Fußball-Legende in Allianz Arena zu Gast

Wie geht es Franz Beckenbauer? Kaiser beantwortet Frage am Sky-Mikrofon vor Bayern-Spiel

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Franz Beckenbauer mit seiner Frau Heidi.

Ist Franz Beckenbauer krank? Nachdem er zu Jahresbeginn auf seiner eigenen Veranstaltung fehlte, spricht er nun selbst am Mikrofon von Sky.

Franz Beckenbauer: Der Kaiser spricht beim Bayern-Spiel

Update vom 13. März, 20.45 Uhr: Im Studio bei Sky war Boris Becker zu Gast, der meinte, dass der Kaiser „einige Weh-Wehchen“ hatte. Danach schaltete das Sky live in Stadion. Dort wurde Franz Beckenbauer von Patrick Wasserziehr interviewt. Auf die Frage, wie es ihm ginge, antwortete der Kaiser: „Mir geht es gut. Mir geht es sehr gut. Wenn ich hier sein kann, geht es mir gut.“ Dem Journalisten beantwortete er gewohnt souverän alle Fragen zum Spiel.   

Auch gegen VfL Wolfsburg war der Kaiser schon auf der Tribüne gesessen. 

Franz Beckenbauer: Wie geht es dem Kaiser? Das sagt seine Frau

News vom 19. Januar 2019: In den letzten Monaten wurde viel über den Gesundheitszustand von Franz Beckenbauer berichtet. Der 73-Jährige zog sich immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück und musste einige Operationen überstehen, unter anderem einen Eingriff am Herzen im Jahr 2016.

Auch beim traditionellen Karpfenessen im Hotel Kitzhof in Kitzbühel, zu dem der Kaiser jedes Jahr einlädt, konnte er diesmal nicht dabei sein. Die Veranstaltung fand am 6. Januar statt. Muss man sich um die deutsche Fußball-Legende Sorgen machen? Beckenbauers Frau Heidi gibt Entwarnung. „Franz hat eine normale Wintergrippe und ist zur Sicherheit daheim geblieben. Nach seinen OPs ist er immer sehr vorsichtig“, sagte sie der Zeitschrift Das Neue Blatt und fügte hinzu: „Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung!“

Franz Beckenbauer sprach kürzlich erstmals über den frühen Tod seines Sohnes Stephan. Zudem wurde ihm im November 2018 eine besondere Ehre zu teil.

Nun tritt sein Enkel in die Fußstapfen der Fußball-Legende. Luca spielt seit Ende 2018 in der A-Jugend bei Hannover 96. Doch was sagt der Kaiser zu der Beziehung seines Enkels. Der ist frisch verliebt und seine Freundin ist nicht unbekannt.

Franz Beckenbauer: So geht es ihm gesundheitlich

News vom 22. Juli 2018:

München - Franz Beckenbauer verschwindet in den strömenden Regen. Bei einem seiner selten gewordenen öffentlichen Auftritte hat die deutsche Fußball-Ikone Autogramme gegeben, für Fotos posiert, sich mit seinem langjährigen Weggefährten Günter Netzer gekabbelt, den Bayerischen Sportpreis als Jahrhundertsportler entgegengenommen, sich zur WM-Affäre 2006 geäußert, dann wieder Autogramme gegeben und schließlich erneut für Fotos posiert.

Als sich Beckenbauer nach dieser Gala am Samstag den Weg zu einem Ausgang der BMW-Welt in München bahnt, folgt ihm eine Menschentraube. So ist das, wenn der Mann, der einst nur der Franz war, dann der Kaiser, schließlich die Lichtgestalt des deutschen Fußballs, und seit einigen Jahren eher nur noch der Beckenbauer ist, wieder vor Publikum erscheint. „Franz hat mit seiner Eleganz und Leichtigkeit den Fußball, so wie er ihn interpretiert hat, in die Nähe der Kunst gebracht“, sagte Netzer, der die Laudatio auf Beckenbauer hält.

Beckenbauer wurde als Spieler und Trainer Weltmeister

Beckenbauer brachte auch das Kunststück fertig, als Spieler und als Trainer Weltmeister zu werden. Die drei Landesmeister-Cups mit dem FC Bayern München 1974, 1975 und 1976 oder seine insgesamt fünf deutschen Meisterschaften als Libero sind da fast nur Zierrat. „Er war vor seiner Zeit der Beste, während seiner Zeit der Beste und auch nach ihm ist nichts Besseres gekommen“, lobhudelte Netzer, der Beckenbauer schon mehr als 50 Jahre kennt. Netzer war es auch, der Beckenbauer Anfang der 1980er Jahre zum Hamburger SV holte.

In seiner launigen Laudatio erlaubte sich der 73-Jährige dann auch einen schrägen Vergleich - aber immerhin liege er eben in einer Sache vor Beckenbauer. Der Mann aus München-Giesing habe „vier Bypässe, ich habe sechs“, meinte der Mann aus Mönchengladbach. „Das ist ein zweifelhafter Wettbewerb, den haben wir uns beide nicht gewünscht“, räumte Netzer unter Gelächter des Publikums ein.

Franz Beckenbauer und die WM 2006

Gelacht wird dann nicht, als Beckenbauer auf die WM-Affäre 2006 angesprochen wird. Es geht schließlich um einen Schatten, der sich über die einstige Lichtgestalt gelegt hat. Im Zentrum der Affäre steht eine Millionenzahlung, die im Jahr 2002 von einem Konto des WM-Organisationschefs Beckenbauer über die Schweiz nach Katar an eine Firma des damaligen FIFA-Funktionärs Mohamed Bin Hammam floss.

Beckenbauer hatte für diese Zahlung zuvor einen Millionenbetrag von dem früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus erhalten. Das WM-Organisationskomitee zahlte diese umgerechnet 6,7 Millionen Euro im April 2005 falsch deklariert an Louis-Dreyfus zurück. Wofür das Geld ursprünglich verwendet wurde, ist nach wie vor nicht geklärt.

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Trotzdem fühlt sich Franz Beckenbauer zu unrecht beschuldigt 

Die Vorwürfe seien „erstunken und erlogen“, betonte Beckenbauer, „das habe ich immer schon“ gesagt. „Man bildet sich sein eigenes Bild, da hast du überhaupt keine Möglichkeit dagegen vorzugehen, das habe ich dann auch aufgegeben, seitdem nichts mehr gesagt“, erklärte er nüchtern. „Ich habe den Leuten Auskunft gegeben, die es von mir verlangt haben. Das habe ich getan, alles andere ist mir mehr oder weniger Wurst geworden. Es ist einfach müßig, darüber zu reden.“

Die Zeit nach der WM 2006 hat Beckenbauer Kraft gekostet. Das räumt der mittlerweile 72-Jährige auch selber ein. „Krankenhaus, Reha, Krankenhaus, Reha“ hätten sich bei Beckenbauer in jüngster Zeit abgewechselt. „Ich fühle mich eigentlich ganz wohl. Wenn man mal über 70 ist und auf die 80 zugeht, ein bisschen übertrieben ausgedrückt, zwickt es halt ein bisschen.“ Ohnehin sei für Beckenbauer nur eines bedeutsam: „Ich lebe noch, das ist mal das Entscheidende.“

sk/dpa

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