Jetzt kommt Jupp ins Rotieren

Ribéry verletzt: Heynckes gegen Schalke in Zugzwang

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Jupp Heynckes (l.) fährt ohne Franck Ribéry nach Gelsenkirchen.

München - Es ist eines der Topduelle der Bundesliga: Bayern tritt auf Schalke an. Doch Franck Ribéry fehlt verletzt, Coach Heynckes muss umplanen. Wer ist von der Rotation betroffen?

Rund 30 Fans hatten sich am Freitagnachmittag an der Parkschranke der Säbener Straße versammelt. Sie warteten am Bus des FC Bayern, Block und Stift in der Hand, um noch Autogramme von Schweini & Co. zu ergattern, bevor diese sich auf den Weg zum Bundesliga-Kracher nach Schalke (15.30 Uhr, Sky & Liga total!) machten. Nach und nach bestiegen die Stars den Bus. Martinez, Schweinsteiger - nur einer fehlte: Franck Ribéry. „Er fährt nicht mit“, sagte Jupp Heynckes den Fans, die vergebens auf den Franzosen warteten.

Kurz zuvor hatte Ribéry noch ein leichtes Lauftraining mit Diego Contento absolviert, für einen Einsatz gegen die Knappen scheint es aber angesichts seiner anhaltenden Muskelbeschwerden nicht zu reichen. Ausgerechnet Ribéry, der schon beim 3:1-Erfolg gegen Mainz nicht dabei sein konnte und nach einer Halbzeit gegen Valencia nun erneut passen muss. Dabei war es genau Ribéry, der im vergangenen Jahr mit zwei Auflagen maßgeblich zum 2:0-Sieg gegen S04 beigetragen hatte. Damit kommt Jupp ins Rotieren, aus seinem Credo wird eine Not: Der Coach muss erneut durchwechseln.

Viel ausmachen wird es ihm aber nicht, schließlich verfügt er über ausreichendes und obendrein noch qualifiziertes Personal. „Da muss man schon gewisse Garantien haben, um solche Wechsel auch vollziehen zu können“, so der 67-Jährige. „Und es ist so, dass wir auf allen Positionen unberechenbar sind, da ich viele Optionen aufgrund unseres hochwertigen Kaders habe.“

Die Frage lautet: Sind auch die Spieler mit Don Jupps lex rotatio einverstanden? Arjen Robben zumindest befand, dass zu viele Wechsel auch nicht gut seien. „Es ist wichtig, dass man den Rhythmus behält, auch in der Mannschaft“, so der Holländer. „Automatismen sind auch wichtig.“ Schenkt man dem Coach Glauben, vertrauen seine Spieler aber vollends auf sein Prinzip. Heynckes: „Wichtig ist, dass die Mannschaft positiv darauf reagiert. Das tut sie.“ Wen es - neben Ribéry - auf Schalke noch treffen könnte?

Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen zum Schalke-Knüller:

Die Offensiv-Frage: Lässt der Coach wieder Pizarro ran, oder kehrt Mandzukic in die Startelf zurück? Pizarro selbst vermutete, dass der Kroate den Vorzug bekommen würde. Darauf angesprochen musste Heynckes schmunzeln. „Sehen Sie, die Spieler nehmen mir alles vorweg“, so der Coach. Es deutet alles daraufhin, dass Mandzukic beginnt. Ob er aber wieder einen Elfmeter schießen darf, ist eine andere Frage...

Die Defensiv-Frage: Belässt Heynckes die Abwehr so? Gehen Schweini und Martinez in ihre zweite Partie von Beginn an? Alles andere scheint unwahrscheinlich, wobei Don Jupp klarstellte, dass „kein Teil der Mannschaft“ von der Rotation ausgeschlossen ist.

Die Ribéry-Frage: Wer nimmt den Platz des Franzosen ein? Infrage kommen Müller und Shaqiri, der Oberbayer dürfte aber aufgrund starker Leistungen den Vorzug bekommen. Wobei Heynckes hier großen Spielraum hat - siehe die Partie gegen Mainz 05, als er auf einmal Kroos auf links, Shaqiri auf rechts und Müller in die Zentrale zog. Man darf also wieder gespannt sein...

J. Carlos Menzel Lopez

Quelle: tz

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