Marseille-Coach nennt Schweini "Scheissneigère"

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Didier Deschamps

Marseille - Didier Deschamps, Trainer von Bayerns Champions-League-Gegner Olympique, hat Bastian Schweinsteiger "Scheißneiger" genannt. Schlimme Entgleisung oder Versehen? Letzteres!

Didier Deschamps hat so seine Probleme. Und zwar nicht nur mit der sportlichen Talfahrt seines Teams. Schließlich hat sich Olympique Marseille nach fünf Niederlagen in Folge inzwischen auch noch aus dem Pokal gegen einen Drittligisten verabschiedet.

Auch die Aussprache macht ihm zu schaffen. Bei einer Pressekonferenz sprach er über den FC Bayern, auf den sein Team am 28. März und am 3. April in der Champions League trifft. Deschamps erklärt voller Respekt: "Sie haben Titel gewonnen. Sie haben Lahm, sie haben Boateng und Scheissneigère."

Die seltsamsten Fußballer-Namen

Wie bitte? Scheissneigère? Schlimme Entgleisung oder ein Versehen? Letzteres. Deschamps machte schlichtweg der für Nicht-Deutsche nun wirklich knifflige Name von Bastian Schweinsteiger zu schaffen. Die Entschuldigung folgte prompt. "Ich werde an meiner Aussage arbeiten müssen", erklärte Deschamps. Hier sehen Sie das Video der Panne und hier das der Entschuldigung

Deschamps' Aussprache ist nicht die einzige Baustelle bis zum Spiel nächste Woche. Die Zeitung Le Parisien schrieb, vor dem Heimspiel gegen den deutschen Rekordmeister im Stade Velodrome habe man das Gefühl, dass „die Bayern das Duell leicht und locker für sich entscheiden" können.

Ein Ex-Roter im Team: Bayern-Gegner Olympique im Porträt

Ein Ex-Roter im Team: Bayern-Gegner Olympique im Porträt

Für Franck Ribéry kommt es im Champions-League-Viertelfinale zu einem wohl emotionalen Duell mit seinem Ex-Club, für den er vor dem Wechsel zum FC Bayern von 2005 bis 2007 spielte. © dapd
Olympique Marseille hat die Champions League schon einmal gewonnen, 1993 - in München (1:0 gegen den AC Mailand). Bei OM spielte damals Rudi Völler. © dapd
An diesem Sieg haftet allerdings ein Makel: Im Jahre 2006 gestand der ehemalige Spieler Jean-Jacques Eydelie (Foto) der französischen Sportzeitung L'Equipe, dass mit Ausnahme von Völler alle Spieler für das Endspiel eine Injektion erhielten, deren Zusammensetzung nicht bekannt war. © dapd
Wegen des Skandals um den ehemaligen OM-Präsidenten Bernard Tapie (Foto), der vor einem Liga-Spiel gegen US Valenciennes Bestechungsgelder gezahlt hatte, wurde Marseille die französische Meisterschaft 1993 nachträglich aberkannt, darüber hinaus wurde der Verein 1994 in die 2. Liga zurückgestuft. Tapie wurde 1997 zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. OM war fast am Ende, wegen hoher Schulden stand der Klub Mitte der 90er Jahre am Rande der finanziellen Pleite. © dapd
2010 gewann OM erstmals nach 17 Jahren wieder den Meistertitel (und durfte ihn auch behalten), in der vergangenen Saison gewann die Mannschaft, die seit 2009 vom französischen Weltmeister Didier Deschamps (Foto) trainiert wird, den Pokal, in der Meisterschaft reichte es immerhin zu Rang zwei. Derzeit steht OM in der Liga (Ligue 1) nur auf Rang acht. © dapd
Für das Viertelfinale qualifizierte sich der Klub, in der Vorrunde Gegner von Borussia Dortmund, durch ein 1:2 im Rückspiel bei Inter Mailand (Hinspiel 1:0). © dapd
Stars von Olympique sind der zwischenzeitlich verletzte Angreifer Loic Remy ... © dapd
... sowie die Brüder Jordan und Andre (unten) Ayew - sie sind die Söhne von Abedi Pele, der einst für 1860 München spielte. An Andre zeigte auch der FC Bayern schon Interesse. © dapd
Neben Völler trugen früher auch die Deutschen Karl-Heinz Förster, Klaus Allofs und Andreas Köpke (Foto) das Trikot von Marseille. © dapd
Franz Beckenbauer war dort nach dem Weltmeister-Titel mit Deutschland vorübergehend sportlicher und technischer Leiter (1990/91). Ihm zur Seite stand Holger Osieck als Trainer. © sampics
Seine Spiele trägt OM im Stade Velodrome (hier im Vorfeld eines Rugby-Matchs) aus, das allerdings seit dem Umbau zur WM 1998 keine Radrennbahn mehr hat. Wegen des neuerlichen Umbaus ist die Arena, größtes Stadion für Vereinsfußball in Frankreich, derzeit erneut eine Baustelle. © dapd
Zum Team von Trainer Didier Deschamps gehört auch der frühere Bayern-Amateur Alou Diarra. © dapd
Stenogramm: Olympique de Marseille (OM). - gegründet: 1899. - Vereinsfarben: Weiß-Blau. - Präsident: Vincent Labrune. - Trainer: Didier Deschamps (seit 2009). - Erfolge: Champions-League-Sieger 1993, Champions-League-Finalist 1991 (0:0, 3:5 i.E. gegen Roter Stern Belgrad), 9-mal französischer Meister (zuletzt 2010, Titel 1993 nachträglich aberkannt), 10-mal Vizemeister (zuletzt 2011), 10-mal französischer Pokalsieger (zuletzt 1989). © dapd

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