Abschied vom Rekordmeister

FC Bayern: Jerome Boateng und sein Aus in München - Nächstes Drama aufgedeckt

Beim FC Bayern hängt der Haussegen schief. Zentraler Streitpunkt bei Hansi Flick und Hasan Salihamidzic: Der Umgang mit Weltmeister Jerome Boateng.

München - Der FC Hollywood ist zurück! Bayern-Trainer Hansi Flick und sein Vorgesetzter Hasan Salihamidzic tragen einen öffentlichen Machtkampf aus, was nicht nur Manuel Neuer missfällt. Spätestens nach den letzten Interviews ist sonnenklar, dass bei den beiden mehr als nur etwas im Argen liegt.

Besonders in der Personalie Jerome Boateng gibt es einen Konflikt zwischen den beiden Alphatieren. Flick hätte den Abwehrspieler am liebsten behalten, „Brazzo“ beschloss seinen Abgang. Der FCB-Coach wurde nach eigenen Aussagen erst spät über die Entscheidung in Kenntnis gesetzt - jetzt wurde öffentlich, dass es Boateng selbst nicht anders ging.

Jerome Boateng muss nach zehn Jahren gehen - er erfuhr es erst beim Aufwärmen

Zehn Jahre spielte er für die Münchner. Brisant: Von seinem Abschied erfuhr er laut Sport1 erst beim Anschwitzen kurz vor dem Hinspiel gegen PSG. Zu diesem Zeitpunkt war die Nachricht längst in den Medien. Vor der Partie schaffte Salihamidzic dann auch für die Öffentlichkeit Klarheit: „Ich habe mit Jerome gesprochen, sein Vertrag läuft aus und wird auch nicht verlängert.“

Hasan Salihamidzic informierte Jerome Boateng über sein Bayern-Aus.

Ist das die Art, wie man mit einem verdienten Spieler umgeht? Als Flick auf das Thema angesprochen wurde, verpasste er sich selbst einen Maulkorb. „Ich muss da ein bisschen schauspielern“, wich er aus. Allzu gerne hätte er seine Meinung dazu gesagt. „Jerome weiß, dass er beim FC Bayern durchs große Tor geht“, betonte Salihamidzic zwar.

Jerome Boateng: Trotz bevorstehenden Abschieds noch eine wichtige Stütze

Es ist allerdings bezeichnend, dass bis zum 7. April wohl tatsächlich kein Gespräch mit dem 32-Jährigen geführt wurde. Denn die Spekulationen um seine Zukunft sind schon viel länger präsent.

Boateng wird wohl von seinem Verein enttäuscht sein - trotzdem lieferte er im Rückspiel gegen Paris eine starke Leistung ab. Es sollte dennoch nicht zum Weiterkommen reichen. (epp)

Rubriklistenbild: © Imago-Images/Sven Simon

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