Ribéry wieder kaputt – wegen Trainer van Gaal?

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Ribéry fehlt weiter. Van Gaal sieht beim gesamten Team Rückstand, „aber Franck hatte noch weniger Training“.

München - Irgendwie passte es zum Holper-Start in die neue Saison. In aller Abgeschiedenheit wollte Louis van Gaal am Donnerstag für das Spiel in Mainz trainieren. Geheim-Training war angesagt. Daraus wurde nichts.

Weil der Holländer auf dem Nebenplatz üben ließ, verfolgten gut hundert Fans die Einheit hautnah am Zaun, direkt hinterm Tor von Michael Rensing. Jede Anweisung van Gaals war zu hören, jeder Spielzug konnte verfolgt werden. Streng geheim? Eher freie Einsicht…

„Da können wir nichts machen. Hinter dem Trainingsplatz verläuft ein öffentlicher Weg, da können wir niemand verbieten zu stehen“, erklärt Christian Nerlinger der tz. Ist ein Sichtschutz die Lösung? Nerlinger: „Schau ma mal, ob wir da was machen.“ Denn der Trainer legt großen Wert auf ungestörte Einheiten – selbst eigenen Mitarbeitern passiert es inzwischen, dass van Gaal sie beim Zuschauen vom Trainingsplatz verbannt.

Am Donnerstag wurde nichts aus dem Top-Secret-Training. Aber selbst die findigsten Kiebitze mussten ganz genau hinsehen, um Franck Ribéry zu entdecken. Der Franzose trainierte fernab, auf dem Hauptplatz. Einzeltraining mit Fitnesscoach Thomas Wilhelmi, in Turnschuhen. Sprints, Sidesteps – alles klar für den Einsatz in der Startelf gegen Mainz? Denkste! Der Dribbler darf sich die Säbener Straße in den nächsten Tagen ganz genau anschauen. Van Gaal verordnete ihm Aufbautraining. In Mainz ist Ribéry nicht einmal im Kader.

Geheimtraining? Von wegen: Zahlreiche Fans verfolgten die Einheit am Donnerstag.

Der 26-Jährige erlitt einen Rückschlag, weil er zu viel wollte – und sowohl Nationaltrainer Domenech und van Gaal ihn spielen ließen. „Ribéry ist verletzt. Er kann nicht spielen gegen Mainz. Ich denke, es war eine falsche Entscheidung, ihn letzten Samstag spielen zu lassen“, erklärt van Gaal mit Blick auf den 28-Minuten-Einsatz gegen Bremen: „Jeder Spieler muss einen sehr guten Trainings-Konditions-Aufbau haben. Ribéry war mehr verletzt, als er gespielt hat.“ Der Franzose wollte zu früh zu viel – dabei hielt van Gaal extra Rücksprache mit ihm. „Er hat gesagt, dass er sich gut fühlt. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht“, erläutert der Trainer. Doch die Belastung sei zu groß gewesen: „Er hat für Frankreich 30 Minuten gespielt, bei uns über 20 Minuten – und man hat gesehen, dass er nicht in guter Verfassung war. Dann hat er Sonntag trainiert. Das war zu viel. Wenn man das jetzt betrachtet waren die Einsätze eine falsche Entscheidung.“

Nun muss Ribéry „eine Woche sehr physisch trainieren“, sagt van Gaal: „Hoffentlich kann er dann 20 Minuten gegen Wolfsburg spielen.“ Über die Position bei seiner Rückkehr sind sich Star und Trainer allerdings immer noch nicht einig. Van Gaal im Wortlaut: „Ribéry muss noch bestätigen, ob er auf der Zehn spielen kann. Ich habe viele Gespräche mit ihm gehabt. Natürlich hat er mir gesagt, dass er lieber links spielt. Ich mache nie etwas gegen den Willen des Spielers. Aber ich muss entscheiden, ob er woanders besser ist. Ich denke, dass ich Spieler überzeugen kann. Mit vielen kann ich das, vielleicht aber nicht mit Ribéry.“ Alles klar?

Sicher ist: Auch Luca Tonis Rückkehr verzögert sich. Der Italiener kam Donnerstag-Abend an die Säbener Straße, am Freitag wird er von Dr. Müller-Wohlfahrt untersucht. „Danach machen wir einen Plan wie für Franck“, sagt van Gaal. Überhaupt erbittet sich der Holländer Zeit: „Ich taste noch immer ab, was der richtige Spielstil bei dieser Mannschaft ist. Ohne van Bommel, Demichelis, Ribéry und Toni ist das schwierig.“ Aber bei allen Problemen bleibt van Gaal locker: „Wir haben einen neuen Trainer, viele neue Spieler. Am Ende werden die Preise verteilt, nicht jetzt.“

ta

Quelle: tz

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