Trainer-Duell im Pokal-Finale

Sportpsychologe meint: „Kovac hat mehr Druck als Merkel“ 

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Niko Kovac ist doppelt motiviert, meint Sportpsychologe und Motivationscoach Matthias Herzog.

Niko Kovac (46) übernimmt bald das Zepter beim FC Bayern. Doch vor dem Wechsel trifft der Trainer im Pokalfinale auf als Gegner auf die Bayern. Eine heikle Situation? 

München - Neu gegen alt, Zukunft gegen Vergangenheit, Niko gegen Jupp! Das Pokalfinale zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt am 19. Mai wird zum Trainer-Duell zwischen Noch-Trainer Jupp Heynckes und Bald-Coach Niko Kovac. Der Kroate selbst sieht darin keinerlei Interessenskonflikt: „Ich habe in Frankfurt einen Vertrag bis 30. Juni. Jeder weiß, dass ich immer alles gebe in jeder Sekunde meiner Arbeitszeit.“ Frankfurt-Sportdirektor Bruno Hübner meint in diesem Zusammenhang: „Da kann Niko gleich mal zeigen, was er kann.“

Kovac hat noch keinen Titel

Dass für Kovac alles andere als ein Sieg mit seinen Frankfurtern nicht infrage kommt, davon ist auch Sportpsychologe und Motivationscoach Matthias Herzog überzeugt, wie er der tz erklärt: „Viele sagen, Kovac sei die C-Lösung, weil er noch keinen Titel hat. Darum ist er doppelt motiviert, als Pokalsieger seinen Dienst beim FCB im Sommer anzutreten. Im Falle eines Pokalerfolgs tut er das mit einem ganz anderen Selbstvertrauen und einem besseren Standing. Er hat dann nicht nur einen Titel gewonnen, sondern auch die großen Bayern geschlagen.“

Was passiert wenn die Frankfurter verlieren?

Andersrum: Wenn die Frankfurter eine richtige Klatsche gegen die Bayern kassieren, werden kritische Stimmen in Sachen Kovac lauter. Herzog: „ Wenn er mit Pauken und Trompeten in Berlin untergeht, wird Kovac im Kopf einen unruhigen Sommer haben – und sich dann doppelt und dreifach gut auf seine neue Station vorbereiten. Denn: Der Fokus von ganz Fußball-Deutschland liegt ab dem ersten Tag als Bayern-Trainer komplett auf seiner Person. Er ist gut beraten, sich selbst keinen Druck zu machen. Aber er ist natürlich da – Kovac hat mehr Druck als Angela Merkel.“

Wenigstens scheinen im Vorfeld des Pokalfinales die Wogen zwischen München und Frankfurt nach dem Wechsel-Chaos etwas geglättet. „Die jüngsten Anfeindungen gegen Niko waren nicht fair, er ist ein aufrichtiger Mensch und die Mannschaft hat auch für ihn gespielt“, verteidigte Sportdirektor Hübner seinen Noch-Mitarbeiter.

Für Schmunzeln in Frankfurt sorgte hingegen die Aussage von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, dass Fredi Bobic durch seine und Uli Hoeneß’ Worte zur Räson gekommen sei. Bobic konterte souverän: „Wenn ich den Nachhall so verfolgt habe, haben viele für die Aussagen, die ich gemacht habe, Verständnis gehabt. Es gibt viele Fußballfans, die können sich ihr eigenes Bild machen.“ 

Nach wie vor ist der Wechsel Niko Kovac‘ zum FC Bayern Thema. Sagte er die Wahrheit über den Ablauf?

Wegen Bayern-Wechsel: Erlebt Kovac heute diesen Fan-Spott?

bok

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