Luiz Gustavo: "Am liebsten auf der Sechs"

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Luiz Gustavo spielt lieber im Mittelfeld als in der Abwehr.

München - Luiz Gustavo muss gegen Inter Mailand wahrscheinlich wieder in der Innenverteidigung ran. Der Brasilianer hilft gerne aus, betont aber auch, am liebsten im Mittelfeld eingesetzt werden zu wollen. Das Interview.

Sage und schreibe 15 verschiedene Viererketten hat Louis van Gaal in dieser Saison in der Abwehr des FC Bayern bereits präsentiert. Schon so etwas wie eine verzweifelte Suche des Holländers nach Konstanz in der Defensive. 33 Gegentore in 25 Bundesligaspielen unterstreichen die derzeitige Problemzone beim Rekordmeister. Auch wenn man zuletzt gegen allerdings fast apathisch auftretende Hamburger beim 6:0 hinten so gut wie nichts zuließ.

Mit Ausnahme der rechten Seite, wo Philipp Lahm immer gesetzt war, wurde in der Innenverteidigung und hinten links gewechselt, was das Zeug hält. Immer wieder durfte sich ein anderes Pärchen in der Zentrale beweisen, zuletzt gegen den HSV hieß es van Buyten/Luiz Gustavo. So wird aller Voraussicht nach auch die Innenverteidigung am Dienstag Abend in der Champions League gegen Inter Mailand aussehen. Wobei Gustavo, der erst im Winter aus Hoffenheim zu den Bayern gestoßen ist, auch irgendwann mal froh sein wird, wenn er sich auf einer Position festbeißen darf. Bisher war er linker Verteidiger, defensiver Mittelfeldspieler und Innenverteidiger. Die tz sprach mit ihm, auch über das permanente Wechselspiel.

Herr Gustavo, Louis van Gaal hat Sie gegen den HSV in der Innenverteidigung eingesetzt. Wie war’s?

Gustavo: Ich hatte ein ganz gutes Gefühl, weil ich schon ein paar Mal auf dieser Position gespielt habe. Es war ruhig hinten und ich bin sehr glücklich darüber, dass wir gewonnen haben.

Sie und Daniel van Buyten in der Innenverteidigung: Könnte das auch die Startformation für den Kracher gegen Inter sein?

Gustavo: Das weiß ich nicht, bis jetzt hat uns der Trainer noch nichts gesagt. Es ist durchaus möglich, dass Daniel und ich gegen Inter auflaufen. Ich denke, dass wir für Stabilität sorgen können, am Samstag hat es schon sehr gut geklappt. Aber das muss der Trainer entscheiden.

Am wohlsten fühlen Sie sich aber auf einer anderen Position, oder?

Gustavo: Am liebsten spiele ich natürlich auf der Sechs. Ich kann aber auch auf anderen Positionen spielen, ich bin ja hier, um zu helfen. Ich versuche immer alles zu geben, damit wir gewinnen.

Der Trainer hat in dieser Saison schon 15 verschiedene Abwehrformationen nominiert. Was halten Sie von den vielen Wechseln? Wäre eine klare Linie nicht  besser für das Selbstvertrauen?

Gustavo: Ich glaube nicht, dass es für das Selbstvertrauen besser ist. Für mich persönlich fände ich es besser, wenn ich die Möglichkeit bekommen würde, häufiger und länger auf einer Position zu spielen. Nur so kann ich in einen Rhythmus kommen, mich auf dieser Position verbessern und es dann auch auf dem Spielfeld zeigen. Trotzdem läuft es für mich sehr gut hier in München, ich bin zufrieden.

Interview: J. Carlos Menzel Lopez

Quelle: tz

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