"Richtig stark, was der Kahn da geboten hat"

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Thomas Kraft verwirrte die FC-Bayern-Experten

Mailand - Nach der Gala-Vorstellung von Thomas Kraft kommen selbst die FC-Bayern-Experten durcheinander. Die Viererkette gibt derweil weiteren Anlass zur Kritik. Die Stimmen zum Spiel:

Mailand? Von wegen, das am Mittwoch war mehr als ein normales Champions-League-Spiel für Louis van Gaal und die Seinen! Es war die ganz große Bühne – endlich wieder. Das gab der Coach seiner Mannschaft auch genau so mit auf den Weg: „Dies ist eine große Herausforderung: Die ganze Welt guckt zu und wird uns beurteilen.“

Und diesem Urteil konnte Mario Gomez mal wieder gelassen entgegen sehen – der Mann trifft einfach immer. „Ich hab’ zwar eine Chance versemmelt und einen schweren Stand gehabt. Aber am Ende ist mir noch der Treffer gelungen.“

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Gomez öffnet das Tor zum Viertelfinale

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Aber was der sky-Experte Stefan Effenberg zu seinem Ex-Klub zu sagen hatte, das dürfte einem Teil der Mannschaft nicht besonders gut gefallen haben: der Defensive. „Wenn es funktionieren soll, dann kann es nur einen geben in der Defensive, der die Kommandos gibt. Das ist bei Bayern nicht der Fall. Da hast du Holger Badstuber, der ist noch jung – und daneben keinen, der die Richtung vorgibt. Aber es ist eben so: Willst du diesen Henkelpokal gewinnen, dann brauchst du eine starke Abwehr und davor einen starken defensiven Block!“

Den haben die Bayern nicht. Dafür, dass die Chance aufs Viertelfinale immer noch richtig groß ist, sorgte am Mittwoch neben Mario Gomez’ 1:0 vor allem Keeper Thomas Kraft. Der weckte in Effe offenbar schon Erinnerungen an die guten, alten Defensivzeiten der Bayern. „Das war richtig stark, was der Kahn da geboten hat. Entschuldigung, ich meine natürlich Kraft…“, meinte Effenberg.

Und Gomez lobte seinen Keeper ebenfalls. „Kraft? Ja, das war fantastisch, wie der gehalten hat. In einigen Situationen hat er einfach super pariert, die Bälle gingen ja zum Teil richtig platziert ins Eck und er hat sie mit seiner Hand bekommen.“

Dennoch so Effenberg, muss die Defensive noch arbeiten, auch wenn in der zweiten Hälfte mit Breno etwas mehr Stabilität kam: „Wir haben, als wir damals den Champions-League-Titel geholt haben, auch offensiv gespielt. Zunächst… Aber mit jeder Runde sind wir defensiver geworden. Wenn es gegen Manchester ging oder andere große Teams, dann haben wir gesagt: Jetzt sollen die mal zeigen, was sie können – und wir machen immer unser Tor.“

Dass dieses Rezept zumindest zur Hälfte aufgehen könnte, dafür sorgt bekanntlich die Bayern-Flügelzange und Torgarant Mario Gomez. „Die sind unfassbar stark in der Offensive, Ribéry und Robben sind vielleicht wirklich die besten der Welt“, glaubt Effenberg.

Ganz im Gegensatz zur zweiten Zutat des Erfolgsrezepts, der Abwehr. Die nahm Franz Beckenbauer bei Sat.1 aufs Korn: „Wann immer die gespielt haben, sind zu viele Fehler gemacht worden.“ Das Problem an der Sache: irgendwer spielt ja immer in der Abwehr… Franz weiter: „Die Tatsache, dass van Gaal immer wechselt, zeigt: Er selbst hat seine Zweifel und weiß nicht, wem er vertrauen kann.“ Nur vorne, da weiß van Gaal das ganz genau: der Mann heißt Gomez.

tz

Quelle: tz

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