Havertz, Perisic & Co.?

Triple-Sieger und bestes Team in Europa! Folgt nun die große Transfer-Offensive des FC Bayern?

Hansi Flick und Hasan Salihamidzic freuen sich über den CL-Titel.
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Hansi Flick und Hasan Salihamidzic suchen nach Verstärkungen für den FC Bayern.

Dem FC Bayern winken durch den Erfolg in der Champions League Millionen-Gewinne. Folgt nun eine große Transfer-Offensive beim Rekordmeister?

  • Durch den Erfolg in der Champions League feiert der FC Bayern den Gewinn des Triples
  • Das spült natürlich auch viel Geld in die Vereinskassen des Rekordmeisters
  • Folgt daher nun eine große Transfer-Offensive der Bayern?

München - Den Champions-League-Titel, den der FC Bayern am Sonntagabend in Lissabon durch das 1:0 (0:0) gegen Paris Saint-Germain feiern durfte, ist nicht nur aus sportlicher Sicht ein absoluter Erfolg - sondern auch finanziell. Alleine durch den Sieg über PSG kassieren die Bayern wohl um die 19 Millionen Euro. Insgesamt sollen es sogar bis zu 120 Millionen sein, die die Münchner in der Königsklasse verdient haben.

Das ist definitiv eine ordentliche finanzielle Hausnummer. Wenn man zudem bedenkt, dass mit diesem Einnahmen nicht zwingend zu rechnen war und der FC Bayern mit den Verpflichtungen von Leroy Sané und Tanguy Kouassi seine Kaderplanung weitestgehend abgeschlossen zu haben schien, dann bieten sich in Sachen Transfers nun womöglich neue Optionen - zumindest finanziell!

FC Bayern: Mega-Transfer-Offensive durch Millionen-Einnahmen in der Champions League?

Durch die Abgänge von Philippe Coutinho, Alvaro Odriozola und vermutlich auch Ivan Perisic sowie Thiago Alcantara verliert der Champions-League-Sieger eine Menge Qualität. Bei Coutinho und Odriozola ist die Gemengelage klar, bei Perisic pokern Bayern und hoffen, dass Inter Mailand von seiner Forderung von 20 Millionen für den 32-Jährigen etwas runtergeht.

Zwar wäre das Geld für den Kroaten da, allerdings wäre die Summe im Hinblick auf dessen Alter keine wirklich sinnvolle Investition. Auch bei Thiago scheint die Sache eindeutig. Der 29-Jährige sucht eine neue Herausforderung in der Premier League, wofür die Bayern offenbar eine klare Summe genannt haben.

Dorthin wird es aller Voraussicht nach auch Kai Havertz ziehen. Dessen Wechsel von Bayern Leverkusen zum FC Chelsea ist wohl in den letzten Zügen. Schwer vorstellbar, dass der FC Bayern im letzten Moment dazwischengrätscht. Oder etwa doch? Vielleicht bringt der CL-Erfolg der Bayern nochmal eine ganz neue Ausgangslage? Wenige Tage später steht fest: Havertz wechselt nach London. Dort bekommt er sogar dennoch einen Hauch von Bayern München zu spüren.

Die Bayern dürfen Dank des Champions-League-Siegs im September um den Supercup gegen Sevilla spielen und das sogar vor Zuschauern.

FC Bayern: Grätscht man bei Havertz im letzten Moment dazwischen?

Durch die Abgänge von Coutinho und Thiago besteht beim FC Bayern, der nun an einem neuen Talent dran sein soll, auf jeden Fall Handlungsbedarf im Kreativzentrum. Dieses würde Havertz definitiv füllen - und ein Thomas Müller - trotz seiner zwei gewonnenen Triple - wird auch nicht jünger. Eigentlich ist es schon fast fahrlässig, dass man sich das größte deutsche Talent der letzten 20 Jahre durch die Lappen gehen lässt.

Ebenfalls benötigt das Team von Hansi Flick nach dem Ende des Leihgeschäfts von Odriozola einen neuen Rechtsverteidiger. Entweder ein Konkurrent oder ein Backup für Benjamin Pavard. Obwohl Joshua Kimmich dort das CL-Finalturnier bestritt, liegt dessen Zukunft ab sofort wieder auf der Sechs. Ajax-Youngster Sergino Dest wurde als neuer Rechtsverteidiger in den vergangenen Monaten oft gehandelt. Offiziell ist bislang aber noch nichts.

FC Bayern: Reyna, Puig oder Zaniola an die Säbener Straße? Top-Talente sind schwer zu bekommen

Auch die anderen teils wilden Gerüchte um Inters Marcelo Brozovic, Eduardo Camavinga (Stade Rennes) oder Wilfried Zaha (Crystal Palace) würden die hochkarätigen Abgänge an der Säbener Straße nicht kompensieren. Lionel Messi, über dessen Abgang beim FC Barcelona kürzlich spekuliert wurde, passt ebenso wenig ins Beuteschema des FC Bayern, wie der 33-jährige Luis Suarez, der bei den Katalanen unter Ronald Koeman offenbar keine Zukunft mehr hat.

Top-Talente wie Riqui Puig (FC Barcelona) oder Giovanni Reyna (BVB) dürften trotz der CL-Millionen für die Bayern schwer zu bekommen sein. Spieler wie Manuel Locatelli (US Sassuolo), Nicola Zaniolo (AS Rom) oder Christopher Nkunku (RB Leipzig) würden vom Talent und positionstechnisch gut an die Säbener Straße passen, deren Namen hat man dort aber bislang noch nicht vernommen.

Transferoffensive beim FC Bayern? Stark in der Spitze - aber in der Breite?

Insofern hat der FC Bayern durch das Triple zwar finanziell neuen Spielraum. Wirklich einfacher, geeignetes Personal zu verpflichten, wird es dadurch aber nicht. Das Gute an die ganzen Geschichte ist: Als amtierender Champions-League-Sieger hat man unter Beweis gestellt, dass man aktuell den besten Kader in Europa hat. Doch gerade im Erfolg macht man meist die größten Fehler.

Denn durch die bisherigen Transfers besteht die Gefahr, dass der FC Bayern zwar in der Spitze weiter top bleibt (offensive Außenbahn) - aufgrund des irren Termin-Kalenders in den kommenden Monaten aber muss der Kader vor allem auch in der Breite eine neue Qualität mit sich bringen. Nicht umsonst schlug Hansi Flick bereits vor dem CL-Erfolg und dem Triple Alarm...

Einige Stars des FC Bayern machen gemeinsam Urlaub. Es ist auch ein Spieler dabei, den viele nicht kennen. Währenddessen wird Serge Gnabry beim Rekordmeister ab der kommenden Spielzeit eine neue, ganz besondere Rückennummer tragen. (smk)

Nach dem Abgang von Ivan Perisic sucht der FC Bayern nach Verstärkung: Gut, dass ein alter Wunschspieler wieder zu haben ist.

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