Gib mir Fünf! Bayern zerlegt VfB

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Luca Toni trifft zum 3:0.

Stuttgart - Wenn das der FC Bayern 2009 war, dann kann man Jürgen Klinsmann nur gratulieren!

Jürgen Klinsmann prophezeite es. „Das wird ein ganz besonderes Spiel!“, hatte Klinsmann vorausgesagt. Wie besonders das Achtelfinale im DFB-Pokal zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart aber dann tatsächlich wurde, das hatte auch Klinsmann nicht ahnen können. Am Ende fertigten die Bayern die Stuttgarter mit 5:1 ab, demütigten den schwäbische Rivalen. Und der VfB konnte froh sein, nicht noch mehr Tore kassiert zu haben. Was für eine Abreibung!

Gib mir Fünf – Schweini und Ze schießen Stuttgart ab!

VfB-FCB: Die Bayern in der Einzelkritik und weitere Bilder vom Spiel

VfB-FCB: Die Bayern in der Einzelkritik und weitere Bilder vom Spiel © 
Der Schock steht ihm ins Gesicht geschrieben: VfB-Trainer Markus Babbel. © dpa
Ribéry trifft zum 2:0 für die Bayern. © dpa
Während der Franzose zum Jubeln aufbricht, fuchtelt Jens Lehmann wild mit den Armen. © dpa
Klares Signal in die Stuttgarter Kurve. © dpa
Schließlich noch die Glückwünsche von Schweini abholen. © dpa
Schneller als Khedira: Franck Ribéry. © dpa
Luca Toni erzielt das 3:0 und schraubt... © dpa
... und schraubt und schraubt. © dpa
Schließlich darf Ribéry gratulieren. © dpa
Jens Lehmann motzte und lamentierte. Allein, es half nichts. Der Ex-Nationalkeeper kassierte satte fünf Buden. © dpa
Was Ribéry misslang, schafft Schweini: Er verwandelt den zweiten Bayern-Elfmeter zum 4:0 sicher. © dpa
Franck Ribéry sogar am Boden noch schneller am Ball als Jan Simak. © dpa
Luca Toni obenauf, Serdar Tasci down. © dpa
Die VfB-Spieler wie begossene Pudel... © dpa
Jens Lehmann ... © sampics
... ist bedient. © sampics
Den Bayern-Verantwortlichen hingegen ... © sampics
... ist das Erstaunen über die Höhe des Siegs ins Gesicht geschrieben. © sampics
... die Bayern dagegen ließen sich zurecht von ihren Fans feiern. © dpa
Eine eindrucksvolle Vorstellung. © dpa
Hoch sollen wir leben! © sampics
Was ist denn das bitte für ein spitzbübisches Lächeln? Uli Hoeneß und der DFB-Pokal... © dpa
Die Einzelkritik: Michael Rensing: In der ersten Halbzeit nicht ein einziges Mal gefordert. Auch ohne Keeper hätte der VfB das Bayern-Tor nicht getroffen. In der zweiten Häfte fing er sich dann doch noch eins. Der Rest? Eine Weltklasse-Parade und viel Ruhe. Note: 2 © dpa
Christian Lell: Verrichtete auf Rechts seinen Part solide. Allerdings: Gegen die offensiv nicht existenten Stuttgarter konnte er naturgemäß nicht sonderlich auffallen. Note: 3 © fishing4
Lucio: Gute Darbietung. Wenn’s hart auf hart kommt, ist er sich für nichts zu schade. Scherenschläge in der Luft oder Kopfballduelle mit Migräne-Gefahr? Egal. Lucio ist dabei. Note: 3 © dpa
Martin Demichelis: Machte mit Lucio den Laden dicht. Wirklich viel musste er dafür nicht leisten, denn die Stuttgarter strahlten überhaupt keine Torgefahr aus. Dafür hätte aber Demichelis um ein Haar eingeköpft. Egal, er muss ja nur Tore verhindern, und das tat er gut. Note 3. © fishing4
Philipp Lahm: Wie immer. Fehlerlos, ballsicher, eifrig, intelligent. Permanent im Vorwärtsgang, ohne jemals die Defensive zu vernachlässigen. Mann, ist der gut. Note: 2 © dpa
Bastian Schweinsteiger: Maßvorlage auf Demichelis, die nicht verwertet wurde, dann kurz darauf das 1:0. Schweini nutzte einen kapitalen Fehler von Boka und netzte souverän ein. Per Elfer traf er auch zum 4:0. Note: 1 © dpa
Ab der 58. Hamit Altintop: Gab sofort Gas, beackerte die rechte Seite wie gewohnt laufstark. Er will ins Team, das merkt man. Aber nach dieser Schweini-Leistung wird’s nichts leichter. Note: 3 © dpa
Mark van Bommel: Bleibt er? Geht er? Seine Entscheidung steht an. Bis dahin spielt er allerdings verdammt gut. Ruhig, souverän und dominant. Vor allem defensiv eine abgezockte und wertvolle Darbietung des Holländers. Note: 3 © Sampics
ab der 46. Minute: Ottl. Reihte sich mühelos in die Bayern-Maschinerie ein. Note 3. © Sampics
Zé Roberto: Elfer rausgeholt, Tor vorbereitet und selber eingenetzt. Glänzend vom 34-Jährigen. Jede Aktion hatte Hand und Fuß. Ruhig und überlegt machte Zé wie so oft alles richtig. Note: 1 © dpa
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Franck Ribéry: Zwischen Genie und Wahnsinn. Leitete das 2:0 ein und vollendete eiskalt. Mit vielen Zauberpässen, aber auch mit viel Arroganz. Versuchte wieder mal einen Panenka-Elfer per Lupfer. Doch Lehmann blieb stehen. Insgesamt eine ziemlich starke Leistung von Ribéry. Note: 2 © dpa
Miroslav Klose: Eine gute Chance versiebte er, weil er zu lange mit dem Abschluss zögerte. Dem ersten Elfer ging sein Schuss voraus. Kapital konnte bekanntlich nicht daraus geschlagen werden. Mannschaftsdienlich wie immer. Note: 3 © dpa
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Luca Toni: Die Stuttgarter deckten ihn konsequent, aber nicht überhart. Zu selten konnte er sich von den Schwaben befreien. Einmal reichte es dann aber doch – und der Ohrschrauber begrüßte die Stuttgarter Kurve. Nach Traumvorlage von Ribéry lupfte Toni lässig an Lehmann vorbei. Ein weiteres Tor bereitete er mustergültig vor. Note: 2 © dpa
Ab der 68. Landon Donovan: ohne Bewertung. © fishing4

