FCB lässt Reds nicht ins Spiel kommen

Zerstörungstaktik trägt Früchte: Viel Lob für Kovac - nur einer bleibt verhalten

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Niko Kovac.

Ein torloses Remis in Liverpool, die Offensive der Reds fast kalt gestellt: Die Bayern haben ihre Ausgangsposition vor dem Rückspiel zu einem großen Anteil ihrem Trainer zu verdanken.

Liverpool - Den einzigen Fehltritt in der Coaching-Zone leistete sich Niko Kovac nach Abpfiff – zumindest in den Augen von Liverpool-Coach Jürgen Klopp. Der wollte mit dem Bayern-Trainer gleich nach Schlusspfiff die Hände schütteln, wie es in England üblich ist. Doch Kovac klatschte erst mit seiner Bank ab, darum gab es ein anschließendes Wortgefecht zwischen beiden.

„Ich habe da gestanden wie der Ochs vorm Berg“, meinte Kloppo. Kovac erklärte: „Es war nicht böse gemeint, ich habe mich ja danach entschuldigt.“ Den Inhalt der Entschuldigung verriet Klopp mit einem Grinsen: „Er hat mir gesagt, er wollte mit Ribéry sprechen, weil der Vater geworden ist. Aber das war ja schon das fünfte Mal, das ist ja nicht mehr so aufregend dann.“

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Zerstörungstaktik von Kovac

Gut möglich, dass Klopp auch wegen Kovac’ Zerstörungstaktik angefressen war. Mit der ließen die Münchner die gegnerische Power-Offensive fast gar nicht ins Spiel kommen. „In Liverpool so zu bestehen, das haben wir richtig gut gemacht. Jeder war für den anderen da. Wenn wir Struktur in unserem Spiel haben, ist es schwer, gegen uns ein Tor zu schießen“, zeigte sich der Kroate zufrieden.

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Kein Wunder, dass auch Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge von Taktik-Tüftler Kovac schwärmte: „Es war ein wichtiges Spiel für Niko. In der K.o.-Phase der Champions League kommen ja die großen Kracher, wo man dann auch als Trainer taktisch Einfluss nehmen kann. Und die Mannschaft und er haben das gut bewältigt.“

Diszipliniert wie lange nicht

FCB-Präsident Uli Hoeneß ist nach wie vor der Meinung, die Rolle des Trainers nicht zu hoch zu hängen: „Wir müssen aufhören, jedes Spiel auf den Trainer zu beziehen. Das ist alles Käse. Der Trainer macht eine gute Arbeit.“

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Trotzdem: In Liverpool agierten die Kovac-Bayern taktisch diszipliniert wie lange nicht. Javi Martínez war der Wellenbrecher im Zentrum, die beiden Außenverteidiger Joshua Kimmich und David Alaba dachten in erster Linie defensiv und hielten so Salah und Mané in Schach. Auch sonst war die taktische Vorgabe des Trainers klar. „Das Tempo rausnehmen! Die drei da vorne nicht in Konter-Situationen kommen lassen. Dass wir die große Stärke des FC Liverpool nicht zulassen“, verriet Innenverteidiger Mats Hummels. Was ihn besonders freute: „Wir standen sehr diszipliniert. Die Viererkette war eine Viererkette. Sie war nicht auf Angriff ausgerichtet.“

Hummels lobt Kovac

Für Hummels hat der Kovac-Plan gut funktioniert, weil die Bayern so auch die Atmosphäre aus dem Stadion nehmen konnten: „Das kann ja wirklich der Wahnsinn werden hier in Liverpool.“ Jetzt muss der FCB das Spiel in München nur noch ähnlich diszipliniert angehen und die bis dahin ausgetüftelte Rückspiel-Taktik von Kovac seriös umsetzen. Da wären dann Tore nicht verkehrt…

Manuel Bonke, Jose Carlos Menzel Lopez

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