Kraft: Angebot bis 2013 nicht unterschrieben?

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Thomas Kraft trifft am Mittwoch auf Schalke 04 und Manuel Neuer

München - Vor dem DFB-Pokal-Halbfinale mit Schalke 04 stellt FC-Bayern-Keeper Thomas Kraft klar, dass es für ihn kein Duell mit Manuel Neuer gibt. Angeblich hat er ein Angebot der Bayern ausgeschlagen.

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Dieses Gegentor hatte eine Lehrstunde zur Folge. Für keinen der Beteiligten, dafür aber für Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein. Von Oliver Kahn gab es einen Gratis-Vortrag, Thema: Übergreifen, Überhand. Es ging um Nuri Sahins Treffer zum 2:1, ein traumhafter Schlenzer ins linke Eck. „Kraft steht absolut richtig. Aber er nimmt die rechte Hand“, urteilte der Titan über den sich vergeblich ­reckenden Thomas Kraft, „wenn er übergreift und die linke Hand nimmt, kann er den Ball vielleicht über die Latte lenken“.

Das ist nun Krafts Los: Über jeden Gegentreffer wird diskutiert. Und nach jedem Tor gefachsimpelt: Hätte Manuel Neuer den gehabt? „Er hat wieder normal geleistet“, urteilte Louis van Gaal nach Krafts Giganten-Spiel gegen Inter, „ich denke nicht, dass das schlecht war“. Speziell mit Blick auf kommenden Mittwoch werden die Debatten hitziger – dann ist Schalke im Pokal-Halbfinale zu Gast, stehen sich Kraft und Neuer direkt gegenüber.

Geht es nach den Verantwortlichen, soll der Nationalkeeper Kraft schon nächste Saison im Bayern-Tor beerben. Sieht der junge Mann aus dem Westerwald überhaupt noch Chancen, über Juni 2011 zu bleiben? „Ich kann hier weiterspielen, klar“, antwortet Kraft schnell.

Der 22-Jährige versichert: „Manuel Neuer beschäftigt mich nicht.“ Auch nicht vor dem Duell am Mittwoch. „Wir spielen gegen Schalke, nicht gegen Neuer“, sagt Kraft zur tz. „Für mich gibt es da keinen zusätzlichen Druck, kein Duell mit Neuer. Ich kenne keine Nervosität.“

Fans und Verantwortliche werden aber genau hinsehen. Die Bosse wollen nach wie vor mit Kraft verlängern, ihm einen Konkurrenzkampf mit Neuer ermöglichen.

Die "Bild" berichtet, dass die Bayern dem Youngster sogar schon einen lukrativen Vertrag bis 2013 angeboten haben, angeblich sogar mit Zufriedenheitsgarantie. Sprich: Wenn Kraft nicht genügend Einsätze bekommt, könne er eine Option ziehen und gehen. Doch der 22-Jährige will abwarten und nach der Saison entscheiden.

„Ich mache mir da keine großen Gedanken. Wir sprechen natürlich miteinander“, erklärte Kraft zu seinem im Juni auslaufenden Vertrag. „Es ist wichtig, dass ich spiele, dass ich gut halte. Das andere hat noch Zeit, darüber kann ich mir im Mai auch noch Gedanken machen.“

Doch eines ist klar: Kraft will die Nummer eins bleiben. „Für mich ist es wichtig, dass ich spiele. Das tue ich im Moment. Und das soll auch so bleiben“, meint der Torwart. „Aber darüber, wo es ist, mache ich mir momentan keine Gedanken.“

Deswegen hat er laut "Bild" das kolportierte Angebot auch ausgeschlagen. Motto: erst spielen, spiele, spielen, dann unterschreiben.

Während Kraft Spielpraxis sammelt, zerbrechen sich Andere den Kopf über die Torwart-Zukunft des FC Bayern. „Manuel Neuer kann in der Nationalelf eine Ära einleiten. Bei Kraft kann man nicht nach drei, vier Spielen sagen, dass er die neue Nummer eins ist“, spricht sich Oliver Kahn für den Schalker aus: „Wenn man wie Bayern die Strategie verfolgt, dass der deutsche Nationaltorwart im eigenen Verein spielt, muss man Neuer holen.“

Tobias Altschäffl / kim

Quelle: tz

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