Abschied als Markenbotschafter

Rummenigge bedankt sich bei Breitner

Paul Breitner hört als Markenbotschafter des FC Bayern auf.
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Paul Breitner hört als Markenbotschafter des FC Bayern auf.

München/London - Nach Paul Breitners Abschied als Markenbotschafter vollzieht der FC Bayern einen „Generationswechsel“. Karl-Heinz Rummenigge bedankt sich bei Breitner für die vergangenen Jahre.

Fußball-Weltmeister Paul Breitner hört überraschend beim FC Bayern München auf. Der Markenbotschafter beendet auf eigenen Wunsch Ende des Monats seine Arbeit beim Rekordmeister und will sich anderen Dingen widmen. Auch ein Studium lockt den langjährigen Bayern-Profi. „Man darf nicht vergessen, er ist jetzt 65. Er will in dem Alter jetzt auch ein bisschen was anderes machen“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in London. „Es war eine Entscheidung, die Paul gefällt hat.“

Der FC Bayern stellte erst vor drei Wochen seine ehemaligen Spieler Giovane Elber (44), Bixente Lizarazu (47) und Hasan Salihamidzic (40) als neue Markenbotschafter vor. Bei der offiziellen Präsentation in München hatte Breitner noch seine Freude kundgetan, künftig „drei solche Lehrlinge an meiner Seite zu haben“. Jetzt übergibt er den „Staffelstab“ und vollzieht den „Generationswechsel“. Der 65-Jährige wünscht sich zu Elber, Lizarazu und Salihamidzic noch weitere Botschafter bei seinem Herzensclub.

Wieder 100% Breitner

Breitner wirkte seit 2007 wieder für den FC Bayern, auch schon als Vorstandsberater und Scout. „Ich werde jetzt wieder zu 100 Prozent Paul Breitner sein. Aber ich werde auch weiterhin zu 100 Prozent Bayern-Fan sein, dazu wurde ich ja bereits als kleiner Bub getrimmt“, sagte Breitner in der „Bild“ und der „tz“ (Mittwoch). „Es gab viele Entscheidungen in meinem Leben, die nicht bewusst waren, wie der Elfmeter im Finale 1974. Aber jetzt bin ich überzeugt, dass das der richtige Schritt ist.“

Der Ex-Nationalspieler sprach vom richtigen Zeitpunkt, um aufzuhören. Er sei zehn Jahre lang „aus voller Überzeugung und mit viel Freude“ für den Verein tätig gewesen. „Er hat das gut gemacht. Ich kann mich im Namen des Clubs bei ihm nur bedanken“, sagte Rummenigge.

Breitner und der FCB

Breitner feierte Anfang der 1970er Jahre seine größten sportlichen Erfolge. 1971 gewann er den DFB-Pokal, 1972 bis 1974 die deutsche Meisterschaft und 1974 den Europapokal der Landesmeister mit den Bayern. Weltmeister und Europameister wurde er damals auch. In seiner zweiten Zeit beim deutschen Rekordmeister wurde Paul Breitner zum Wortführer und Mittelfeldchef des FCB, bald auch Mannschaftskapitän und neben Karl-Heinz Rummenigge der große Star.

In München feierte er 1980 und 1981 seine Meistertitel vier und fünf und wurde 1982 auch noch einmal DFB-Pokalsieger. Am 31. Mai 1983 wurde Breitner Ehrenspielführer.

Jahrzehnte später kehrte er zu den Bayern zurück. „Wir zählen zu den drei wichtigsten berühmtesten Marken und Clubs in der Welt“, hatte Breitner den Verein vor drei Wochen gerühmt. „Es gibt viel zu tun, diesen wunderbaren Club zu repräsentieren in Deutschland, Europa und der Welt.“ Er selbst ist künftig nicht mehr in offizieller Funktion dabei.

dpa

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