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Wie will Bayern Reals Torrausch stoppen?

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Karim Benzema erzielte am Wochenende ein Marco-van-Basten-Gedächtnis-Tor. © getty

Madrid - Real Madrid, potenzieller Halbfinalgegner des FC Bayern in der Champions League, führt weiter unangefochten in der spanischen Meisterschaft. Die Königlichen sind auf Rekordjagd.

Bayern München kann sich auf einiges gefasst machen. Sollte der deutsche Rekordmeister am Dienstagabend das Halbfinale der Champions League erreichen, und sollte es ihm am Mittwochabend wie zu erwarten Real Madrid gleichtun, bekommt er es mit einer furchteinflößenden Tormaschine zu tun. Angetrieben wird sie von Cristiano Ronaldo, Karim Benzema und Gonzalo Higuain, die beim 5:1 (3:0) am Samstag gegen CA Osasuna alle Treffer erzielten und auf dem besten Wege sind, die spanische Fußball-Geschichte umzuschreiben. Bei Real läuft es wie geschmiert.

Acht Spieltage stehen noch aus, der Rekordmeister liegt sechs Punkte vor Titelverteidiger FC Barcelona, der mit einem 2:0 (1:0) gegen Athletic Bilbao wenigstens Schritt hielt. Die erste spanische Meisterschaft nach vier Jahren steht für Cristiano Ronaldo freilich außer Frage: „Der Gedanke, dass wir die Liga nicht gewinnen können, hat keinen Platz in meinem Kopf“, sagte der Portugiese nach dem Schützenfest gegen Osasuna. „Die Mannschaft“, ergänzte er nach dem 1500. Liga-Sieg von Real Madrid, „spielt spektakulär, wir müssen so weitermachen, auch in der Champions League.“

In der Königsklasse sieht nach dem 3:0 bei APOEL Nikosia alles nach einem Halbfinale gegen den FC Bayern (2:0 bei Olympique Marseille) aus, daneben ist Real drauf und dran, eine Bestmarke nach der anderen zu zerbröseln. Madrid hat in der Liga nun schon 100 Treffer erzielt, der selbst gehaltene Rekord von 107 steht seit der Saison 1989/90. Cristiano Ronaldo, der Franzose Benzema und der Argentinier Higuain haben nun 99-mal in allen Wettbewerben getroffen, bislang halten Lionel Messi, Samuel Eto'o und Thierry Henry die Bestmarke, aufgestellt 2008/09 für den FC Barcelona (100).

Diese Deutschen spielten bei Real Madrid

Damit nicht genug: Während Sami Khedira am Samstag wegen Krankheit fehlte und Mesut Özil in der 81. Minute ausgewechselt wurde, drehte Cristiano Ronaldo richtig auf. In der siebten Minute servierte er Benzema eine Flanke, die dieser mit einer Kopie des Tores von Marco van Basten im EM-Finale 1988 abschloss. Das sei „ein Tor aus einer anderen Welt“ gewesen, sagte Trainer Jose Mourinho. Sein Landsmann Ronaldo traf später noch zweimal selbst (37./70.), er hat nun schon wieder 37 Tore in der Meisterschaft geschossen, nur drei fehlen ihm noch zum eigenen Rekord aus dem Vorjahr (40).

Nur einer hat Cristiano Ronaldo und Real noch etwas voraus. Lionel Messi erzielte beim Sieg gegen Bilbao, das noch erkennbar müde war nach dem 4:2 zwei Tage zuvor in der Europa League bei Schalke 04, seinen mittlerweile 56. Treffer in dieser Saison - alle Wettbewerbe zusammengerechnet. Cristiano Ronaldo hat in dieser Rechnung neun Treffer weniger auf dem Konto.

Lokalrivale Atletico scheint derweil für das Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League bei Hannover 96 am Donnerstag gerüstet. Der neunmalige Meister bezwang den FC Getafe 3: 0 (1:0). Tore von Eduardo Salvio (24.), Diego (63.) und Radamel Falcao (78.) brachten Atletico zumindest vorübergehend auf den siebten Rang. Der frühere Bundesliga-Profi Diego war einer von fünf neuen Spielern, die Trainer Diego Simeone nach dem 2:1 im Hinspiel gegen 96 von Beginn an brachte. Das Sportblatt Marca befand: „Ein Derby zum Erholen für Atletico.“

SID

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