Für beide Mannschaften sollte es ein Gradmesser sein, eine Standortbestimmung. „Das Spiel wird zeigen, wie weit wir schon sind“, sagte Klinsmann vorher. Die Antwort: schon ganz, ganz weit! Der VfB hatte nicht den Hauch einer Chance. Die Bayern aber sind schon in Top-Form – und die Liga zittert!

Klinsmann entschied sich für die gleiche Startelf, die in der Hinrunde zuletzt so einen Super-Lauf gehabt hatte. Einzig Lell spielte für Oddo, weil der in den ersten drei Bundesliga­spielen gesperrt ist. „Es wird viel drauf ankommen wie die ersten 25 Minuten verlaufen“, hatte Klinsmann zuvor gesagt. Wie Recht er hatte. Denn schon nach 20 Minuten stand es 2:0 für die Bayern. Zur Halbzeit war das Spiel gelaufen, da stand’s schon 3:0. Torschützen: Schweinsteiger, Ribéry und Klose. Ribéry verschoss sogar noch einen Elfer. Jogi Löw war beeindruckt: „Die Bayern sind eindeutig die bessere Mannschaft. Der VfB hat keine Chance.“

Mann des Spiels: Zé Roberto. Der Brasilianer bereitete zwei Tore vor, erzielte eines selber. Ze einfach wunderbar! Wenn er die Bayern am Saisonende tatsächlich verlassen sollte, wäre das ein herber Verlust. Auch stark: Bastian Schweinsteiger, der zwei Tore erzielte.

Selten war ein Südderby so einseitig. Nur in den ersten zehn Minuten konnte Stuttgart mithalten. Danach überrollten die Bayern den VfB förmlich. 14. Minute: Boka spielt einen Ball direkt in den Fuß von Schweinsteiger. Der geht in den Strafraum, knallt den Ball von halbrechts ins lange Eck – 1:0! Nur 131 Sekunden später: Ribéry kann ungehindert in den Strafraum ziehen, legt ab auf Zé Roberto. Dessen Flanke landet auf Umwegen wieder bei Ribéry, der aus drei Metern einschiebt – 2:0! Und es ging munter weiter: Nach Bokas unabsichtlichem Handspiel pfeift Schriri Fandel Elfmeter. Ribery will den Ball lässig lupfen – schießt aber genau in die Arme von Lehmann, der auf einen Heber spekuliert hatte. Ganz schön arrogant, Franck!

Den Bayern war es egal. Das 3:0 macht Luca Toni noch vor Halbzeit. Und in der zweiten Hälfte setzen die Bayern ihre Lehrstunde für den VfB fort. Als Stuttgart den Druck etwas erhöhte schalteten auch die Bayern einen Gang rauf: Zé Roberto wird von Lehmann im Strafraum gefoult – Elfer. Schweini verwandelt locker zum 4:0., sein zweiter Treffer. Dann krönte Zé Roberto seine Gala-Vorstellung sogar noch mit dem 5:0 (61.). Die Demütigung war perfekt!

Der 1:5-Ehrentreffer von Gomez tat niemandem mehr weh. Philipp Lahm sagte am Ende: „Das war ein klares Zeichen an die Liga!“ Denn eines ist klar: Auch in Hoffenheim dürfte man das Spiel gesehen haben…

jj, mv, ta

Quelle: tz

Quelle: tz

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