Nerlinger über neuen Olic-Vertrag: "Alles möglich!"

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Ivica Olic hatte am Treffer zum 2:0 gehörigen Anteil.

München - Ivica Olic bekam von seinen Kollegen nach dem 2:0 gegen Wolfsburg nicht nur verbale Streicheleinheiten, sondern von Christian Nerlinger sogar eine Vertragsverlängerung in Aussicht gestellt. "Es ist alles möglich", so der Sportdirektor.

Gleich zwei Wolfsburger lagen im Tor, der Ball auch. Und den Bayern fiel für alle im Stadion recht gut hörbar ein gewaltiger Stein vom Herzen. 2:0, die drei Punkte im Sack – da blieben keine Fragen mehr offen. Außer eine: Wer hat das Ding denn nun gemacht?

Nach dem Heber von Ivica Olic segelten in der Nachspielzeit die zwei Wölfe Felipe Lopes und Ricardo Rodriguez über die Linie, irgendwie landete die Kugel danach noch bei Arjen Robben. Und die Suche nach dem Torschützen begann. „Ich weiß es nicht“, meinte Publikumsliebling Ivica Olic anschließend. „Es ist schwer zu sehen. Ich hatte erst gedacht, der Ball war schon über der Linie, aber später im Fernsehen war es ganz knapp – und da war es gut, dass Arjen da war.“

Der Holländer bekam den Ball von Lopes gegen Bauch und Unterarm, danach war er endgültig drin. Und vorher? Wohl eher nicht. Aber das wollte Robben nicht zugeben, eine schöne Geste. „Es war Ivis Tor. Ich freue mich für ihn, er hat es verdient. Wenn er reinkommt, gibt er alles für die Mannschaft. Vielleicht wird es meinem Konto zugeschrieben, aber es ist sein Tor.“

Der Flügelflitzer in Geberlaune. Auf die Frage, ob er Olic diesen Treffer schenkt, antwortete Robben klar und deutlich: „Ja!“ Und so ganz allein stand er nicht da mit der Unterstützung für den Kroaten, der nach seiner langen Leidenszeit noch immer Probleme hat, den Anschluss ans Team zu finden. So erklärte Toni Kroos auf die Frage nach dem 2:0: „Ich sage mal so, der Ivi hat eine lange Zeit nicht gespielt, war lange verletzt. Da tun wir ihm mal einen Gefallen: Es ist sein Tor.“ Auch Christian Nerlinger redete nicht lange drumherum: „Ich würde mal sagen, das war Ivi seiner…“

Olic ist eben immer noch ein echter Sympathieträger in München. Dabei hatte er selbst bei der Partie gegen Wolfsburg noch einen Rückschlag erlitten. Gerade, als er sich zur Einwechslung bereit gemacht hatte und dem Bayern-Spiel neue Impulse verleihen sollte, traf Mario Gomez zum 1:0. Und Ivi musste die Trainingsjacke wieder anziehen. „Das war eine unglückliche Situation für mich, aber eine glückliche für die Mannschaft“, so Olic. „Denn der Grund, warum ich kommen sollte, war das 0:0. Der Trainer wollte mit zwei Stürmern spielen. Aber nach dem Tor habe ich auch verstanden, dass wir nicht das Risiko gehen müssen.“

Genau diese Einstellung und sein kämpferischer Stil auf dem Platz machen ihn so beliebt bei den Fans – und den Verantwortlichen. So bekräftigte Christian Nerlinger nach dem Spiel nochmals, dass im Sommer nicht zwingend Schluss sein muss mit der Beziehung FCB und Olic. „Das letzte Wort ist da noch nicht gesprochen. Es ist alles möglich“, erklärte der Sportdirektor der tz. Die Fans werden es gern hören.

mic, lop

Quelle: tz

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