Klose-Zukunft: Er will mit Bayern sprechen

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Miroslav Klose traf gegen Kasachstan doppelt, Thomas Müller (r.) auch

Kaiserslautern - Miroslav Klose hat am Samstag mal wieder seine Klasse bewiesen. Aber zeigt er diese auch in der nächsten Saison noch im Bayern-Trikot? Der Angreifer will mit dem Verein sprechen.

Er kommt immer näher und näher! Nach den beiden Toren in seinem „Heimspiel“ gegen Kasachstan rückt Bayern-Stürmer Miroslav Klose ganz nah an Gerd Müller heran. Dessen „ewiger“ Länderspieltore-Rekord ist nun ernsthaft in Gefahr: Der Bomber hat 68 Tore, Klose jetzt 61. Knackt Klose den Müller-Rekord?

„Jetzt bin ich so weit gekommen, da will ich auch ganz nach vorne. Aber ich habe das mit Gerd besprochen, er wäre nicht böse, er würde sich freuen“, sagte Klose. Denn eines ist ohnehin klar: Die Tor-Quote von Müller ist nicht zu toppen: Er schoss seine 68 Tore in 62 Spielen, Klose brauchte für seine 61 Treffer 107 Länderspiele. „Gerd bleibt einfach der Bomber. Er ist für mich unerreichbar und wird das immer sein!“, zollt ihm Klose Respekt.

Nach dem Kasachstan-Spiel war er der umjubelte Matchwinner, dazu sein zehn-jähriges DFB-Jubiläum und die Rückkehr in die Heimat. Und für Klose war es außerdem ein Sieg gegen seinen Konkurrenten Mario Gomez, der gegen Kasachstan ohne Tor blieb. Doppelte Genugtuung sozusagen.

Die Frage aber ist: Wie geht es weiter mit dem Bayern-Stürmer? Noch eine Saison auf der Bank will er sich nicht antun. Und auch das Interesse der Bayern-Bosse seinen auslaufenden Vertrag zu verlängern, ist nicht besonders ausgeprägt. „Ich kann mir gut vorstellen, dass er den Verein wechselt. Es kommt halt darauf an, wie der neue Trainer mit ihm umgeht. Ob er das Gespräch sucht und ihn davon überzeugt in München zu bleiben. Einfach so bleibt er sicher nicht. Wenn du einen Spieler wie Miro Klose halten willst, musst du etwas dafür tun“, sagt Torwart-Legende Oliver Kahn.

 

