Sancho, Nelson und bald Hudson-Odio?

FCB-Star Gnabry erklärt: Darum kommen so viel englische Talente in die Bundesliga

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Serge Gnabry wurde beim FC Arsenal ausgebildet. 

Der Wechsel von Callum Hudson-Odoi zum FC Bayern ist angeblich Medienberichten fix. Nicht das erste englischen Mega-Talent, dass den Schritt in die Bundesliga wagt. Gnabry erklärt warum. 

München - Geht es jetzt doch ganz schnell mit Callum Hudson-Odoi? Laut Sky soll der FC Chelsea das vierte Angebot des FC Bayern für den 18-Jährigen in Höhe von 39 Millionen Euro grundsätzlich angenommen haben.

Allerdings sei der Transfer damit noch nicht perfekt, Chelsea soll versuchen, den Youngster noch bis zum Sommer zu halten. Der Trainer der Blues, Maurizio Sarri, hatte erst kürzlich dem Youngster öffentlich zum Bleiben geraten: „Er ist ein wichtiger Spieler für mich. Er hat hier eine sehr große Zukunft. Es wäre besser für ihn zu bleiben.“

Doch vor allem der Spieler selbst soll dem Vernehmen nach auf einen Wechsel nach München und in die Bundesliga drängen. Dort wäre der Engländer dann in bester Gesellschaft. 

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Sancho wirbelt in Dortmund - Nelson knipst in Hoffenheim

In Dortmund sorgt sein Landsmann Jadon Sancho (kam von Manchester City) mit 18 Jahren für Furore, in Hoffenheim hat der 19-jährige Reiss Nelson (Leihgabe des FC Arsenal) bereits sechs Treffer in 13 Partien erzielt. Aber warum sind gerade junge Engländer so begehrt?

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Bei der U 17-WM in Indien im Oktober 2017 sicherte sich England souverän den Titel. Im Achtelfinale fegten die Engländer Japan mit 5:0 vom Platz, das Viertelfinale gewannen sie nicht weniger souverän gegen die USA mit 4:1. Im Halbfinale ließ England Brasilien mit einem 3:1-Sieg ebenfalls keine Chance und im Finale gegen Spanien spielte sich das Team in einen Rausch und gewann 5:2. Zu den Nachwuchs-WM-Helden gehörten Sancho und Odoi – beide Jahrgang 2000.

England investiert viel in Ausbildung

Klar, dieser Jahrgang ist eine Ausnahme-Ansammlung von Talenten, aber trotzdem hat sich auf der Insel einiges getan in den letzten Jahren in Sachen Ausbildung. Auch die U 20-Nationalmannschaft der Three Lions wurde 2017 Weltmeister. Kein Wunder, dass die Engländer mittlerweile als führend in der Nachwuchsarbeit gelten. 

Dafür wurde nicht nur viel Geld in die Hand genommen, sondern es wurden auch viele Ideen umgesetzt. Unter anderem wurde in die Trainerausbildung investiert. Außerdem legen die Briten mehr Wert auf die individuelle Schulung der Fußballer, weniger auf mannschaftstaktisches Verhalten. Das funktioniert.

Gnabry erklärt, warum es so viele englische Talente gibt 

Serge Gnabry durchlief die Jugend-Akademie des FC Arsenal und erklärt auf Nachfrage der tz: „Als ich rübergegangen bin, war Deutschland von der Ausbildung her viel stärker. Natürlich bringt jeder Spieler sein Potenzial oder Talent mit. Man sieht: Wenn man Spielpraxis hat, kann man sich durchsetzten – egal woher man kommt oder wie alt man ist. Aber die Engländer haben gerade echt starke Spieler in ihren Jugend-Mannschaften.“ 

Weil die Liga aber nicht nur gute junge Spieler, sondern die Klubs auch viel Geld haben, tummeln sich enorm viele gestandene Stars auf der Insel. An denen kommt selbst der talentierteste Youngster nur schwer vorbei. Da ist die Bundesliga ein gern genommenes Sprungbrett. 

Manuel Bonke

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