Nerlinger: "Großkreutz hat uns motiviert"

München - Christian Nerlinger findet vor dem Top-Spiel lobende Worte für Borussia Dortmund, spricht über Bayern-Motivator Kevin Großkreutz und erklärt, warum der FCB die Nummer 1 ist.

Es sind noch genau 27 Stunden bis zum Mega-Duell gegen Dortmund. Doch Christian Nerlinger wirkt entspannt, als er die tz am Freitagnachmittag zum Termin in seinem Büro empfängt. Schnell bittet er seine Sekretärin vor dem Gespräch noch um einen Kaffee, „damit ich auch hellwach bin“, scherzt der Sportdirektor. Der 1:0-Sieg von Mailand verbreitet auch zwei Tage später noch gute Stimmung, Optimismus. „Ich bin davon überzeugt, dass unsere Mannschaft in den letzten Spielen wenig Punkte liegen lassen wird“, sagt Nerlinger voller Überzeugung. Das wohl wichtigste, auf jeden Fall aber prestigeträchtigste Liga-Duell steht am Samstag an: Der Kracher gegen Dortmund.

Nach den Scharmützeln im Vorfeld schlägt der gebürtige Dortmunder Nerlinger zu Beginn des Gesprächs versöhnliche Töne an. „So wie die Dortmunder sich in der Vorrunde präsentiert haben, muss man ihnen ein Kompliment machen. Das war überzeugender Fußball“, lobt der 37-Jährige die Schwarz-Gelben.

Da schau an! Respekt für das Auftreten der Dortmunder – auf dem Platz, wohlgemerkt. Denn die Sprüche waren Nerlinger zuletzt einen Tick zu offensiv. „Am Samstag wird man sehen, was davon zu halten ist, wenn es hart auf hart kommt“, sagt Nerlinger – mit Grüßen an Kevin Großkreutz. Nerlinger: „Er hat momentan einen positiven Lauf. Auf jeden Fall hat er aber unser Team motiviert…“

Großkreutz ist einer der vielen jungen Wilden des BVB. Die Mannschaft hat Potenzial. Wächst da ein Konkurrent auf viele Jahre heran? „Dortmund hat eine sehr klug zusammengestellt Mannschaft“, sagt Nerlinger, schränkt aber auch ein: „Der BVB spielt in der Bundesliga ein sehr gutes Jahr, aber kein gutes, was DFB-Pokal und Euro League betrifft.“ Da schied Dortmund kläglich aus.

Wer in Deutschland das Sagen hat, steht für ihn sowieso außer Frage: „Nicht nur der Verein als Ganzes, sondern auch die Mannschaft sehe ich als die Nummer eins in Deutschland. Wir haben eine international hochkarätige Mannschaft, die zu den Top Five in Europa gehört.“ Das stellten die Bayern nicht zuletzt beim großen Sieg gegen Mailand unter Beweis.

Ruhe ist deswegen noch lange nicht garantiert an der Säbener – denn das wichtigste Ziel bleibt die direkte Quali für die Champions League. „Ich kann erst ruhig schlafen, wenn wir endlich den zweiten Platz gesichert haben“, mahnt Christian Nerlinger. „So selbstverständlich ist das nicht, Leverkusen macht einen sehr gefestigen Eindruck.“

Für diese Stabilität muss nun auch van Gaal sorgen. Denn dass es die Bayern können – sogar in der sonst so wackligen Defensive! – haben sie in Mailand bewiesen. Die große Aufgabe für den Trainer, der intern mit seinem Selbstbewusstsein weiter aneckt: Konstanz in die Auftritte bringen, Platz zwei erobern – und Diskussionen um Jürgen Klopp beenden. Den hatte zuletzt Franz Beckenbauer als Nachfolger ins Gespräch gebracht. „Klopp passt hervorragend nach Dortmund, er ist ein sehr intelligenter Mensch. Er ist ein exzellenter Trainer“, lobt Nerlinger. Klingt fast nach mehr als den üblichen Nettigkeiten…

ta

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © sampics

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