Manni Schwabl über seine Ex-Klubs und spezielle Erinnerungen

„Hoffentlich nicht so einen Elfer…“

Manni Schwabl wünscht sich für den Club und den FC Bayern je einen Punkt.
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Manni Schwabl wünscht sich für den Club und den FC Bayern je einen Punkt.

Er war bei Bayern, er war bei Nürnberg, er war bei 1860 – Manni Schwabl ist in ganz Bayern zuhause.

In der tz spricht er über das Derby gegen den Club – und seine ganz speziellen Erinnerungen.

Herr Schwabl, was ist Ihr erster Gedanke, wenn Sie an das Derby am Samstag denken?

Schwabl: Dass Nürnberg die Punkte dringender bräuchte.

Hat der Club eine Chance?

Schwabl: Die Bayern sind sieben Punkte vor und wissen dass sie fast Meister sind. Unterbewusst könnten sie Nürnberg etwas unterschätzen. Außerdem hat Nürnberg auch noch eine gute Mannschaft. Der Tabellenplatz spiegelt ihr können nicht wider.

Für wen schlägt denn ihr Herz?

Schwabl: Für beide. Ein Unentschieden würde beiden helfen. Das könnte eine kleine Wende für Nürnberg sein.

Hat der Trainer-Wechsel von Mayer zu von Heesen was gebracht?

Schwabl: Im Endeffekt nein. Aber wer weiß, wie es mit Mayer gelaufen wäre. Die Verantwortlichen werden sich was dabei gedacht haben.

Wieso läufts denn nicht beim Club?

Schwabl: Schwer zu sagen. Es wurden Spiele verloren, mit denen man nicht gerechnet hatte. Bis vor kurzem wollte keiner wahr haben, dass es um den Abstieg geht.

Was kann sich denn der Club-Trainer vom Bayern-Trainer abschauen?

Schwabl: Den Kader.

Sie verballerten in dem Spiel mit Helmers Phantomtor, der Club verlor, legte Protest ein – und verlor das Wiederholungsspiel, danach kam der Abstieg. Werden Sie noch oft ihrem verschossenen Elfer von ‘94 konfrontiert?

Schwabl: Ja, immer wieder. Das war ein einschneidendes Erlebnis. Wir sind leider abgestiegen. Ich hoffe nicht, dass der Club am Samstag in der 85. einen Elfer kriegt und verschießt. Das ist 14 Jahre her, aber das vergisst man nicht. Da bist du leer, einfach bitter. Ich hab Jahre gebraucht, um das zu verdauen.

Noch ein Wort zu Ihrem dritten Ex-Klub – was läuft bei den Löwen gut und was schlecht?

Schwabl: Die Arbeit von Ziffzer und Reuter finde ich gut. Man sollte nicht auf ihnen rumhacken. Sie haben eine klare Linie. Und ohne Geld geht halt nix. Sie brauchen Geduld, bist die finanziellen Mittel wieder da. Ich bin mit ihnen sehr zufrieden. Vor Reuter und Kurz ziehe ich den Hut.

Interview: Mario Volpe

Quelle: tz

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