Wer holt die Schale?

FC Bayern vs. BVB: Sky erfüllt Wunsch der Fans – Meisterkonferenz zum Bundesliga-Finale

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Gnabry und Bayern oder Piszczek und Dortmund: Wer feiert am Samstag?

Der FC Bayern kann am letzten Spieltag die Meisterschaft feiern und Borussia Dortmund in die Schranken weisen. Pay-TV-Sender Sky zeigt eine Meisterkonferenz.

So ein Finale gab es seit Jahren nicht: Die Bundesliga ist bis zum letzten Spieltag spannend, die Meisterfrage ist nach wie vor offen. Krönt der FC Bayern seine Aufholjagd oder kommt der BVB doch nochmal zurück? Am Samstag gegen 17.30 Uhr wissen wir mehr.

Die Fußballfans dürfen sich nicht nur über ein Fernduell um die Schale freuen - Pay-TV-Sender Sky hat angekündigt, zum Finale eine exklusive Meisterkonferenz mit dem FCB und dem BVB zu zeigen. Diesen Service gibt es nach Angaben von Sky zusätzlich zur herkömmlichen Spieltagskonferenz. 

Meisterschaftskonferenz zu FC Bayern und BVB live auf Sky: Zwei bekannte Stimmen am Mikrofon

Auch die Kommentatoren sind schon fix: Wolff-Christoph Fuss sitzt beim Bayern-Heimspiel gegen Frankfurt vor dem Mikro, Dortmunds Gastspiel in Mönchengladbach übernimmt Kollege Frank Buschmann. „Einer spannenden, witzigen und hoffentlich atemberaubenden Sky Meisterkonferenz steht so nichts im Wege“, heißt es beim Pay-TV-Sender.

Bei einem Sieg ist Bayern definitiv Meister, auch ein Unentschieden könnte reichen. Beim BVB hat man für den Fall der Fälle allerdings auch schon die anschließende Meisterfeier geplant

Meisterkampf: Das spricht für den FC Bayern - und das gegen ihn

München - Die Bundesliga fiebert auf das Meisterfinale hin. Nur zwei Punkte trennen den FCB am letzten Spieltag vom zweitplatzierten BVB. Siegt Bayern gegen Frankfurt, jubeln die Münchner. Holen sie nur einen Punkt, ist die Schale dank des Torverhältnisses (17 Tore besser als Dortmund) auch so gut wie rotweiß. 

Verliert Bayern und Dortmund siegt in Gladbach, feiern die Borussen. Eine Entscheidung am letzten Spieltag gab es zuletzt 2009. Wo ist der Druck größer? Im Westen, weil ein Dreier Pflicht ist? Oder im Süden, weil man alles verspielen kann? Wir fühlen auf den Meisterpuls!

FC Bayern: So sähe das Traumfinale aus

Der FC Bayern darf am Samstag im Heimspiel gegen Frankfurt alles klar machen in Sachen Meisterschaft. Der rote Teppich liegt aus. Besser könnte die Ausgangslage für die Münchner kaum sein. Denn: Schon beim unglücklichen 0:0 in Leipzig stellte die Mannschaft von Niko Kovac unter Beweis, dass die Form stimmt. 

Präsident Uli Hoeneß sagte nach dem Remis in Sachsen zu Recht: „Ich werde sechs oder sieben Tage wundbar schlafen, weil ich weiß: Wenn die Mannschaft so spielt wie heute, so kämpft, sich so reinhaut, dann sind wir am Samstag Deutscher Meister.“ Und dafür genügt ja sogar ein Unentschieden. 

Schon bei der 0:2-Pleite gegen Mainz wurde deutlich, dass die Frankfurter Europa-League-Helden auf der letzten Felge laufen.Für Sebastian Rode (Knorpelschaden im Knie) ist die Saison beendet, anderen Topspielern fehlt die Frische. Der Blick auf die Zahlen verrät: Die Eintracht hat bereits 48 Pflichtspiele in den Beinen, sogar der FCB musste nicht derart oft ran (47 Partien).

