0:3? „Ist mir gar nicht unrecht!“

Bayern-Bosse trotz Salzburg-Pleite nicht besorgt

München - Trotz der Pleite in Salzburg bereiteten die Bayern-Fanclubs Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge einen warmen Empfang. Den Bosse war das 0:3 gar nicht unrecht - lesen Sie hier, warum:

Es war alles minutiös geplant, selbst die Uli-Sprechchöre sind die rund 300 Fans vom Fanclub Hofherrnweiler vorher noch einmal zusammen durchgegangen. Immerhin hatte sich der Präsident des FC Bayern zum Besuch in der rot-weiß geschmückten Sporthalle von Aalen angekündigt, da muss mindestens halb so viel Perfektion herrschen wie sonst bei dem Verein, den die versammelte Menschenschar so verehrt. Dass es am Tag zuvor auf dem grünen alles andere als perfekt lief, hatten die Anhänger da schon abgeschüttelt, genau wie ihr gefeierter Gast auch. 0:3 im Test gegen Red Bull Salzburg, was soll’s? Uli Hoeneß war es nicht einmal „unrecht, weil ich überzeugt bin, dass wir jetzt mit noch größerer Konzentration nach Gladbach fahren. Ich bin in keinster Weise beunruhigt.“

Uli Hoeneß bei seinem Besuch in Aalen.

Und so waren es auch die Fans nicht. Nicht die in Aalen, und nicht die in Taufkirchen, 80 Kilometer östlich von München. Dort nämlich hatte ein anderer Bayern-Verantwortlicher seinen Besuch abgehalten, und ganz ähnliche Worte gefunden für die Pleite. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge meinte vor 200 Fans der „Red Power Taufkirchen“: „Ich habe geschmunzelt, denn es wurde ja gleich getitelt, dass wir uns lächerlich gemacht haben. Ich bin eigentlich gar nicht unglücklich, dass wir da so eine Klatsche gekriegt haben. Die letzten Wochen, wenn ich mir da die Schlagzeilen angeschaut habe, war immer alles super, super, super, alles wunderbar.“

Nun habe man wieder Boden unter den Füßen. Rummenigge: „Wir müssen aufpassen, dass wir am nächsten Freitag direkt konzentriert und motiviert zu Werke gehen! Du musst dir die Dinge im Jahr 2014 neu erarbeiten. Am Silvesterabend ist die Uhr auf Null gesprungen, jetzt musst du bei Null wieder anfangen.“

Der Bayern-Boss hatte spätestens an diesem 31. Dezember festgestellt, dass wir „letztes Jahr von einem tollen Klub zu einem fantastischen Klub geworden sind“. Und das vor allem aufgrund der Loyalität, auch und besonders mit den Fans.

In der Chefetage ist man derweil nicht nur loyal, sondern auch höchst synchron. So schafften es Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß Sonntag sogar, sich mehr als 250 Kilometer weit voneinander entfernt wegen ein und derselben Sache aufzuregen - und zwar aufgrund der Meldung, dass man sich im Sommer mit einem Weltklasse-Innenverteidiger verstärken wird. Eine Zeitung hatte zuletzt gechrieben, dass an der Säbener Straße genau dieser Beschluss gefasst wurde.

„Völliger Blödsinn“, nannte das Vorstandschef Rummenigge. Genau wie er machte auch Uli Hoeneß deutlich, dass er derartige Meldungen als Respektlosigkeit gegenüber dem derzeit verletzten Holger Badstuber empfindet. „Wir sind guter Hoffnung, dass Holger wieder fit wird. Da wollen wir ihn psychologisch nicht kaputt machen, indem wir ihm vier, fünf Namen vor die Nase setzen. Wenn Holger fit zurückkommt, glaube ich nicht, dass wir einen neuen Innenverteidiger holen“, so Hoeneß.

Auf anderer Verletztebende, verkündete wiederrum Rummenigge, kommt ebenfalls Bewegung rein. „Arjen Robben ist soweit, dass kurzfristig mit ihm zu rechnen ist, der brennt!“ Bei Bastian Schweinsteiger dauere es nach dessen Kniereizung allerdings noch etwas. Die Sprechchöre mit ihren Namen sollten die Fans aber schon mal üben, um sie dann bald in der Arena zu intonieren.

sw, mic

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © Christina Pahnke / sampics

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