Kalle: "Wir machen keine Transfers für den Beifall!"

Karl-Heinz Rummenigge ist mit der Qualität des Bayern-Kaders zufrieden.
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Karl-Heinz Rummenigge ist mit der Qualität des Bayern-Kaders zufrieden.

Am Montag schließt das Transferfenster – einmal haben die Bayern schon zugeschlagen und überraschend Massimo Oddo geholt. Was ist noch zu erwarten? Die tz sprach mit Karl-Heinz Rummenigge.

Herr Rummenigge, wie fühlt es sich an, in der Früh aufzuwachen und zu wissen, dass man zwei Weltmeister im Kader hat?

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Karl-Heinz Rummenigge: Sehr gut. Wir sind zufrieden, dass wir ihn in mehr oder weniger letzter Sekunde bekommen haben. Uns war klar, dass wir nach dem Weggang von Marcell Jansen auf der Position etwas dünn besetzt sind und dass wir da was tun müssen.

War es finanziell ein zufriedenstellender Tausch?

Rummenigge: Wir haben den einen (Jansen, d. Red.) für fast summa summarum zehn Millionen abgegeben und den anderen kostenlos ausgeliehen. Also auch vom finanziellen Standpunkt war das interessant für uns.

Viele Fans verstehen nicht, wie man einen jungen Nationalspieler gegen einen 32-Jährigen austauschen kann. Verständlich?

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Rummenigge: Grundsätzlich muss man sagen, dass wir auf der linken Verteidigerposition – und das ist ja die einzige Position, die Marcell Jansen spielen kann – Philipp Lahm haben. Und das ist mit absoluter Sicherheit der beste in Deutschland und einer der besten in Europa. Genauso wie Joachim Löw bei der EM sieht Jürgen Klinsmann ihn nunmal hier als linken Verteidiger. Demenstrechend war es für Marcell sehr schwer.

Durch den Jansen-Wechsel gäbe es jetzt ja genügend Geld, um vor dem 1. September noch einmal auf dem Transfermarkt zuzuschlagen…

Rummenigge: Wir werden in Ruhe beobachten, ob sich noch irgendetwas sinnvolles ergibt. Ich kann das im Moment nicht ausschließen, aber ich kann auch nichts bestätigen.

Wie sehr sehen Sie Handlungsbedarf?

Rummenigge: Grundsätzlich muss ich sagen, dass der Kader, der jetzt da ist, von der Qualität als auch von der Quantität absolut ausreicht. Wenn jetzt noch etwas Interessantes auf dem Markt los wäre, würden wir uns damit beschäftigen – aber ich sehe ganz ehrlich keinen unbedingten Bedarf. Wir sind in der Abwehr durch Martin Demichelis’ und Brenos Rückkehr gut besetzt, im Mittelfeld kommt Franck schon hoffentlich im Spiel gegen Köln zurück. Die Leute kommen ja jetzt alle, dann hat Jürgen auch Alternativen. Wir sind optimistisch, dass wir mit diesem Kader unsere Ziele erreichen.

Sie sind also aktuell nicht in Verhandlungen, kein Spieler steht vor der Unterschrift?

Rummenigge: Nein, überhaupt nicht. Wir sind auf allen Positionen gut besetzt.

Namen wie Arshavin, Tymoschuk oder Berbatov können Sie also nicht bestätigen?

Rummenigge: Nein, kann ich nicht. Dafür, dass jetzt viel spekuliert wird, habe ich Verständnis. Aber es gibt im Moment keinen Namen. Es ist nichts in der Pipeline, das auf Teufel komm raus umgesetzt werden muss. Wir machen nichts, um uns von der Öffentlichkeit Beifall zu erhaschen.

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Sie wären aber auch bereit, noch einmal viel Geld in die Hand zu nehmen?

Rummenigge: Das entscheidende Kriterium ist nicht die Ablösefreiheit. Das war auch nicht bei Oddo der Fall, er war schon seit einiger Zeit bei uns im Visier. Ich würde die Chance, dass wir nichts mehr machen wesentlich höher bezeichnen als die, dass wir noch etwas machen.

Wie sehr steht die Mannschaft schon am Sonntag gegen Berlin unter Zugzwang?

Rummenigge: Der FC Bayern steht immer unter Zugzwang – das hat nichts mit zwei Unentschieden zum Auftakt zu tun. Der Druck ist permanent vorhanden – aber dem werden wir standhalten. Ich bin optimistisch, dass wir am Sonntag den ersten Sieg einfahren werden.

Sie befassen sich nicht mit dem Thema Fehlstart?

Rummenigge: Nein, überhaupt nicht.

Interview: Tobias Altschäffl

Quelle: tz

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