Bedenken sind für FCB-Präsi „Blödsinn“

Hoeneß: Darum holen wir keinen Ersatz für Lewandowski

Uli Hoeneß (r.) macht sich keine Sorgen, dass Robert Lewandowski ausfallen könnte.
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Uli Hoeneß (r.) macht sich keine Sorgen, dass Robert Lewandowski ausfallen könnte.

München - Was wäre der FC Bayern ohne Robert Lewandowski? Der Weltklassestürmer knipst zuverlässig im Auftrag des Rekordmeisters. Doch für den Fall einer Verletzung hätte Trainer Carlo Ancelotti keinen Ersatz. Präsident Hoeneß verrät, warum das auch so bleibt.

Wie wichtig Robert Lewandowski für den FC Bayern ist, stellte der Pole am vergangenen Freitag wieder eindrucksvoll unter Beweis. In einem insgesamt doch recht schwachen Spiel des Rekordmeisters beim frechen Aufsteiger aus Freiburg sorgte Lewandowski nicht nur für den Ausgleich nach frühem Rückstand, sondern schoss den Rekordmeister mit einem Traumtor in der Nachspielzeit zum Herbstmeistertitel.

Was wäre der FC Bayern ohne Lewandowskis Tore?

Lewandowski knipst zuverlässig im Trikot des Rekordmeisters. In wettbewerbsübergreifend 24 Pflichtspielen der aktuellen Saison erzielte der 28-Jährige satte 22 Buden und lieferte dazu noch drei Torvorlagen. Seit er im Sommer 2014 an die Säbener Straße kam, lief Lewandowski in 125 Spielen für den Rekordmeister auf und traf dabei 89 Mal ins gegnerische Tor. 

Der Weltklassestürmer ist die Lebensversicherung der Roten. Einen Ausfall des Polen könnte der aktuelle Kader nicht auffangen. Darum mehren sich die Stimmen, die den Bayern-Bossen raten, doch einen Ersatz oder zumindest einen Back-Up für Lewandowski zu verpflichten. Sollte der Ausnahmespieler tatsächlich mal ausfallen, steht im Kader kein gelernter Stürmer als Alternative parat.

Julian Green, der allerdings den Beweis seiner Klasse schuldig blieb, wurde im Winter an Zweitligist VfB Stuttgart verkauft. Thomas Müller kann zwar auch im Sturmzentrum spielen, fühlt sich aber hinter der ersten Angriffslinie wohler.

Hoeneß: „Wir hatten für Gerd Müller auch keinen Ersatz“

Geht der FC Bayern zu hohes Risiko, wenn er auf eine Lewandowski-Alternative verzichtet. Ein klares Nein kommt vom Bayern-Boss höchstpersönlich. "Wenn ich immer höre, der FC Bayern hat keinen Ersatz für Lewandowski, für Gerd Müller hatten wir auch keinen Ersatz", poltert FCB-Präsident Uli Hoeneß im kicker. Seine Begründung dafür klingt allerdings etwas eigenwillig: "Robert ist so zäh, so fit, seine Muskulatur ist ein einziger Strang. Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen, bei dem ist alles tipptopp."

Sicher, Lewandowski ist ein Modellathlet und verfügt über herausragende physische Fähigkeiten. Doch was, wenn er in einem möglichen Champions-League-Halbfinale oder -Finale gesperrt sein sollte? Oder in einer Partie von einem Gegenspieler einen Tritt bekommt, der ihn wochenlang außer Gefecht setzt? Und welcher Profi kann tatsächlich über die gesamten 70 bis 80 Pflichtspielen einer Saison Höchstleistungen abliefern? Die Gefahr besteht, dass im Endspurt im April oder Mai, wenn die Höhepunkte anstehen, dann die geistige und körperliche Frische fehlt - selbst bei Lewandowski.

Für Hoeneß sind Gedankenspiele über die Zusammensetzung und Größe des Kaders aber „Blödsinn“, er sieht „überhaupt kein Problem“. Für die Fans des FC Bayern bleibt zu hoffen, dass der Präsident Recht behält...

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snacktv

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