Nerlinger: „Ich hoffe, Jauch hat um teuren Rotwein gewettet“

Christian Nerlinger schließt einen Neuer-Transfer im Winter aus
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Christian Nerlinger schließt einen Neuer-Transfer im Winter aus

München - Sportdirektor Christian Nerlinger glaubt an eine neue Sicherheit beim FC Bayern, fordert weniger Stammtisch-Weisheiten und spricht Klartext beim Thema Neuer. Das Interview:

Fußball-Deutschland hat wieder Respekt! Der deutliche Sieg der Bayern bei der Zitter-Eintracht hat gezeigt, mit welch großen Schritten die van Gaal-Truppe zurück in die Erfolgsspur findet. Ist der FC Bayern tatsächlich wieder ganz der alte? Sportdirektor Christian Nerlinger glaubt an eine neue Sicherheit, fordert weniger Stammtisch-Weisheiten und spricht Klartext beim Thema Neuer.

Wie zufrieden sind Sie nach dem 4:0 in Frankfurt, Herr Nerlinger?

Nerlinger: Wenn man das Spiel sieht, kann man nur zufrieden sein. Jeder weiß, wie schwierig so ein Pokalspiel in Frankfurt ist. Die Mannschaft hat sehr konzentriert gespielt, von Anfang an, dominant, Chancen erspielt und die auch in der ersten Halbzeit verwertet. Dann hatten wir einen geruhsamen Abend.

War die Chancenverwertung vielleicht der große Unterschied zu den letzten Auftritten?

Nerlinger: Wir hatten ein paar Spiele – ich erinnere an die Heimspiele gegen Köln oder Juventus – wo wir den Ball einfach nicht ins Tor bekommen haben, Latten- und Pfostentreffer hatten. Vielleicht war gerade das letzte Bundesliga-Heimspiel gegen Frankfurt mit dem Siegtreffer in der 88. Minute eine Art Erlösung, eine Befreiung für die gesamte Mannschaft. Jetzt geht es im hohen Rhythmus weiter: Stuttgart, Bordeaux, Schalke. Wir müssen dran bleiben, dann schauen wir mal. Hoffentlich sind wir anschließend überall noch weiter gut dabei.

Uli Hoeneß spricht sogar schon wieder von den „Mia-san-Mia-Bayern“.

Nerlinger: Ja, so schnell geht‘s (lacht). Im Ernst: Mir ist das in der Öffentlichkeit insgesamt zuviel Schwarz-Weiß-Malerei. Wir haben in der Bundesliga von den letzten möglichen 21 Punkten 16 geholt. Im DFB-Pokal sind wir weiter. Gut, Bordeaux war unglücklich. Aber wir dürfen nicht alle drei Tage von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt kommen. Die Mannschaft ist auf einem guten Weg und spielt hoffentlich auch weiterhin erfolgreichen Fußball. Ich sehe das sehr optimistisch.

Wie wichtig waren die ersten Pflichtspieltore für Miroslav Klose?

Nerlinger: Es ist für alle wichtig, auch für Luca Toni. Speziell die Stürmer brauchen diese Erfolgserlebnisse. Für beide war dieses Spiel in Frankfurt enorm wichtig.

Für Schlagzeilen sorgte diese Woche auch Bayern-„Insider“ Günther Jauch. Wie bewerten Sie seine Aussagen zu Neuer?

Nerlinger: Da ist überhaupt nichts dran. Aber mir ist letztlich völlig egal, was er von sich gibt. Ich hoffe, er hat mit Franz Beckenbauer um einen sehr teuren Rotwein gewettet.

Sprich: Manuel Neuer kommt nicht im Winter?

Nerlinger: Nein.

Interview: Tobias Altschäffl

Quelle: tz

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