Kaum noch Spannung für die Roten

Trotz Mega-Vorsprung: So wollen Bayern den Schlendrian verhindern

Wehret den Anfängen: Trainer Jupp Heynckes (l.) und Thomas Müller wollen keinen Spannungsabfall beim FC Bayern aufkommen lassen.
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Wehret den Anfängen: Trainer Jupp Heynckes (l.) und Thomas Müller wollen keinen Spannungsabfall beim FC Bayern aufkommen lassen.

Alle Jahre wieder: Im Frühjahr eilt der FC Bayern mit Siebenmeilenstiefeln dem Meistertitel entgegen. Es droht ein Spannungsabfall. Doch dem soll mit aller Macht begegnet werden.

München - Die Meisterschaft? Langweilig! Die Champions League? Noch keine Herausforderung. Ein Spannungsabfall? Kein Thema. Man sei ja nicht das erste Mal in so einer Situation, "das hat auch etwas mit Erfahrung zu tun. Und außerdem wird Jupp Heynckes kein Larifari dulden", sagte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bei FCB.tv.

Auf Heynckes wartet im Saison-Endspurt die heikle Aufgabe, seine Stars bei Laune und in Form zu halten. 2013 war ihm das perfekt gelungen. Daran erinnerte zuletzt auch Thomas Müller.

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Müller über Heynckes: „Wird uns in den Arsch treten“

"Im Triple-Jahr war die Meisterschaft auch schon früh entschieden, und wir haben die Spannung halten können. Das versuchen wir auch diesmal", sagte der Kapitän des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Der Trainer handhabe das "bisher sehr gut - und er wird uns weiterhin in den Arsch treten, wenn er irgendwelche Spannungsabfälle erkennt".

Carlo Ancelotti, aber auch Pep Guardiola hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme damit, die Mannschaft in den entscheidenden Wochen auf Trab zu halten, nachdem die Meisterschaft schon sehr früh entschieden gewesen war. Dies droht auch dieses Jahr. Bei aktuell 19 Punkten Vorsprung ist der 28. Titel nur noch Formsache und noch im März vor Ostern möglich.

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Hoher Konkurrenzkampf dank Luxus-Kader

Der erfahrene Heynckes ist aber überzeugt, dass es zu keinem Spannungs- und Leistungsabfall kommen wird. Zumal der Konkurrenzkampf in seinem Luxus-Kader trotz des jüngsten Ausfalls von Kingsley Coman nach wie vor sehr hoch ist.

"Ich arbeite sehr gewissenhaft mit allen. Es gibt keinen Schlendrian. Ich habe keine Bedenken", betonte der 72-Jährige und fügte an: "Wir haben große Ambitionen. Eine Mannschaft wie der FC Bayern darf es sich nicht erlauben, mit angezogener Handbremse zu agieren. Das sind wir schon den Fans schuldig."

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Zwei vermeintliche Topspiele im März

Im März kommt es in der Liga immerhin noch zu den Topspielen in Leipzig (18. März) und gegen Dortmund (31. März), auch wenn durch die Tabellenkonstellation der Knister-Effekt fehlt. In der Königsklasse haben die Münchner nach dem 5:0 im Achtelfinal-Hinspiel gegen Besiktas Istanbul das Weiterkommen quasi sicher. Das Rückspiel am 14. März dürfte Formsache sein.

Die großen Aufgaben warten somit ab April, wenn in der Champions League Viertel- und Halbfinale sowie im DFB-Pokal das Halbfinale bei Bayer Leverkusen anstehen. Er sehe bis dahin "keine Gefahr, dass da einer nachlässt", sagte Superstar Arjen Robben unlängst dem kicker, "wir haben genug Erfahrung und Führungsspieler, die vorangehen. Dazu haben wir einen Trainer, der genau weiß, was verlangt wird im großen Fußball."

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Sportdirektor Hasan Salihamidzic forderte die Profis nach dem jüngsten 0:0 gegen Hertha BSC dennoch auf, "im Training immer Vollgas zu geben. Wir müssen die Fitness, die Spannung erhalten." Aber, ergänzte er gelassen: "Wir haben die großen Aufgaben im Kopf. Das mit der Spannung, das werden die Trainer schon machen." Zur Not mit einem kräftigen Tritt in den Hintern.

sid

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