutmaßlich rassistischen Sprechchöre gegen den belgischen Fußball-Nationalspieler Romelu Lukaku Anfang September werden für den gastgebenden Club Cagliari Calcio keine Sanktionen zur Folge haben. Dies entschied ein Sportgericht am Dienstag, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

In der Ligapartie zwischen Cagliari und Inter Mailand am 1. September war Lukaku kurz vor, während und kurz nach der Ausführung seines Elfmeters zum 2:1-Sieg für Inter mit Affenlauten bedacht worden, die bei der TV-Übertragung im italienischen Fernsehen deutlich hörbar waren.

In der Begründung des Gerichtes heißt es laut Ansa, vor einem von Lukaku geschossenen Elfmeter hätten sich zwar Chöre, Geschrei und Pfiffe aus der Nordkurve - wo die heimischen Fans gewöhnlich sitzen - erhoben. Sie seien aber weder vom Dienstpersonal noch von Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft als diskriminierend wahrgenommen worden, hieß es. Lukaku hatte sich nach dem Spiel Inters in Cagliari in den sozialen Netzwerken über die Schmähungen entrüstet.

Im Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und FC Barcelona waren ausgerechnet Marc-Andre ter Stegen und Mats Hummels die besten Spieler auf dem Platz. Die Fans und Medien feiern die beiden und kritisieren auch Joachim Löw.

Rassismus-Eklat in Italien: Experte beleidigt Lukaku live im TV mit üblem „Bananen“-Spruch

Update vom 17. September 2019: Der italienische Fußball hat seit Jahren ein Rassismusproblem - immer wieder sehen sich dunkelhäutige Spieler mit Affenlauten und rassistischen Beleidigungen in den Stadien konfrontiert. Doch während sich die deplatzierten Äußerungen zuletzt auf Stadien wie die Sardegna Arena in Cagliari beschränkten, finden sie sich seit dem Wochenende auch im italienischen Fernsehen wieder - zum Leidwesen Romelu Lukakus.

Romelu Lukaku: Inter-Neuzugang wird live im TV rassistisch beleidigt

Inter Mailands Neuzugang Lukaku konnte mit dem Wochenende eigentlich zufrieden sein, die Nerazzurri besiegten Udinese Calcio mit 1:0 und thronen weiterhin ungeschlagen von der Tabellenspitze. Was sich im Nachgang der Partie allerdings im italienischen Fernsehen abspielte, konnte dem Belgier mit kongolesischen Wurzeln nicht gefallen, abermals wurde der bullige Stürmer rassistisch beleidigt. Erst vor kurzem hatten ihn Anhänger von Cagliari Calcio beschimpft. 

Romelu Lukaku: live im TV rassisitisch verhöht: „Zehn Bananen, die ... “

TV-Experte Luciano Passirani ließ sich in der Sendung „Qui Studio a Voi Stadio“ auf dem AC-Milan-nahen Sender „Telelombardia“ zu einer völlig deplatzierten Äußerung hinreißen. Darauf angesprochen wie man Lukaku stoppen könne, antwortete der 80-Jährige: „Wenn du gegen ihn ins Eins-gegen-eins musst, bist du tot – du fällst auf den Boden. Außer du hast zehn Bananen, die du ihm zum Essen geben kannst.“ 

Rassismus im italienischen Fußball - eine unrühmliche Kombination, die offenbar weiter um sich greift. Der Sender reagierte mittlerweile auf das Echo der Aussage und kündigte an, Passirani nicht mehr einzuladen.

Kurios: Inter lässt Rekord-Neuzugang vorerst wohl nicht spielen - diesen Anlass sollte ein Profi nicht geben

Update vom 17. August 2019: 76 Millionen Euro blätterten die Nerazzurri für den belgischen Superstar hin. Trotzdem verweigern sie ihm wohl momentan einen Platz im Kader. Lukaku soll erst seine Gewichtsprobleme beseitigen, berichtet der Corriere dello Sport.

Angeblich ist der Stoßstürmer mit einem Gewicht von 104 Kilogramm in Mailand eingetroffen, die Verantwortlichen verlangen nun, dass er sich unter die dreistellige Marke trainiert.

Lukaku soll diese Ansage akzeptiert haben und nun in seiner Freizeit schwitzen. Er hatte bereits kurz nach seinem Wechsel überrascht festgestellt, dass das Training bei Inter Mailand im Vergleich zu dem auf der Insel richtige „Arbeit“ sei. In Topform dürfte der Superstürmer noch gefährlicher sein. 

Lukaku-Transfer fix! Verein zahlt Rekord-Ablöse für bulligen Stürmer

Update vom 8. August 2019: Der Wechsel des belgischen Fußball-Nationalstürmers Romelu Lukaku vom englischen Rekordmeister Manchester United zu Inter Mailand ist perfekt. Der 26-Jährige unterschrieb am Donnerstag nach bestandenem Medizincheck einen Fünfjahresvertrag bis 30. Juni 2024, wie die Mailänder mitteilten. Nach Medienberichten soll die Ablösesumme rund 76 Millionen Euro betragen.

Lukaku, der bereits Mittwochnacht bei seiner Ankunft auf dem Flughafen Malpensa von rund 200 Fans begeistert gefeiert wurde, wäre damit der teuerste Spieler der Vereinsgeschichte. Lukaku ist Wunschspieler von Inter-Coach Antonio Conte.

Heiß auf diesen Top-Star aus der Premier League? FC Bayern soll sich erkundigt haben

München - Seit Sandro Wagner im Winter nach China gewechselt ist, haben die Bayern mit Robert Lewandowski nur einen nominellen Stürmer im Kader. Notfalls können Serge Gnabry oder Thomas Müller in der Sturmspitze einspringen. Jedoch sind beide auf anderen Positionen eingeplant. Mit Joshua Zirkzee aus der U23 der Bayern und Jann-Fiete Arp, der im Sommer vom HSV kommt, haben die Münchner zwar zwei vielversprechende Stürmer-Talente in der Hinterhand, diese sollen aber behutsam aufgebaut werden.

Lukaku als teurer Lewandowski-Backup

Für den Fall, dass Lewandowski mal verletzt ausfallen sollte, braucht der Rekordmeister eine Alternative. Romelu Lukaku könnte diese Alternative sein. Der belgische Stürmer von Manchester United hat seine Qualitäten schon öfters unter Beweis gestellt. Wie der „Telegraph“ berichtet, sollen sich die Bayern nach dem Stürmer erkundigt haben. United, die im Sommer ebenfalls einen Umbruch planen, wollen ihn loswerden. Außer dem FC Bayern sollen wohl auch noch Paris St. Germain und Inter Mailand an ihm dran sein. Auf Transfermarkt wird sein Marktwert mit 85 Millionen beziffert. In der laufenden Saison hat er wettbewerbsübergreifend 15 Tore und 4 Assists erzielt. 

Der FC Bayern trifft in Fußball-Bundesliga auf Werder Bremen. Das Spiel können Sie in unserem Live-Ticker verfolgen. 

md

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