FC Bayern siegt auch in Frankfurt

Franck Ribery erzielte erneut einen wichtigen Treffer für die Bayern.
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Franck Ribery erzielte erneut einen wichtigen Treffer für die Bayern.

Frankfurt - Die Sieges-Serie der Bayern hält an! Aber wie schon gegen Wolfsburg bedurfte es beim 2:1-Erfolg in Frankfurt eines wahren Kraftakts der Klinsi-Elf.

Nach Demichelis’ Eigentor fighteten sich die Roten aber bravourös zurück ins Spiel. „Das Eigentor war nicht hilfreich. Aber viel wichtiger war die Reaktion, die wir gezeigt haben“, erklärte Tim Borowski nach dem Spiel, „wir haben eine super Moral bewiesen und gezeigt, dass wir ein echtes Team sind, das richtig Gas gibt“. Klose und Ribéry sorgten für den dritten Bundesliga-Sieg in Folge. Die Comeback-Bayern schlagen wieder zu!

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„In Frankfurt wollen wir den nächsten Schritt machen“, lautete die Devise von Jürgen Klinsmann vor dem Anpfiff. Im ersten Durchgang war das aber eindeutig ein Schritt in die falsche Richtung. Wenig Tempo, keine Idee – die 51 000 Zuschauer in der Frankfurter Arena bekamen einen ganz müden Kick vorgesetzt. Die beste Chance hatte Bastian Schweinsteiger: Nach einem schönen Zuspiel von Franck Ribéry tauchte der Nationalspieler allein vor Torwart Oka Nikolov auf. Der Abschluss wie das Spiel der Bayern in den ersten 45 Minuten: Fahrig und überheblich – der Keeper kann klären. Der Rest des ersten Durchgangs ist schnell erzählt: Borowski schießt aus gut 20 Metern übers rechte Kreuzeck (29.), van Bommel in Nikolovs Arme (33.). Michael Rensing wichtigsten Aufgaben: Weder erfrieren noch einschlafen. Frankfurts einziger (!) Torschuss in der ersten Hälfte: Ein „Freistößchen“ von Toski in die Arme des Torwarts – nach 43 Minuten. Positiv gesehen: Zur Pause steht die Null – das gab’s vor dem Duell gegen die Eintracht in dieser Spielzeit erst drei Mal. Aus 63 Prozent Ballbesitz machten die Roten viel zu wenig…

…und im zweiten Durchgang wurde es zunächst noch schlimmer. Denn ruckzuck war das „zu Null“ für Rensing und die Bayern wieder weg. Das Abwehrchaos beim Rekordmeister geht weiter – in Frankfurt sorgte die Defensive höchst selbst dafür. Denn Steinhöfers Flanke aus dem rechten Halbfeld bugsierte Martin Demichelis mit rechts unhaltbar ins lange Eck, 1:0 für Frankfurt.

Doch dann kamen die „Wolfsburg-Bayern“! Wie am vergangenen Samstag drehte die Klinsis Elf erst nach dem Rückstand richtig auf. Einer sticht dabei heraus: Franck Ribéry. In der 65. Minute zündet der Franzose den Turbo. Seine Hereingabe verlängert Schweini mit der Hacke, Klose trifft aus kurzer Distanz zum 1:1. Dann tauschen Torschütze und Vorbereiter: Klose flankt Klasse auf Ribéry, der per Direktabnahme zum 2:1 einschießt. Ein Traumtor – allerdings irritierte Schweinsteiger (wie Podolski beim 1:2 gegen Wolfsburg) den gegnerischen Torwart, der Treffer hätte nicht zählen dürfen.

Die Führung bleibt bis zum Schluss bestehen. Weil Bayern bei Frankfurts Schlussoffensive etwas Dusel hatte. Aber auch, weil Bayern im zweiten Durchgang richtig fightete, insgesamt sechs gelbe Karten kassierten – und so einen enorm wichtigen Dreier einfuhr. Denn Hoffenheim als auch Hamburg gewannen – trotzdem ist das Ziel Herbstmeisterschaft weiter fest im Blick…

jj, ta

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Quelle: tz

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