Van Gaals schwerste Niederlage

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Louis van Gaal war nach der 1:3-Pleite dünnhäutig

München - Die Pleite gegen die Dortmunder und deren anschließende Jubelorgie in der Allianz Arena verhagelten Louis van Gaal ordentlich die Laune. Für ihn wird es jetzt brenzlig.

Nein, Louis van Gaal war wahrlich nicht zum Spaßen zumute. Die 3:1-Pleite gegen Borussia Dortmund, deren anschließende Jubelorgie in der Allianz Arena – dem Bayern-Trainer hatte es ordentlich die Laune verhagelt. So fiel van Gaal zurück in alte Verhaltensmuster, bei denen er kritische Fragen von Journalisten als persönliche Beleidigung empfindet. „Sie wollen mich provozieren!“, schimpfte er vor den ZDF-Kameras.

So dünnhäutig hat man ihn lange nicht mehr erlebt. Nach seinem größten Sieg gegen Mailand folgte nun seine schwerste Niederlage. „Das war heute sehr, sehr bitter!“, gestand Sportdirektor Christian Nerlinger, Karl-Heinz Rummenigge kapitulierte: „Im Grunde kann man Borussia Dortmund gratulieren.“

Franz Beckenbauer warnt: „Das zu erreichen, wird immer schwieriger.“ Auffällig: Dortmunds Sieg war vor allem auch ein Sieg des Systems. Klopp ließ Robben und Ribéry stets doppeln – damit war die Bayern-Offensive kalt gestellt. „Die Dortmunder haben gezeigt, wie man gegen Bayern spielen muss und wie man gegen sie gewinnen kann. Das war eine taktische Meisterleistung!“, lobte Torwart-Legende Oliver Kahn im ZDF-SportStudio.

Und er übte scharfe Kritik an seinem Ex-Klub: „Das war teilweise eine Lehrstunde für den FC Bayern, der in der Defensive auf mich wie ein Hühnerhaufen gewirkt hat. Ungeordnet, unheimlich viele Fehler, leichte Ballverluste!“

Die Bayern-Defensive – van Gaals größter Problemfall. Denn in dessen Philosophie hat die Offensive Priorität. Auch das kritisierte der Titan: „Er will immer offensiven Fußball spielen. Attraktiven Fußball, der nach vorne geht, der ein Spektakel ist. Aber Titel gewinnst du aus der Defensive heraus. Und eine geordnete Defensive heißt ja nicht, dass ich nicht auch attraktiven Fußball spielen kann. Hier die Balance wieder zu finden, da muss Bayern wieder hinkommen.“

Die Kritik an van Gaal wird wieder lauter. Zumal auch sein übertrieben selbstbewusstes Auftreten innerhalb des Vereines nach wie vor für Diskussionen sorgt. Für Louis van Gaal hängt nun vieles am Pokal-Halbfinale gegen Schalke und dem Weiterkommen in der Champions League. Franz Beckenbauer wollte keine Partei ergreifen für den Holländer. Frage: Ist der Trainer in Gefahr, wenn Platz zwei nicht erreicht wird? Beckenbauer zurückhaltend: „Das müssen andere entscheiden.“

jj, ta, lop

Quelle: tz

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