Luca Toni will wieder treffen

Luca Toni: Kein Mitleid mit dem Club!

Luca Toni wünscht dem Club alles Gute - aber erst ab Sonntag!
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Luca Toni wünscht dem Club alles Gute - aber erst ab Sonntag!

Bayern-Stürmer Luca Toni weiß, wie man sich bei den deutschen Fans Sympathien verschafft. Und das geht so: Immer lächeln, höflich sein und auf bestimmte Fragen die richtige Antworten geben.

Zum Beispiel auf die, wer für ihn denn der Favorit bei der EM ist. „Germania“, antwortet Toni wie aus der Pistole geschossen, Deutschland also. Okay, und Frankreich auch ein bisschen, gibt Toni zu. So macht man sich Freunde.

In Nürnberg werden sich die Sympathien für den Top-Stürmer der Bayern in Grenzen halten. Denn vor dem Derby am Samstag (Anstoß: 15.30 Uhr) kündigt Toni an, auf die schwierige Situation des Clubs wenig Rücksicht nehmen zu wollen.

Kein Mitleid mit dem Club! „Wir sprechen doch über Fußball, oder? Nürnberg kann von uns keine Hilfe erwarten. Wir müssen die drei Punkte mitnehmen!“, sagt Toni. Auch wenn er weiß, dass die Luft für den Club immer dünner wird. Bei einer Niederlage könnten die Franken sogar auf den letzten Platz abrutschen.

Das würde auch Luca Toni nicht wollen. „Ich wünsche den Nürnbergern alles Gute und dass sie noch viele Punkte sammeln – aber erst ab Sonntag“, erklärt Toni. 26 Tore hat der Italiener in 34 Spielen für die Bayern erzielt – eine unfassbare Quote! Klar, dass beim Club und seinen Anhängern das großen Zittern vor Toni umgeht: „Die sollten nicht nur vor mir Angst haben, sondern auch vor Miro“, sagt Klose, der für den Fall eines Treffers auch wieder seinen berühmten „Ohrdreher“ ankündigte.

Und das ist nun wirklich nicht unwahrscheinlich, immerhin hat Toni die phänomenale Torquote von 0,76 Toren pro Spiel. Mittlerweile weiß die Liga: Luca Toni ist einfach nicht zu halten.

Fühlt er sich vielleicht sogar ein wenig unterfordert? „Nein, das nicht. Ich gebe immer alles und jetzt geht es doch erst richtig los. Jetzt kommen die wichtigen Spiele, in denen wir Punkten müssen“, sagt Toni. Die Bayern sind fest entschlossen, wollen Nürnberg ein weiteres Stück näher an die zweite Liga heranbringen.

Dort hält man sich mit Äußerungen bezüglich der Bayern sehr zurück. Ex-Trainer Hans Meyer wollte sich gegenüber der tz nicht aus der Reserve locken lassen. „Ich sage erst etwas, wenn Nürnberg zwei Spiele in Folge gewonnen hat. Sonst wird das nachher wieder falsch gedeutet und irgendetwas hineininterpretiert“, sagte Meyer. Die Nervosität beim Club – sie ist fast schon spürbar.

Denn Nürnberg steht am Abgrund, auch der Trainerwechsel vor sechs Wochen von Hans Meyer zu Thomas von Heesen hat nichts bewirkt. Aus sechs Bundesligapartien holte der Club magere drei Punkte – und jetzt kommen die Bayern. Die natürlich ihren Sieben-Punkte-Vorsprung gegenüber der Konkurrenz ausbauen oder zumindest halten wollen. „Wenn wir gegen Nürnberg gewinnen, stehen die Türen ganz weit offen“, sagt Bastian Schweinsteiger. Für die Bayern wären es die Türen zur deutschen Meisterschaft, für Nürnberg die Türen zur zweiten Bundesliga…

Quelle: tz

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