Gespräch mit Bossen fand viel früher statt

Hansi Flick kontaktierte wohl schon vor Wochen einen Anwalt - Brisante Details zum Bayern-Beben

Beim FC Bayern bahnt sich eine Neuordnung an, nachdem Hansi Flick sein Aus zum Sommer bekannt gab. Er bereitete sich wohl länger auf seine Ankündigung vor.

München - Hansi Flicks öffentlich geäußerter Wunsch, den FC Bayern zu verlassen, schlug am Samstag bereits hohe Wellen. Nun kamen weitere Details um den angepeilten Abschied des Erfolgscoaches zum Saisonende ans Licht. Einem Bericht des Kicker zufolge soll der 56-Jährige sogar rechtliche Beratung hinzugezogen haben.

FC Bayern: Hansi Flick stellte sich offenbar Sinnfrage - „interne“ Gründe für seinen Wunsch

„Der FC Bayern missbilligt die nun erfolgte einseitige Kommunikation durch Flick und wird die Gespräche wie vereinbart nach dem Spiel in Mainz fortsetzen“, hieß es im Nachgang von Seite des FCB-Vorstands. Der Triple-Trainer selbst sprach bei seinem Statement nach dem Wolfsburg-Spiel von einer „reiflichen Überlegung“ vor seiner Entscheidung, deren Gründe „erst einmal intern“ blieben. Das angespannte Verhältnis zwischen Salihamidzic und Flick erreichte scheinbar Ausmaße, die für den Übungsleiter nicht länger auszuhalten waren.

Schon seit Sommer waren der Sportvorstand und sein Trainer aufgrund seiner Transferpolitik aneinander geraten. Zudem soll Flick aufgrund einiger Themen, wie etwa der schwachen Defensive in der laufenden Saison oder seiner Handhabung mit Talenten kritisiert worden sein. Dabei soll sich der ehemalige DFB-Sportdirektor die Sinnfrage gestellt haben.

FC Bayern: Flick ließ sich über Abschied beraten - Vereins-Bosse wussten um Streitpotenzial

Nach Kicker-Informationen soll Flick schon Ende Februar/Anfang März den ersten Schritt gemacht haben: „Vor rund sechs Wochen rief er den ihn beratenden Anwalt an, um ihm mitzuteilen, dass er in München nicht weitermachen wolle“, heißt es im Fachmagazin. Dem Bericht zufolge soll dies in der Phase nach der 1:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt passiert sein, als der offene Streit zwischen den Fronten ausbrach. Nach einer verbalen Attacke gegen Salihamidzic durch Flick, die nach außen drang, musste sich dieser in einer Aussprache mit Präsident Herbert Hainer und Karl-Heinz Rummenigge erklären.

Diese Diskussion wurde wohl nur wenige Tage nach der Pleite in Frankfurt auf der Reise zum Champions-League*-Achtelfinale bei Lazio Rom angeregt. Im Gespräch mit den Vereins-Bossen soll Flick die Diskrepanzen zwischen ihm und Salihamidzic offengelegt haben. Die Führungsriege war also bereits früh darüber informiert, dass die beiden aus der Sicht des Trainers nicht zusammenpassen und somit scheinbar auch keine Zukunft haben.

FC Bayern: Folgt auf Flicks Aus ein Umbruch im Trainer-Team? Zukunft von drei Assistenten fraglich

Nun wird die Vereinsführung mit Flicks Wunsch konfrontiert und muss über dessen Freigabe entscheiden. Auf den erfolgreichen Trainer könnten allerdings die nächsten Abgänge folgen. Der legendäre Assistenztrainer Hermann Gerland und Miroslav Klose sollen sich bereits Gedanken über ihre Zukunft machen. Mit Klose, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, soll der Verein noch nicht gesprochen haben. Auch beim Trainer-Assistenten Danny Röhl sollen die Zeichen trotz eines Vertrags bis 2023 auf Abschied stehen, wie der Kicker schreibt. Dem FC Bayern* droht also ein größerer Umbruch an der Seitenlinie. (ajr) tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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