Mittelfeldspieler äußert sich zur Eingewöhnungszeit

Goretzka spricht über seinen Wechsel - und erzählt amüsante Mathelehrer-Anekdote

Leon Goretzka, hier nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg.
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Leon Goretzka, hier nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg.

Leon Goretzka ist beim FC Bayern München angekommen. Der Nationalspieler hat gezeigt, warum ihn der FCB holte. Nun spricht er über seinen Wechsel.

München - In den vergangenen Wochen kam Leon Goretzka weniger zum Einsatz - aber er hat schon deutlich gezeigt, warum er eine wichtige Rolle den Zukunftsplanungen sowohl des FC Bayern München als auch der Nationalmannschaft spielt. Der im Mittelfeld variabel einsetzbare 24-Jährige hat vor allem kurz nach der Winterpause mit vielen Toren die Truppe zur Aufholjagd gegen Borussia Dortmund angeführt. 

Im Januar zeigte Goretzkas Formkurve nach oben - er wurde sogar zum FCB-Spieler des Monats gewählt. Von seinen sieben Saisontoren erzielte er vier zwischen dem 18. Januar und dem 2. Februar. Dass er im März und im April weniger zum Zug kam, lag daran, dass Trainer Niko Kovac mit Thiago, Martinez und Müller eine Mittelachse gefunden hatte, die stabil von Sieg zu Sieg eilte. 

Leon Goretzka: Wechsel zu Bayern „wie ein Schritt ins Ausland“

In der aktuellen Printausgabe des Magazins DFL, in der es um die Hintergründe und Fakten zum deutschen Profifußball geht, wurde sich mit Goretzka unterhalten. Der Neuzugang sprach über seine Eingewöhnungszeit beim Rekordmeister und wie wohl er sich in München fühlt

„Nach einem Dreivierteljahr habe ich bereits das Gefühl: Ich bin hier komplett angekommen“, sagt der 24-Jährige. Der Schritt zum Rekordmeister sei für ihn ein bedeutender gewesen, den er mit viel Respekt angetreten sei. „Zum FC Bayern zu wechseln, ist sogar für einen deutschen Fußballer wie ein Schritt ins Ausland. Du warst noch nie auf dem Niveau, schaffst du das wirklich?“, fragte sich der Mittelfeldspieler.

Als sein Talent mit 17 erkennbar wurde, war sogar Real Madrid aufmerksam geworden, aber auch damals hatte sich schon der FCB für den Deutschen interessiert. Eine Situation, die für einen jungen Mann, der gleichzeitig noch Abitur machen wollte, ungewohnt ist. „Das war natürlich skurril. Du hörst an einem Tag, Real Madrid will dich, und am nächsten sitzt du wieder auf der Schulbank und versuchst zu verstehen, was der Mathelehrer an der Tafel erklärt“, so Goretzka. 

Leon Goretzka: Beim FC Bayern „musst du dich jeden Tag neu beweisen“

Warum es der FC Bayern München wurde und nicht der ebenfalls im Rennen gewesene FC Barcelona? „Ich kannte viele Bayern-Spieler aus der Nationalmannschaft, das machte es auch etwas einfacher. Es war ein Schritt in die Fremde, wo aber bekannte Gesichter auf dich warten“, spricht Goretzka über seinen Gedankengang. Er beschreibt seinen Weg von Bochum über Schalke nach München, als genau den richtigen. 

Einen besonderen Einblick gibt der Nationalspieler auch in den Trainingsalltag beim Rekordmeister. „Eine Trainingsintensität wie hier hast du in der Konstanz selten. Hier hast du nur Typen, die jeden Tag Gas geben. Wenn du dich bei anderen Clubs einmal beweist, hast du einen gewissen Status. Hier musst dich am nächsten Tag neu beweisen“, beschreibt er seine Mühen und unterstreicht: „Du brauchst einen gewissen Charakter, um es hier zu schaffen. Du musst mental unheimlich stark sein.“

Auch wenn er sich in der bayerischen Landeshauptstadt wohlfühlt, hat Goretzka seine Heimat nicht vergessen. Hin und wieder kommen alte Kumpels zu Besuch. „Ab und zu muss ich die schon wieder vor der Nase haben“, sagt der 24-Jährige. So ganz weg vom Profi-Dasein kommt der Mittelfeldspieler aber auch dann nicht. Nichtmal, wenn er sich die Oberliga-Spiele der SpVg Schonnebeck, bei der ein Spezl kickt, ansieht. „Immer achte ich darauf, welche Systeme gegeneinander spielen, was sich die Trainer wohl dabei gedacht haben. Das kann ich leider nicht abstellen. Einfach das Spiel genießen, das geht nicht, selbst wenn es nur Schonnebeck ist.“

ank

Bei Inter Milan hat der Ex-Kapitän Mauro Icardi mit einem Foto für Gesprächsstoff gesorgt. Er zeigte sich hüllenlos mit seiner Frau Wanda auf einem Tisch liegend

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