So spannend war es ewig nicht mehr

Kommentar: Die Bundesliga bleibt doch noch heiß

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Da konnte Trainer Niko Kovac noch so brüllen - zu mehr als einem Punkt reichte es für die Bayern in Nürnberg nicht.

Der FC Bayern wird also auch die Saison 2018/ 2019 als Deutscher Meister beenden – zum siebten Mal in Serie. Diese Erkenntnis schien am Samstagabend nach dem bösen Dortmunder Derby-Patzer in Stein gemeißelt. Ein Kommentar.

Aber weit gefehlt: So spannend wie in der laufenden Spielzeit war es ewig nicht mehr. Und so wird es offenbar auch bis zum Ende bleiben. Auf der einen Seite fehlt der Bayern-Konkurrenz der letzte Tick, um die außergewöhnlich vielen Münchner Patzer dafür zu nutzen, die rote Meister-Serie zu unterbrechen. Andererseits wirkt das Team von Niko Kovac so verwundbar wie schon lange nicht mehr. Ausgerechnet die kleinen Klubs wie Fortuna Düsseldorf, SC Freiburg und gestern auch der 1. FC Nürnberg gerieten auf dem Weg zum Titel immer wieder zu fiesen Stolperfallen. Auch deshalb war der BVB dem Rekordmeister mit frechem Offensivfußball zwischenzeitlich neun Punkte enteilt. In München schrillten bereits nach dem peinlichen 3:3 gegen Aufsteiger Düsseldorf Ende November alle Alarmglocken. Aber nach der Winterpause wendete sich das Blatt, die Bayern-Stars schworen sich in Katar auf die Rückrunde ein – die klare Marschroute: Jetzt zeigen wir es allen Kritikern und Neidern. Nur eine Durchhalteparole? Keinesfalls!

Jonas Austermann aus der tz-Sportredaktion.

Wenn die Münchner Spieler den Mund aufmachen, dann liefern sie anschließend (meistens) auch. Zumindest in der Bundesliga stand plötzlich wieder ein FCB auf dem Rasen, der vor Siegermentalität nur so strotzte. Im Ruhrpott hingegen flatterten die Nerven, der BVB hatte plötzlich etwas zu verlieren. Das komfortable Polster verzockten die Dortmunder dann auch in bemerkenswertem Tempo. Kovac hatte vorab gedroht: „Wir sind bereit für die Jagd!“ Um im Bild zu bleiben: Die Münchner pirschten sich wie ein ausgehungertes Raubtier an den Spitzenreiter heran und bissen beim 5:0 im direkten Duell skrupellos zu. Das Ende aller schwarzgelben Hoffnungen? Nicht ganz! Drei Spiele vor Schluss liegt der BVB zwei Zähler hinter Bayern – nur zwei Zähler. Denn hätte der Rekordmeister gestern den Matchball in Nürnberg verwandelt, wäre das Polster doppelt so dick gewesen. So aber bleibt es in der Bundesliga bis zum Ende ganz heiß!

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Der Spiel-Ticker zum Nachlesen: Bayern holen nach wilder Schlussphase Remis beim Club - Meisterschaft bleibt spannend

Quelle: tz

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