FC Bayern: Gute Erfahrungen mit der Eintracht

Die bayerischen Erfahrungen mit Kovacs Ex-Klub waren bislang zudem nicht die schlechtesten: Mitte August schoss der Rekordmeister die Eintracht im Supercup mit 5:0 aus dem Frankfurter Stadion. Zugegeben: Die Elf von Adi Hütter hatte damals wenig mit der heutigen Formation zu tun. Auch in der Bundesliga, Ende Dezember, war die Begegnung eine klare Angelegenheit: Der FCB siegte auswärts 3:0.

Damals führten Doppelpacker Franck Ribéry und Rafinha die Münchner zum klaren Erfolg. Womit wir beim letzten Punkt des Traumfinals wären: Alle Bayern-Spieler haben am Samstag die einmalige Möglichkeit, ihren Mitspielern den Abschied zu ermöglichen, der ihnen zweifelsfrei gebührt. 

FC Bayern: Perfekter Abschied für Robbery?

Mit einem klaren Heimsieg, ausreichend Spielzeit und am Ende mit der begehrten Schale in den Händen. Kurios: Weder Robben, noch Ribéry haben die Meisterschaft bislang nach einem Dreier daheim feiern dürfen. Letztmals machte der FCB im Jahr 2000 alles im eigenen Stadion klar, damals noch das Olympiastadion. Vor 19 Jahren ging Tabellenführer Leverkusen wenige Kilometer weiter in Unterhaching baden. 

Apropos: Der BVB muss am Samstag erst mal in Mönchengladbach gewinnen. Für den FCB hingegen gibt’s das Traumfinale schlechthin! 

jau

FC Bayern: So sähe das Finaltrauma aus

Kaum war klar, dass es am letzten Spieltag zum Finale um die Meisterschaft geht, erklärte Hans-Joachim Watzke, bei wem der Druck größer ist. „Wir hatten brutalen Druck“, so der Boss der Borussia. 

„Der Druck wandert jetzt weiter Richtung Süden. Bayern kann alles verlieren, wir können alles gewinnen.“ Psychotrick oder Wahrheit?

Fakt ist: Niko Kovac steht vor dem Finale am Samstag mächtig unter Druck. Gerade nachdem sich sämtliche Bosse zuletzt um eine Jobgarantie für den Kroaten gedrückt haben, weiß der Cheftrainer der Roten: Sollte er nicht liefern und das Double holen, könnte aus der nicht ausgesprochenen Jobgarantie ganz schnell auch eine Trennung werden. Nicht nur Bayern, sondern auch Kovac kann also alles verlieren.

Das Kuriose daran ist, dass es sich hierbei um einen ganz und gar hausgemachten Nebenkriegsschauplatz handelt. Anstelle dem Coach gerade vor den wichtigen Wochen der Saison demonstrativ den Rücken zu stärken und nach dem Saisonende die nötigen Rückschlüsse zu ziehen, haben die Herren an der Säbener Straße eine Diskussion heraufbeschworen, die aktuell sogar über den zwei Endspielen zu stehen scheint.

FC Bayern wohl ohne Neuer, BVB mit Reus

Neben der Kovac-Debatte hemmen aber auch weitere interne Brandherde die Aufbruchstimmung im Team. Während Marco Reus beim Finale in Gladbach nach seiner Rotsperre zurückkehrt, steht hinter dem Einsatz von Manuel Neuer weiterhin ein Fragezeichen. Der Abschied von Robbery schwirrt ebenfalls allen im Kopf herum. Das Wissen, dass man alles bereits in Leipzig hätte klarmachen können, auch.

Und da wären auch noch die Frankfurter. Nach dem 0:2 der SGE in Mainz müssen die Adler in der Allianz Arena auf Sieg spielen, wenn sie den erneuten Einzug in die Europa League nicht in Gefahr bringen wollen. Dass sie den Bayern – und gleichzeitig ihrem alten Trainer – im bayerischen Wohnzimmer die geplante Meistersause versauen könnten, dürfte ihr Übriges tun. Motivation auf der einen, Druck auf der anderen Seite! 

lop

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