Als Ersatz für „Robbery“?

Gnabry-Entdecker: „Ich traue Serge den FC Bayern zu!“

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Marc Kienle (r.) hat nach wie vor Kontakt zu Serge Gnabry.

München - Wenn der FC Bayern am Samstag in Bremen gastiert, sind alle Augen auf Werder-Juwel Serge Gnabry gerichtet – auch die der Bayern-Bosse!

Der 21-Jährige könnte Bremen nämlich trotz Vertrags bis 2020 wegen einer Ausstiegsklausel vorzeitig verlassen. Vielleicht in Richtung Süden?

In München sucht man intensiv nach Ersatz für die alternden Flügelstürmer Arjen Robben und Franck Ribéry. Einer, der Gnabry den Sprung zum FCB zutraut, ist sein Entdecker Marc Kienle, aktuell Sportkoordinator beim VfB Stuttgart. „Ich denke schon, dass ein Spieler wie er das Ziel hat, bei so einem Verein zu spielen – gerade als Nationalspieler. Zutrauen tue ich Serge viel, auch den FCB“, sagt Kienle der tz.

„Wechsel zu Werder war die richtige Entscheidung“

Der 44-Jährige muss es wissen, immerhin trainierte er Gnabry in der B-Jugend des VfB und gewann mit ihm 2011 die Bundesliga-Meisterschaft der Staffel Süd/Südwest. Schon während der Saison jagte damals halb Europa den pfeilschnellen Angreifer, der am Ende in die Jugend-Akademie des FC Arsenal wechselte.

„Er war von seinen technischen Voraussetzungen enorm weit und hatte mit beiden Füßen einen sehr guten Torabschluss. Außergewöhnlich war schon damals sein Antritt aus dem Stand heraus. Im Eins-gegen-Eins hatte er immer eine Lösung parat“, schwärmt der Stuttgarter. Eine weitere Stärke des Angreifers sei seine Vielseitigkeit. „Er kann die drei Offensiv-Positionen links, rechts und hinter den Spitzen alle spielen“, so Kienle.

Der Ex-Trainer blieb auch nach seinem Wechsel im regelmäßigen Austausch mit seinem früheren Schützling und hat einen guten Draht zur Familie. Darum habe er den Wechsel im Sommer zu Werder Bremen auch nachvollziehen können: „Das war bewusst so gewählt und im Nachhinein die richtige Entscheidung.“

Im Video: Das sagt Rummenigge zu einem Gnabry-Transfer

Verletzungen warfen Gnabry immer wieder zurück

Übrigens: Sollte Gnabry wirklich den Schritt zum deutschen Rekordmeister wagen, würde er auf einen alten Bekannten aus Stuttgarter Jugend-Zeiten treffen: Joshua Kimmich! Auch Leipzigs Timo Werner spielte damals in der Stuttgarter Meister-Mannschaft. Für die Zukunft wünscht Kienle dem Bremer vor allem „Gesundheit, alles andere hat er drauf!“

Schon im Juniorenbereich war Gnabry häufig von Verletzungen geplagt, das hielt auch während seiner Zeit in London an. „Den Durchbruch hat Serge durch das Olympische Turnier geschafft – auch weil er zu diesem Zeitpunkt top fit war“, ist Kienle überzeugt.

Manuel Bonke/snacktv

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