König Franck ist wieder da

Franck Ribery wie man ihn kennt: dynamisch und voller Energie.
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Franck Ribery wie man ihn kennt: dynamisch und voller Energie.

Er hat ein dickes blaues Veilchen am rechten Auge, aber Franck Ribéry geht es so gut wie lange nicht mehr.

Nach drei Monaten Verletzungspause wegen seines Syndesmoserisses ist der Franzose auf dem Weg zurück zu alter Stärke und hat ganz nebenbei den FC Bayern ein Stück aus der Krise geführt. Seit seiner Rückkehr in die Stammformation hat der Fußball-Rekordmeister keines der sechs Spiele verloren.

„Wir haben auf seinen Spielwitz gewartet. Franck ist nicht zu ersetzen“, sagt Jürgen Klinsmann. Es ist auch Ribérys Verdienst, dass der nach dem schlechtesten Saisonstart seit 31 Jahren in die Schusslinie geratene Trainer wieder ruhig arbeiten kann. Auch bei seinem Comeback im französischen Nationalteam schoss der 1,70 Meter große Wirbelwind ein Tor beim 2:2 in Rumänien und rettete damit den Job von Nationaltrainer Raymond Domenech.

Ribéry selbst sieht sich trotz seiner doppelten Rettungsaktion derzeit allerdings erst bei 85 Prozent seines Leistungsvermögens und meint mit einem verschmitzten Grinsen: „Den letzten Schritt muss ich noch gehen, aber es wird nicht mehr lange dauern.“ Gegen den VfL Wolfsburg leitete Ribéry mit seinem ersten Saisontreffer zum 1:2 die Aufholjagd zum 4:2-Sieg ein und nahm den bei einem Zweikampf eingehandelten Bluterguss am Auge mit einem Schulterzucken hin.

Frankfurt - FC Bayern: Die Spieler in der Einzelkritik und weitere Bilder der Partie

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Auch beim Sieg in Frankfurt war Ribery wieder Torschütze - der Franzose erzielte den 2:1-Siegtreffer. Der kleine, freche Techniker hat dem Bayern-Spiel den Witz zurückgegeben, aber zufrieden ist Ribéry mit den Auftritten des Klinsmann-Teams noch nicht. „Wir sind noch nicht so gut, wie wir in der letzten Saison waren. Wir fangen uns noch zu viele Tore“, kritisiert der 25-Jährige. Er sieht das Team aber definitiv auf dem richtigen Weg und die Auftritte von 1899 Hoffenheim gelassen: „Die spielen sehr gut und haben Spaß. Aber am Ende wird Bayern Meister.“

Der wichtigste Garant dafür ist Deutschlands Fußballer des Jahres, der auch von den Profikollegen mit 37,3 Prozent der Stimmen mit riesigem Vorsprung gewählt wurde. Der große Reformator Klinsmann hat an der Position des unersetzbaren Spaßvogels nicht gerüttelt – und das ist gut so. „Ich habe weiterhin die Freiheit, mich überall auf dem Platz zu bewegen. Das brauche ich für mein Spiel, sonst wäre ich nicht mehr ich“, erzählt Ribéry, der seinen bis 2011 laufenden Vertrag erfüllen will.

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Quelle: tz

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