Über ein Jahrzehnt beim DFB: Die Bilder des Miro Klose

Äußerlich hat er sich kaum verändert. Auch mehr als zehn Jahre nach dem Beginn seiner DFB-Karriere im Jahr 2001 wirkt Miroslav Klose noch immer jung und frisch. In dieser Dekade wurde Klose zwei Mal WM-Dritter ein Mal Vize-Weltmeister sowie ein Mal Vize-Europameister. Sehen Sie nun eine Rückschau auf die ereignisreiche DFB-Karriere von Klose.  © getty
Miroslav Klose bei seiner ersten Pressekonferenz am 26.2.2001 für den DFB. Ungefähr einen Monat später darf er dann sein erstes Pflicht-Länderspiel bestreiten.  © getty
Am 24.3.2001 ist es dann soweit: Miroslav Klose wird in der 73. Minute für Oliver Neuville ins Spiel gebracht. Beim Spielstand von 1:1 im WM-Qualifikationsspiel gegen Albanien feiert er sein Debüt.  © getty
Exakt 15 Minuten nach seiner Einwechslung darf Klose auch schon sein erstes Tor für die Nationalmannschaft feiern. Sein 2:1 bringt den Sieg in der WM-Qualifikation und sorgt für einen sensationellen Einstand.  © getty
Am 13. Februar 2002 steht Miroslav Klose gegen Israel bei einem Freundschaftsspiel zum ersten Mal in der Startelf.  © getty
Es ist erst sein achtes Länderspiel: Aber schon erzielt der damalige Lauterer den ersten von insgesamt vier Dreierpacks im Dress des DFB.  © getty
Der damals 23-Jährige (m.) wird von seinen Teamkollegen Mehmet Scholl (r.) und Sebastian Kehl (l.) gefeiert.  © getty
Das WM-Debüt 2002 in Japan und Südkorea ist nicht minder beeindruckend. Im ersten Spiel gegen Saudi-Arabien erzielt Klose ebenfalls drei Buden.  © getty
Das war der Auftakt von seinen mittlerweile insgesamt 14 WM-Toren. 2002 wurde er mit fünf Treffern Zweiter in der Torjägerliste hinter Brasiliens Ronaldo.  © getty
Der berühmte Klose-Salto. Durch das erste Spiel bei der WM wird die ganze Welt auf den Torjubel des damaligen Lauterers aufmerksam.  © getty
Kloses erstes Jubiläum, hier gegen Gallas (l.). Sein 50. Länderspiel am 12.11.2005 in Paris gegen Frankreich.  © getty
Allerdings blieb Klose in diesem Spiel trotz kämpferischen Einsatzes torlos, hier gegen Reveillere (r.).  © getty
Nach einer blamablen EM 2004, bei der Klose nur zweimal eingewechselt wurde, kommt eine überragende Heim-WM 2006. Im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica erzielt der damalige Bremer zwei Tore beim 4:2.  © getty
Zu diesem Zeitpunkt weiß er nicht, dass er später in der Münchner Arena regelmäßig auf Torejagd gehen soll.  © getty
Auch von zwei Gegenspielern lässt sich Klose nicht hindern, um zum 1:0 gegen Ecuador zu treffen. Hier lässt er E. Tenorio (m.) keine Chance.  © getty
Beim dritten Gruppenspiel gegen Ecuador erzielt Miro zwei Treffer. Fünf Treffer reichen zum WM-Torschützenkönig.  © getty
Trotz zahlreicher Bedenken von Knie-Spezialisten durfte auch der Klose-Salto bei der Heim-WM nicht fehlen.  © getty
Allerdings schätzt man an Klose nicht nur seine Torgefährlichkeit. Auch seine mannschaftsdienliche Spielweise kommt bei Trainern, Mitspielern und Fans an.  © getty
Ein besonders gutes Beispiel ist das WM-Achtelfinalspiel gegen Schweden, in dem er beim 2:0 zwei Mal für seinen Sturmpartner Lukas Podolski auflegt.  © getty
Das letzte Tor bei der Heim-WM war zugleich das Wichtigste ...  © getty
Mit seinem 1:1-Ausgleich gegen Argentinien bescherte er den Deutschen die Verlängerung und ein Elfmeterschießen, das dank Jens Lehmann gewonnen wurde. Für den Titel reichte es aber aufgrund der Halbfinalniederlage gegen Italien nicht.  © getty
Das 70. Länderspiel ist auch ein ganz Besonderes. Der Stürmer führt zum ersten Mal in seiner Karriere die DFB-Elf als Kapitän aufs Feld.  © getty
Beim 2:0 gegen Wales am 8. September 2007 geht er als Käpt´n voran erzielt beide Treffer und bringt die Nationalelf einen Schritt näher in Richtung EM 2008.  © getty
Obwohl Miroslav Klose nicht der größte Stürmer ist, erzielt er sehr viele Tore per Kopf. Das liegt an seiner unglaublichen Sprungkraft, hier köpft er das 2:0 (Endstand 3:2) bei der EM 2008 gegen Portugal.  © getty
Sein 80. Länderspiel ist das Halbfinale gegen die Türkei bei der EM 2008. Auch dort trägt er sich in die Torschützenliste ein. Bei dem kuriosen Spiel macht er das 2:1 in der 79. Minute. Die Partie endet 3:2.  © getty
Das Tor zur WM 2010 in Südafrika erzielte ebenfalls der in Polen geborene Mittelstürmer. Am 10. Oktober 2009 macht der 31-Jährige das 1:0 gegen die starken Russen.  © getty
Sein bisher einziger Platzverweis im Trikot des DFB: Durch zwei kleine Fouls holt sich der Stürmer im zweiten Gruppenspiel bei der WM 2010 gegen Serbien die Ampelkarte ab.  © dpa
Trotz einer wechselhaften Saison beim FC Bayern rechtfertigt Klose seine Nominierung von Joachim Löw. Gegen England erzielt er sein zweites Tor bei der WM 2010 und ist dadurch nur noch drei Treffer von Rekord-WM-Torschütze Ronaldo entfernt.  © getty
Gegen Argentinien bestätigt der gebürtige Pole seine Turnierform. Bei insgesamt fünf Turnieren (2x EM, 3x WM) erzielte er 16 Tore. Damit beweist Klose immer wieder, dass er sich auf den Punkt konzentrieren kann.  © getty
In seinem 100. Länderspiel spielt der Stürmer eine starke Partie und erzielt zwei Tore. Damit steht er mit vier Treffern wieder im vorderen Bereich der Torjägerliste. Somit hat er bei drei WM-Turnieren konstant getroffen.  © getty
Nach einem Treffer im Jubliäumsländerspiel zeigt Klose einen seiner selten gewordenen Saltos. Nur noch besonderen Toren widmet er diesen Torjubel.  © dpa
Das 106. Länderspiel ist ein "unbedeutendes" Freundschaftspiel gegen Italien am 9.2.2011. Allerdings sehen es viele Fans und Spieler als "Revanche" für die Niederlage im Halbinfale 2006.  © getty
Wie bei der WM spielen die Mannschaften wieder in Dortmund. Der einzige Torschütze beim 1:1 ist, natürlich, Miroslav Klose. Somit fehlen dem Mittelstürmer nur noch neun Treffer, um den Rekord vom "Bomber" Gerd Müller einzustellen.  © getty
26.3.2011: Das 107. Länderspiel in der EM-Qualifikation wird eröffnet durch ein Klose-Tor. In einer starken ersten Halbzeit erzielt Klose früh die Führung und schießt kurz vor Ende der Partie seinem zweiten Treffer.   © getty
Dadurch kommt Miro immer näher an Gerd Müller heran. Zu diesem Zeitpunkt sind es nur noch sieben Tore, die die beiden in der ewigen Torjägerliste trennen.  © getty

 

 

Die Frage ist: Will Jupp Heynckes mit einem oder zwei Stürmern spielen? Denn in einem System mit nur einem Stürmer ist für Klose bei Bayern kein Platz. Auch Jogi Löw macht sich darüber Gedanken. „Ich könnte mir vorstellen, dass Jupp Heynckes andere Vorstellungen hat, als sein Vorgänger und vielleicht mit zwei Spitzen spielen will“, sagte Löw. Und weiter: „Ich habe im Februar mit ihm (Klose, Anm. der Red.) gesprochen. Er wollte die Entwicklung abwarten, aber grundsätzlich würde er gerne bleiben“, sagt Löw – und enthüllt, dass das letzte Wort zwischen Klose und Bayern doch noch nicht gefallen ist. In der nächsten Zeit wird es Vertragsgespräche geben! Löw: „Miro wollte auch ein Gespräch mit den Verantwortlichen abwarten. Er will weiter auf dem Niveau spielen. Und dass er auf diesem Niveau spielen kann, beweist er bei uns immer wieder.“ Ob er das auch nochmal bei den Bayern beweisen kann?

jj

Quelle: tz

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