tz-Interview

Mario Gomez: Ich tue, was van Gaal will

Mario Gomez
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Gegen Freiburg saß Mario Gomez wieder nur auf der Bank.

München - Mario Gomez und seine Bayern-Krise. Gegen Freiburg saß der Stürmer wieder nur auf der Bank, wurde nach 71 Minuten für Toni eingewechselt. Dann wirkte Gomez verunsichert und verkrampft.

Im tz-Interview spricht der Stürmer über seine Gefühlslage und erklärt, was der Trainer von ihm will.

Herr Gomez, wie gehen Sie mit Ihrer Reservistenrolle um?

Gomez: Damit muss ich mich jetzt auseinandersetzen. Das ist zwar frustrierend, das können Sie glauben, aber ich werde Gas geben und versuchen, den Trainer von mir zu überzeugen. Im Training und über die Spiele, wenn ich reinkomme. Ich hätte heute gerne ein Tor gemacht, es hat aber leider nicht geklappt.

Wie begründet der Trainer, dass Sie nicht in der Startelf stehen?

Gomez: Der Trainer muss ja nicht immer alles begründen. Er entscheidet eben so. Und wir Spieler müssen das akzeptieren. Natürlich ist das nicht einfach. Vor allem, weil ich ja eigentlich schon in der Mannschaft war, ehe er mich dann rausgenommen hat. Das ist eine Situation, die neu ist für mich. Ich muss jetzt versuchen, dem Trainer zu zeigen, dass ich ins Team gehöre.

Hatten Sie sich das so schwer vorgestellt?

Gomez: Nein, weil es am Anfang ja auch so war, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe mich super eingelebt in München, habe mich sehr wohlgefühlt. Und es lief ja eigentlich auch gut. Ich hatte mir in der Vorbereitung den Stammplatz geholt. Dann wurde ich nach sechs Spieltagen plötzlich rausgenommen. Ich muss das jetzt annehmen, es hilft nicht zu jammern oder zu lamentieren. Es ist nun mal so. Aber ich komme da wieder raus.

Wie wollen Sie diese Situation bewältigen?

Gomez: Ich darf jetzt nur nicht durchhängen, nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern muss auch einen kühlen Kopf bewahren. Und auf dem Platz nicht versuchen, Bäume auszureißen, gleich 100 Stück, sondern Schritt für Schritt zu gehen. Das ist nicht einfach, aber ich werde daran arbeiten.

Haben Sie etwas geändert, um wieder in die Mannschaft zu kommen?

Gomez: Ja, in der Hinsicht, dass ich jetzt noch mehr mache, was der Trainer von mir fordert.

Und was fordert er?

Gomez: Er hat mir gesagt, dass ich mehr in die Tiefe gehen, weniger die Räume eng machen soll.

Und das haben Sie umgesetzt?

Gomez: Nein, denn das ist kein so einfacher Prozess. Das geht ja nicht von heute auf morgen. Aber der Trainer fordert es von mir – und eigentlich passt das ja auch zu meinen Stärken. Ich muss mich nur noch daran gewöhnen, dass die Gegner so defensiv spielen.

Wie viel Groll ist in Ihnen?

Gomez: Na ja, sicher keine Freude. Weil die Situation nicht so ist, wie ich sie mir vorgestellt habe. Belastet Sie der Druck der hohen Ablöse vielleicht doch mehr als erwartet? Gomez: Überhaupt nicht.

Interview: Jan Janssen

Quelle: tz

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