Ribéry: Comeback für Frankreich

Ribery
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Franck Ribéry spielt seit 2007 für den FC Bayern.

Paris - Franck Ribéry, Mittelfeld-Superstar vom FC Bayern, wird zusammen mit Abwehrspieler Patrice Evra von Manchester United zum ersten Mal seit der WM wieder für Frankreich auflaufen.

Frankreich begnadigt Franck Ribery: Bayern Münchens „WM-Rebell“ steht erstmals seit dem Eklat im WM-Sommer im Kader der französischen Fußball-Nationalmannschaft. Dies gab Trainer Laurent Blanc am Donnerstag bekannt und berief auch den früheren Kapitän Patrice Evra in den Kader für die anstehenden Länderspiele. Teile der Mannschaft hatten bei der WM in Südafrika das Training verweigert, was am Ende zum Sturz von Trainer Raymond Domenech führte.

Blanc hatte sich bereits am Mittwoch in München während des Champions-League-Spiels der Bayern gegen Inter Mailand (2:3) ein Bild von Riberys Form gemacht und mitgeteilt, es sei „unumgänglich, ihn in Bestform ins Team zu holen“. Frankreich trifft am 25. März zunächst in der EM-Qualifikation auf Luxemburg sowie vier Tage später in einem Test-Länderspiel auf Kroatien.

Er hat das Comeback jedoch mit Auflagen verbunden. Vor allem Richtung Ribéry sagte er, nachdem was geschehen sei, müsse man ein mustergültiges Verhalten an den Tag legen. Der Bayern-Star müsse sich gut benehmen, sonst werde es “radikale Entscheidungen“ geben. Zudem müsse Ribéry “gewisse Dinge akzeptieren und denjenigen, die sich Fragen stellen, die besten Antworten geben“, so der 45-jährige Coach.

Die Krankenakte Ribéry

strecke

Ministerin Jouanno, die schon Ende Januar eine Berufung von Ribéry und Evra als “inakzeptabel“ zurückgewiesen hatte, übte wenige Stunden vor Bekanntgabe des Kaders erneut Druck auf Blanc aus. “Es hat keine Entschuldigung (der beiden) gegeben. Ich würde eine Nominierung bedauern“, sagte sie am Donnerstag in Paris

Ribery und Evra gehörten in Südafrika zu den Rädelsführern des Spielerstreiks nach der Suspendierung von Angreifer Nicolas Anelka durch Domenech. Anelka wurde als Konsequenz für 18 Spiele aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen, Evra für fünf, Ribery für drei. „Im Nachhinein sehe ich diese Mannschaft als eine Gruppe von verantwortungslosen kleinen Gören“, hatte Domenech zuletzt in einem Interview mit der französischen Tageszeitung L'Express gesagt.

Frankreich war bei der WM in der Vorrunde sieglos ausgeschieden. Höhepunkt der Blamage war der Trainingsstreik, mit dem die Profis gegen den Ausschluss von Nicolas Anelka protestierten. Der Stürmer hatte zuvor Trainer Raymond Domenech wüst beschimpft.

sid/dpa

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