Trainersuche beim FC Bayern

Heynckes und Hoeneß: Wie gefährdet ist ihre Freundschaft durch die „Charme-Offensive“?

Begehrt, aber auch genervt: Jupp Heynckes sieht seinen verdienten Ruhestand in Gefahr
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Von Uli Hoeneß (r.) begehrt, aber auch genervt: Jupp Heynckes (l.) sieht seinen verdienten Ruhestand in Gefahr.

Jupp Heynckes erhält keine Ruhe und wird regelmäßig mit dem Wunschdenken seines Vorgesetzten Uli Hoeneß konfrontiert. Sorgt das unter den „ziemlich besten Freunden“ für eine wachsende Distanz?

München - In ziemlich vielen Variationen hat Jupp Heynckes in den vergangenen Wochen kundgetan, dass er am Saisonende das Traineramt beim FC Bayern niederlegen wird. Nichtsdestotrotz wird der 72-Jährige weiterhin regelmäßig zu einer möglichen Vertragsverlängerung beim deutschen Rekordmeister befragt. Dies liegt allerdings nicht nur an den Medienvertretern, deren Nachhaken sich der Erfolgsgarant regelmäßig ausgesetzt sieht, sondern auch der ständigen „Charme-Offensive“ von Uli Hoeneß.

Der FCB-Präsident macht keinen Hehl aus seiner Wunschvorstellung, dass sein guter Freund auch in der Spielzeit 2018/2019 das Training an der Säbener Straße leiten wird. Unlängst machte der Triumphator des Triple-Jahres 2013 jedoch deutlich, was er von dieser Wortwahl hält: „Das ist eine Vokabel, die ich nicht gut finde.“

Wie die Sport Bild berichtet, ist das Verhältnis zwischen den beiden Urgesteinen des Serien-Titelträgers der Bundesliga derzeit abgekühlt. Dem Magazin zufolge sei Jupp Heynckes zunehmend genervt vom Werben seines Vorgesetzten. Die Folge: Der Trainer ziehe sich zunehmend zurück, was dem Bericht zufolge längst auch von der Mannschaft des FC Bayern so empfunden wird. Als Beispiel wird folgende Entwicklung angeführt: Hoeneß und Heynckes seien zuletzt immer weniger zusammen gesehen worden. Auch bei den regelmäßigen Mittagessen mit Karl-Heinz Rummenigge und der Mannschaft blieb mindestens einer der beiden zuletzt öfter fern. 

Auch interessant: Matthäus sieht „idealen Nachfolger“ für Heynckes

Hoeneß: Was Jupp Heynckes beim FCB gerade wirklich nervt

Ob das wirklich Indizien für eine Abkühlung der „ziemlich besten Freunde“ (O-Ton Hoeneß) sind, sei dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass Heynckes an seinem Vorhaben, nach Beenden der Spielzeit zu Familie und Hund zurückzukehren, nichts geändert hat. Zu den Chancen eines Verbleibes in München gab er als jüngste Aussage zu Protokoll: „Das ist vergebene Liebesmüh und ich finde, man sollte das Thema ad acta legen.“

Dieter Hoeneß, Bruder des Bayern-Präsidenten, gibt in der Sport Bild folgende Einschätzung zum besten: „Ich denke, dass Jupp ja nicht nervt, dass Uli um ihn kämpft, denn das ist ja ein schönes Kompliment. Ihn stört vielmehr, dass er ständig damit konfrontiert wird. Er will sich mit seinen fußballerischen Themen beschäftigen und hat ein klares Statement zu seiner Zukunft gegeben. Wenn er sich anders entscheiden sollte, wird er das auch wissen lassen.“

Seit Jupp Heynckes beim FCB wieder das Zepter übernahm, läuft es sportlich nahezu perfekt.

Auch Bayerns Ex-Präsident Fritz Scherer kommt zu Wort und äußert sich über die Situation von Heynckes, mit dem er öfter in Kontakt stehe: „Jupp ist ein sehr familiärer Mensch. Ein weiteres Jahr ohne seine Frau würde ihm sehr schwerfallen. Natürlich würde auch ich mich freuen, wenn er als Trainer weitermacht. Aber man muss so ehrlich sein und sehen, dass er nur aus einem Freundschaftsdienst an Uli und Kalle noch mal eingesprungen ist.“

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