Angreifer sucht seine Form

Müller analysiert sich und FCB: „Läuft nicht wirklich prickelnd“

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Thomas Müller (l.) sucht nach seiner Bestform.

Bremen/München - Zweimal gespielt, einmal ausgewechselt und noch keinmal getroffen - die persönliche Bilanz von Thomas Müller fällt 2017 bislang bescheiden aus. Der Bayer gibt sich selbstkritisch.

Immerhin: Auch ohne einen Müller in Bestform reicht es für den FC Bayern zu drei Punkten. Doch die Ansprüche an sich selbst und die Mannschaft sind andere. „Außer mit dem Ergebnis können wir nicht wirklich zufrieden sein“, sagte der 27-jährige der tz nach dem knappen 2:1 in Freiburg und sprach auch über seine eigene Leistung. „Auch bei mir persönlich läuft es nicht wirklich prickelnd. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Ich habe kein einziges Mal aufs Tor geschossen, so wird es natürlich auch schwer, einen eigenen Treffer zu erzielen.“ Erst ein einziges Saisontor, in diesem Jahr noch ganz ohne Treffer - Thomas will endlich wieder müllern!

Keine Freiräume, kein Patz für Müller

Es spricht für ihn, dass er sich nach seiner mäßigen Leistung in Bremen den Fragen stellte - selbstverständlich ist das heute nicht mehr. „Das war ein Spiel, in das wir als Mannschaft nicht wirklich reingefunden haben. Und ich hatte auch nicht viele Aktionen. So ehrlich muss man sein“, zeigte sich der sonst so treffsichere Angreifer gegenüber der tz selbstkritisch. Letzte Saison stellte er mit 20 Treffern einen persönlichen Rekord auf, in dieser Spielzeit ist der Fan-Liebling immer noch auf der Suche nach seiner Form.

„Es fühlt sich auf dem Platz nicht brillant an, wir müssen einiges verbessern“, so Müller weiter. Doch daran ist er nicht alleine schuld. Das Kombinationsspiel der Roten ist zu langsam und unpräzise, die Gegner haben immer wieder Zeit sich zu formieren. Zu selten gibt es freie Räume und Platz zwischen den Abwehrreihen. Doch genau das braucht Müller für sein Spiel.

Bayern müht sich zum Dreier in Bremen: Einer bekommt eine 2

Zum Ende des vergangenes Jahres schien es so, als hätten die Münchner diese Phase hinter sich gelassen nach fünf Siegen aus fünf Partien im Dezember. Das glaubte Müller auch: „Ich dachte, wir könnten den Schwung aus den letzen Spielen der Hinserie mitnehmen, aber in den letzten beiden Spielen haben wir uns sehr schwer getan.“ Das gilt auch für ihn. Obwohl er auf seiner Lieblingsposition hinter der einzigen Spitze Lewandowski ran darf, konnte der Weltmeister in Freiburg und Bremen nicht glänzen. Gegen Werder war nach 62 Minuten sogar schon Schluss für ihn.

„Taktisch“ nannte Carlo Ancelotti die Gründe für Müllers Auswechselung. „Natürlich will man in den engen Spielen bis zum Schluss drauf sein“, machte der keinen Hehl daraus, dass er gerne auf dem Platz geblieben wäre. Doch der Weltmeister ist Teamplayer durch und durch - und stellt sich auch in einer für ihn schwierigen Phase voll in den Dienst der Mannschaft. „Wir haben auch andere gute Spieler, daher muss man diese Diskussion nicht führen“, sagte er über seine Auswechslung.

Das Spiel im Ticker nachlesen!

Im Video: Der Doppelpass erklärt Müllers Krise

Video: snacktv

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