Zweitligist antwortet und sorgt für Lacher

FC Bayern plant Stadion-Revolution - Fußball-Nostalgiker ärgern sich

Der FC Bayern plant eine Ticket-Revolution.
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Der FC Bayern plant eine Ticket-Revolution.

Beim FC Bayern München wird sich einiges ändern, auch die Anhänger müssen sich beim Stadionbesuch künftig massiv umstellen.

München - In vielerlei Hinsicht ist der FC Bayern ein moderner Klub, der sich zumindest oberflächlich für mehr ökologische Nachhaltigkeit einsetzt. Nun droht den Fans eine große Umstellung, denn im Zuge der Digitalisierung wird es künftig keine gedruckten Tickets mehr geben. Wie der Rekordmeister bekannt gab, würde man im Falle einer Zuschauer-Rückkehr in die Allianz Arena ab der Saison 2021/22 auf digitale Eintrittskarten umstellen.

FC Bayern: Rekordmeister wird digitaler - viele Fans müssen sich nun umstellen

Der Stadionbesucher jedoch noch die Wahl, sein Ticket am Smartphone oder per Ausdruck vorzuzeigen, ließen die Bayern in der Mitteilung verlauten. Für viele Fußball-Nostalgiker und besonders Ticket-Sammler, wie man sie nach jedem Spiel an der U-Bahn-Haltestelle Fröttmaning findet, ist die Neuerung ein herber Schlag.

Jan-Christian Dreesen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Münchner, sieht es anders als der ein oder andere Fußball-Romantiker und argumentiert mit zeitgemäßen Kritikpunkten. „Nachhaltigkeit, Schonung von Ressourcen und Reduktion von CO2-Ausstoß“ seien ein zentrales Thema im Ticketing beim FCB, weshalb künftig „keine gedruckten Tickets wie die Chip-Jahreskarte oder Papiertickets“ angeboten werden. Alleine 350.000 gedruckte Anschreiben sollen so neben den Plastikkarten wegfallen.

Bei aller Wehmut über die beliebten Sammler-Objekte muss auch nach dem Zeitgeist gehandelt werden. Das dachte sich allerdings nicht nur der FC Bayern. Der Karlsruher SC aus der 2. Bundesliga baut seit anderthalb Jahren an seinem neuen Stadion an alter Stelle im legendären Wildpark. Dabei sah sich das Bundesliga-Gründungsmitglied ähnlichen Fragen bezüglich der Zukunft des Stadionbesuchs konfrontiert, auf Twitter wurde der Zweitligist sogar etwas aufmüpfig.

FC Bayern: Zweitligist mit Spitze gegen die Münchner - „Das ist ja fast wie in den 90er-Jahren...“

„Der KSC als Vorreiter für den FC Bayern? Das ist ja fast wie in den 90er-Jahren... Auch bei uns geht es seit einiger Zeit nachhaltig ins Stadion, ab der kommenden Saison sind Mobile Tickets auch unser Standard bei Dauerkarten“, schrieb der KSC am Montag. Der Hintergrund ist den älteren Bayern-Fans bekannt, denn Mitte der Neunziger galt Karlsruhe als Talentschmiede und der FCB - ähnlich wie heute - als finanzkräftiger Abnehmer.

Neben Michael Sternkopf, Michael Tarnat, Oliver Kreuzer und Thorsten Fink wechselten auch Mehmet Scholl und der künftige Bayern-Boss Oliver Kahn jeweils für Millionen-Beträge von Karlsruhe nach München. Ob es sich auch beim nächste übernommenen Karlsruher Modell um ein Erfolgskonzept handelt, erfahren die Bayern-Fans ab kommender Saison. (ajr)

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