Pro Karte wird ein Euro für herzkranken Bub gespendet

Unterhaching und die Bayern trommeln vor dem Derby für den kleinen Leo

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Kämpfer: ­Markus Schwabl (li.), Bayerns ­Nicolas ­Feldhahn und der kleine Leo

Mit einem gemeinsamen Aufruf der Hachinger und kleinen Bayern soll dem mit einem schweren Herzfehler geborene kleine Leo geholfen werden. Was hinter der Aktion steckt...

  • Der kleine Leo wurde im Mai 2019 mit einem schweren Herzfehler geboren
  • Er kann das Krankenhaus nicht verlassen, weil es an Fachkräften für die Betreuung daheim fehlt
  • Markus Schwabl und Nicolas Feldhahn besuchten Leo im Krankenhaus und wollen ihm helfen

München - Es ist ein Missstand, der nicht nur Unterhaching bewegt. Der kleine Leo, im Mai 2019 mit einem schweren Herzfehler geboren, erfolgreich operiert und nun auf eine Beatmungsmaschine angewiesen, kann auch nach neun Monaten das Krankenhaus noch nicht verlassen. Grund: Der chronische Pflegenotstand. Es fehlt an qualifizierten Kinder-Intensiv-Fachkräften für die häusliche Betreuung.

„Manchmal würden wir ihn gerne einfach nehmen und mit ihm nach Hause fahren“, sagt Leos Mutter Alice. Dafür braucht die Familie dringend Hilfe von einem Pflegedienst. „Gerade am Anfang, wenn er heimkommt“, sagt Alice. „Leo braucht Unterstützung, aber auch wir als Familie.“ Die Maschine muss überwacht, die Sauerstoffversorgung gemessen werden – Aufgaben, für die die Familie externe Hilfe dringend braucht. Das Problem ist, dass der Pflegedienst, der die Familie aus Unterhaching betreut, momentan nicht genügend Kinder-Intensiv-Krankenpfleger zur Betreuung hat – ein grundsätzlicher Misstand. Und hier kommt der Fußball ins Spiel.

„Was er in seinem Alter schon durchmachen musste, ist unbeschreiblich“

Markus Schwabl von der SpVgg Unterhaching und Nicolas Feldhahn von der zweiten Mannschaft des FC Bayern besuchten Leo vor dem Derby am Freitag (19 Uhr, Magentasport live) im Münchner Kinderkrankenhaus. „Leo ist ein Kämpfer“, sagt Schwabl. „Was er in seinem Alter schon durchmachen musste, ist unbeschreiblich. Davor habe ich größten Respekt.“ Auch Feldhahn war von dem Besuch beeindruckt. „Man kann ihm und seiner Familie nur das Beste wünschen. Ich hoffe, dass wir ihnen helfen können!“

Der gemeinsame Aufruf der Hachinger und kleinen Bayern: „Wir wollen bei der Suche nach Kinder-Intensivpflegekräften helfen und Leos Familie finanziell unterstützen. Wenn Sie dem kleinen Leo und seinen Eltern bei der Suche nach einem Pflegedienst helfen können, melden Sie sich bitte unter leowillnachhause@gmail.com. Außerdem wird von jeder Eintrittskarte, die für das Derby am Freitag im Hachinger Sportpark verkauft wird, ein Euro an Leo gespendet. Auf geht’s!

Verena Wieser aus München ist nach einer OP von den Schultern ab gelähmt. Sie lebt zuhause. Wegen eines geplanten Gesetzes von Jens Spahn hat sie Angst, ins Pflegeheim zu müssen.

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